Ebook verkaufen leicht gemacht – 3 Möglichkeiten und ihre Vor- und Nachteile

Du hast ein Ebook geschrieben oder planst eines zu verfassen, weißt aber noch nicht auf welchem Wege du es am besten zum Kauf anbieten solltest? Vor diesem Problem steht wohl jeder Autor bzw. jede Autorin am Anfang. Daher möchte ich dir im heutigen Artikel drei Möglichkeiten vorstellen wie du dein Ebook verkaufen kannst und dabei natürlich auch auf die jeweiligen Vor- und Nachteile eingehen.

 

1. Amazon Kindle

Bereits seit fünf Jahren bietet der Versandriese Amazon in Deutschland die Möglichkeit an eigene Ebooks über den Kindle Ebook Store zu veröffentlichen. Solltest du dich hierfür entscheiden liegen die Vorteile auf der Hand: Auch mit wenig technischem Verständnis kann hier jeder in kürzester Zeit sein Werk einstellen und muss sich nicht mehr um Dinge wie Rechnungsstellung, Zahlungsabwicklung oder die technische Bereitstellung seines Ebooks kümmern.

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Der Amazon Marktplatz wird täglich von hunderttausenden potentiellen Kunden besucht (die deutsche Amazon-Webseite verzeichnet im Monat etwa 24,8 Millionen User) und du erhältst pro Kauf bis zu 70 Prozent Provision vom Nettoverkaufpreis. Hört sich toll an, oder? Das ist es auch.

Andererseits musst du hierbei auch bedenken, dass bei Amazon eine riesige Konkurrenz besteht. Es ist nicht nur sehr schwierig unter all den anderen Angeboten hervorzustechen da du wenig Einfluss auf die Positionierung deines Ebooks im Shop hast, sondern du kannst auch keinen allzu hohen Preis verlangen. Schaut man sich bei der Konkurrenz um werden Kindle-Ebooks oft schon für 3,99 Euro, 2,99 Euro oder sogar noch deutlich günstiger angeboten. Du musst also schon viele Ebooks verkaufen um hier wirklich etwas zu verdienen.

Auch auf einen E-Mail-Funnel, Upsales oder detaillierte Statistiken musst du verzichten wenn du dich dafür entscheidest dein Ebook über Kindle anzubieten.

 

2. Eigene Verkaufsseite

Richtest du für dein Ebook eine eigene Verkaufsseite ein, hast du die volle Kontrolle: Du kannst eine optimierte Salespage erstellen (z.B. mit Optimizepress* und WordPress oder Instapage*), den Verkaufspreis freier gestalten (und natürlich auch höher ansetzen), problemlos E-Mailadressen für deine Liste sammeln (z.B. mit Getresponse) und den Käufern anschließend weitere Angebote machen, Statistik- und Trackingtools verwenden um deine Erfolge zu messen und Optimierungen vornehmen sowie individuellere Werbeaktionen erstellen und tracken.

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Allerdings ist der Verkauf über eine eigene Seite natürlich auch mit deutlich mehr Arbeit verbunden: So musst du dich hier eigentlich um alles selbst kümmern, was Amazon dir abnehmen würde und vor allem auch dafür sorgen, dass potentielle Kunden dein Ebook in den Untiefen des weltweiten Netzes überhaupt finden.

Solltest du dich für eine eigene Verkaufsseite entscheiden ist es sinnvoll diese mit der Online-Vertriebslösung Digistore24 zu kombinieren, wie es viele Anbieter tun. Die Plattform nimmt dir nicht nur die Abrechnung mit deinen Kunden ab, sondern bietet beispielsweise auch Schnittstellen zu E-Mailmarketingprogrammen an und verfügt über einen conversionoptimierten Bestellprozess. Mit Digistore24 kannst du ein Affiliate Programm für dein Ebook anbieten und so Käufer durch Partner generieren lassen.

 

3. Elopage

Elopage ist eine recht neue deutsche Plattform, über die digitale Produkte wie Ebooks aber auch beispielsweise Software, Online-Kurse, Gutscheine, Tickets oder Videodateien mit wenigen Klicks schnell und einfach angeboten werden können. Du kannst dein Ebook direkt bei Elopage hochladen und der Anbieter stellt dir auch einen Kundenservice sowie rechtliche Dinge wie AGB oder eine Widerrufsbelehrung zur Verfügung. Die Rechnungserstellung lässt sich hier ebenfalls automatisieren und auch bei Elopage ist ein Affiliate Programm integriert.

Da Elopage noch recht jung ist, fehlt auch noch die entsprechende Reichweite. Dennoch sehe ich ein großes Potential in der Idee und gehe davon aus, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Reichweite und Co. ordentlich wachsen.

Ich selbst biete meine Ebooks mittlerweile dort an (hier geht es zu meinem „Store“ >). Das hat folgenden Grund: Ich kann alles mit wenigen Klicks einrichten und muss keine extra Website aufsetzen oder einen Zahlungsanbieter einbinden. Das spart mir enorm viel Zeit. Natürlich fehlt hier und da noch eine Funktion, aber es wird daran gearbeitet, was ich wiederum als Vorteil sehe. Denn wer von Anfang an dabei ist, kann mit seinem Feedback einiges bewirken :)

Elopage ist sicher einen Blick wert. Vor allem, wenn du dein Ebook schnell und einfach überhaupt erstmal zum Verkauf anbieten möchtest.

Du siehst also: Alle drei vorgestellten Möglichkeiten dein eigenes Ebook zu verkaufen bieten ihre Vor- und Nachteile. Verfügst du über wenig technische Kenntnisse und bist bereit dein Werk für einen recht niedrigen Preis anzubieten, kommt das Kindle Programm für dich am ehesten in Frage. Durch die schiere Masse an täglichen Besuchern des Marktplatzes hast du auch ohne viel eigenes Marketing die Chance Verkäufe zu erzielen. Eine eigene Verkaufsseite in Kombination mit Digistore24 erfordert deutlich mehr Wissen in Sachen Technik und Marketing, bietet dir allerdings auch alle erdenklichen Freiheiten und potentiell starke Affiliates. Elopage ist aktuell als “Zwischending” zu sehen, hat aufgrund seiner leichten Bedienbarkeit aber durchaus Potential.

Welche Verkaufslösung findest du für deine Zwecke am Sinnvollsten und warum?

9 Kommentare

  1. Jörg   •  

    HI Jessica,

    interessanter Artikel. Vielen DANK. Elopage kannte ich noch gar nicht. Klasse!

    Was ist denn mit der Möglichkeit Amazon/Elopage und eine eigene Salespage zu kombinieren? Ich meine es macht schon Sinn sich zwischen Amazon und Elopage zu entscheiden, aber ne eigene Sales Page als Ergänzung dazu…. Oder ist das rechtlich irgendwie ein Thema, dass der zusätzliche „Verkaufskanal“ ausgeschlossen wird?

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Jörg, eine Kombination ist natürlich möglich (mach ich auch). Nur musst du mit den Preisen schauen. Wenn du höhere Preis bevorzugst, dann fällt Amazon raus. Eigene Seite plus Elpopage würde sich dafür eher anbieten. VG Jess

  2. Elsa   •  

    Hallo Jessica,
    danke für den Blogartikel, elopage kannte ich auch nicht.
    Habe mal 3 Fragen:
    1. Kann ich die e-books, wenn ich sie über Kindle veröffentliche,e später auch wieder wegnehmen und dann selbst vermarkten?
    2. Ist es eigentlich auch möglich in einem Kindle-Buch die Texte mit Bildern aufzulockern? Ich habe bislang immer nur welche ohne Bilder gesehen. Wie sieht das bei elopage aus?

    Viele Grüße
    Sigrid

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Sigrid, ja, du kannst Ebooks auch wieder aus dem Kindle Store entfernen. Man kann die Kindle Bücher auch ein wenig aufpeppen, allerdings nicht in dem Umfang, wie man es in einem PDF machen könnte.Bei Elopage kannst du alles mögliche hochladen :) VG Jess

  3. Pingback: Digitale Produkte erfolgreich vermarkten

  4. Eberhard Kroll   •  

    Hallo Frau Ebert,
    mal wieder ein guter Tipp mit Elopage. Wie funktioniert das dort mit den Zahlungsanbieter? Muss ich mich bei einem Zahlungsanbieter anmelden? Und wenn ich schon dabei bin, haben Sie eine Tipp für ein Programm das ein Ebook generiert. Also ich meine Grafiken etc für einen Videosellsletter oder Squeeze Page?

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Eberhard, Elopage wickelt die Zahlung automatisch ab. Du musst nur dein payPal Konto verknüpfen, um die Zahlungen erhalten zu können. Du benötigst keinen weiteren Anbeiter. VG Jess

  5. Fabian Dittrich   •  

    Hallo Jessica,

    schöne Vorstellung der drei verschiedenen Möglichkeiten. Ich persönlich habe mich für die zweite Variante entschieden. Dort sind einfach auch die Lerneffekte am größten, da man sich gleichzeitig mit Facebook-Werbung, Email-Marketing und Affiliate-Marketing beschäftigen darf. Zudem bleibt der der Großteil des Verkaufspreises beim Autor und ist schön skalierbar, wenn man sich entsprechend auskennt.

    Beste Grüße
    Fabian

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