5 Arten von Blog-Artikeln, die deine Leser lieben werden

“Dieser Mann wollte sich nur ein Brötchen kaufen – du ahnst nie was ihm dabei passiert ist” – Artikel mit typischen Clickbaitingüberschriften wie dieser haben in den letzten Jahren im Netz überhand genommen und nerven eigentlich nur noch weil der Artikelinhalt meistens ziemlich unspektakulär im Gegensatz zur Überschrift ist. Den Lesern wird etwas versprochen und anschließend nicht gehalten. Als Blogbetreiber möchtest du natürlich nicht nur Klicks erzeugen, sondern vorallem, dass deine Leser deine Artikel mögen und sie weiterempfehlen. Du solltest also auf tolle Inhalte statt auf hohlen Clickbait setzen. Heute möchte ich dir daher fünf Arten von Blog-Artikeln, die deine Leser wirklich lieben werden, vorstellen und dir einige Tipps zur Umsetzung dieser liefern.

 

1. How-To/Tutorials

Leser lieben Artikel, in denen ein Problem gelöst wird bzw. ihnen etwas anschaulich Schritt für Schritt erklärt wird. Logisch, denn möchtest du dir beispielsweise eine Feuerstelle im Garten einrichten und gibst “Feuerstelle bauen” bei Google ein, ist es deine Intention eine Anleitung hierzu zu finden, in der steht was man alles dazu braucht und welche Punkte zu beachten sind. Findet der Suchende nun deinen Blogartikel, der genau dies bietet, wird er ihn lieben weil er sein Problem gelöst hat.

Bei einem Tutorialartikel ist es natürlich besonders wichtig möglichst viele Bilder zu verwenden, die das Geschriebene verständlicher machen und unterstützen. Auch Grafiken, Zeichnungen oder Videos kommen in solch einem Artikel sehr gut an. Es gilt: Mache es deinem Leser so angenehm und leicht wie möglich das Tutorial zu verstehen – er hat den Artikel schließlich angeklickt um eine konkrete Sache zu lernen/ein bestimmtes Problem zu lösen. Positiver Nebeneffekt eines guten, ausführlichen Tutorials ist, dass es gerne von anderen verlinkt und weiterempfohlen wird.

Ein Beispiel dazu findest du hier: E-Mail-Liste aufbauen mit einem Freebie – Schritt für Schritt erklärt

2. Interviews

Interviews bieten dir die Möglichkeit deinen Lesern exklusive Infos zu bieten, die sie so nirgendwo anders bekommen. Führst du beispielsweise einen Blog über Holzmöbel könntest du – während die Konkurrenz nur allgemeine Infos auf ihren Seiten hat – einen Hersteller ausführlich dazu befragen welche Holzmöbel gerade besonders gefragt sind, welche Pflegetipps man unbedingt beachten sollte oder wie seine Möbel genau gefertigt werden.

Für ein gelungenes Interview solltest du dich gründlich vorbereiten und erst einmal schauen welche Infos zu dem Thema bereits verfügbar sind. Auf dieser Grundlage solltest du dir dann überlegen welche Informationen hierzu im Netz noch fehlen und was deine Leser interessieren könnte. Um beim Beispiel zu bleiben: Tipps von einem Holzexperten aus erster Hand werden deine Seite deutlich mehr aufwerten und mehr Vertrauen erzeugen als Holztipps von “irgendwem” (aus dem Netz recherchierte Infos).

Positiver Nebeneffekt hier: Exklusive Interviews werden ebenfalls gerne von anderen verlinkt und oft lassen auch die interviewten Personen einen Backlink springen.

Extratipp: Kündige das Interview an bevor du es führst und frage deine Leser in deinem Blog oder per Newsletter vorher welche Fragen sie an deinen Gesprächspartner haben. So bekommst du ein besseres Gefühl dafür, was deine Leser wirklich interessiert und außerdem erhältst du wertvollen Input und kannst Fragen stellen, auf die du selbst vielleicht nicht gekommen wärst.

 

3. Storytelling-Artikel

Seit Anbeginn der Menschheit erzählen und hören wir gerne Geschichten. Daher solltest du in deinem Blog das Werkzeug Storytelling auch unbedingt einsetzen und in deinen Artikeln spannende, interessante, lustige oder in anderer Weise lesenswerte Geschichten erzählen. Leser lieben persönliche Geschichten mit Hintergrundinfos und sie bleiben besser im Kopf als reine Fakten.

Storytelling in Blogartikeln kannst du übrigens nicht nur für dich, sondern auch für deine (Werbe-)Kunden wunderbar einsetzen. Ein kleines Beispiel: Ein Hersteller von PC-Lüftern möchte auf deiner Seite in einem Artikel werben. Ein ziemlich trockenes Thema und plumpe Werbung im Stil von “Firma XY hat Lüfter Z gerade im Sonderangebot” vergrault dir die Leser. Mit Storytelling kannst du diese Werbung jedoch interessant machen: Du könntest in deinem Artikel beispielsweise die Geschichte des Firmengründers erzählen, eines Nerds, der als Jugendlicher anfing an Rechnern herumzuschrauben und plötzlich eine revolutionäre Idee für eine neue Belüftungstechnik hatte. Du könntest erzählen wie der einstige Nobody andere von seinen Ideen überzeugen konnte, wie seine Firma immer weiter wuchs….

lets blog

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Ebook: „Let´s Blog – Wie du mit Hilfe eines Blogs dein Ding machen kannst“

 

4. Listicles

Das Wort Listicle ist aus den englischen Begriffen für Liste und Artikel zusammengesetzt und stellt einen Artikel in Aufzählungsform dar. Er bietet leicht zu verdauende Informationshäppchen zu einem bestimmten Thema und kommt sehr gut bei Lesern an, da diese vorher (schon beim Lesen der Überschrift) wissen was sie erwartet. Typische Listicles sind Artikel wie “10 Dinge, die Sie über die Lohnabrechnung wissen sollten”, “Die 6 schönsten Strände der Nordsee” oder natürlich auch dieser Artikel. Wie dir vielleicht schon aufgefallen ist, verwende ich diese Artikelart sehr gerne auf meinen Blog. Leser bekommen so schnell eine Übersicht zu einem bestimmten Thema und können bei besonders großem Interesse an einem der Punkte vom Listicle ausgehend tiefer dazu recherchieren.

 

5. Epic-Magic-Mega Post

“Epic-Magic-Mega Post” – was soll das denn sein? Gut, den Begriff habe ich mir ausgedacht aber er trifft perfekt, was ich damit meine: Ein Blogartikel mit extrem wertvollem Content und hoher Wortzahl zu einem bestimmten Thema. Während andere Artikelarten Themen nur anschneiden soll der “ Epic-Magic-Mega Post” ein Thema allumfassend erklären. Er soll so gut und ausführlich sein, dass der Leser keine weiteren Informationsquellen mehr braucht nachdem er ihn gelesen hat.

Natürlich bedeutet solch ein Artikel sehr viel Aufwand für dich. Aber deine Leser werden ihn lieben, weiterempfehlen und verlinken. Er wird die Verweildauer auf deinem Blog erhöhen, er wird deinen Ruf als Experte festigen und und und….Du kannst dir gerade nicht vorstellen wie solch ein epischer Post aussehen könnte? Dann schau dir mal diesen Artikel von Soeren Eisenschmidt zum Thema Nischenseiten aufbauen an: http://www.eisy.eu/nischenseite-erstellen-schritt-fuer-schritt-anleitung-zum-aufbau/

Der Artikel ist so gut und umfassend, dass er schon überall empfohlen wird obwohl er noch nicht einmal fertig ist. Soeren erweitert ihn mit der Zeit und macht ihn so zur Anlaufstelle Nummer 1 im Bereich Nischenseitenaufbau. Gleichzeitig ist dieser “Epic-Magic-Mega Post” auch noch ein How-To-Artikel. Stark, oder?

Hast du schon eine oder mehrere dieser Artikelarten auf deinem Blog ausprobiert? Falls ja: Was kam bei deinen Lesern bisher am besten an?

20 Kommentare

  1. Kathrin Hamann   •  

    Hallo liebe Jess, sehr schön deine Übersicht :-) Danke. Ist das jetzt ein Listenbeitrag?

    Was ist mit einem Beitrag in Form einer Infographik, zählt das auch?

    Ganz herzlichen Dank für deine vielen guten Inhalte. Deine Kathrin

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Kathrin, ja genau, das ist ein Listenbeitrag. Eine Infografik geht natürlich auch. Allerdings würde ich diese mit Text ergänzen. LG Jess

      • Michel   •  

        Das Thema „Infographik“ finde ich ja auch sehr spannend. Jedoch scheitert der Gedanke bei mir an der Umsetzung. Gibt es da eigentlich irgendwelche Tools, die du empfehlen kannst, wie man eine Infographik am besten erstellt? Oder sollte man so eine Infographik-Erstellung eher an einen Designer weitergeben?

        • Ildiko   •  

          Ich hab mir den Artikel gerade noch mal zu Gemüte geführt, weil ich gern so verschiedene Artikelformen ausprobieren wollte und mir fällt hier grad das Thema „Infographik“ noch mal auf.

          Mir war das bisher gar nicht bewusst, dass man das auch selbst erstellen kann. Das hatte mich bisher auch eher immer abgeschreckt, weil ich tatsächlich dachte, ich müsste einen Designer extra beauftragen.

          Gibt es denn Tools dafür, dass man das selbst machen kann? Und geht das relativ einfach oder braucht man doch etwas mehr Kenntnisse dazu?

          • Michel   •  

            Geht mir auch so. Ich finde das Thema auch interessant, war bisher jedoch abgeschreckt.

            Infographiken machen schon einen ziemlich coolen Eindruck. Kann mir auch gut vorstellen, dass die heutzutage über Social Media gut geteilt werden. Und gerade für meinen Bereich (Meditation) habe ich da einige Infographik-Ideen.

            Ich habe auf einer anderen Seite von einem Tool gelesen, und zwar das hier: http://www.easel.ly/

            Ob das jetzt wirklich super ist, weiss ich nicht. Ich will es mal ausprobieren.

            Da ich selbst nicht so der Design-Profi bin, wäre ich über ein Tool sehr dankbar, dass mir diese Arbeit abnimmt. Habe nämlich auch gar keine Lust drauf, mich so sehr damit zu beschäftigen.

            Vielleicht ist das ja auch was für dich, Ildikó. Habe gesehen, du machst was mit Schreiben. Da gibt es doch bestimmt auch viele tolle Möglichkeiten, um mit Infographiken zu arbeiten.

          • Ildiko   •  

            Michel, irgendwie kreuzen sich unsere Wege die Tage des öfteren ;)

            Du hast mir keinen wirklich großen Gefallen getan, dein Tip mit Eseal.ly war ja wohl richtig gemein!!! Vor zwei Tagen habe ich mir das mal angeguckt und hab mich so darin verloren, dass ich glatt bis in die Nacht hinein arbeiten musste um mein tägliches Pensum noch zu schaffen.
            Das Tool ist ja mal richtig klasse, das macht direkt Spass, damit Bilder zu erschaffen und ich habe schon ganz viele Ideen, was ich damit alles schönes machen kann. ;)

          • Michel   •  

            Hey Ildikó,

            ja, sowas ist ekelig oder? Man hat einen geilen Zeitplan. Und dann kommt irgendjemand mit einem neuen Tool oder einem geilen Beitrag. Mir geht das voll oft so. Ich schaue mal in meine Emails und zack, habe ich schon wieder einen neuen Artikel, z.B. von Jessica ;-)

            Ich muss da noch ein bisschen fokussierter werden.

            Ich wollte das Infographik-Tool auch mal ausprobieren. Habe es mir in die Lesezeichen gepackt. Meinst du also, da kann man was mit machen? Ist das auch gut für uns Design-Laien?

          • Kathrin Hamann   •  

            Hallo Ildiko,

            ich nutze sehr gern Pictochart für meine Infografiken. Das Tolle daran sind die entstehenden interaktiven Infografiken. Es ist dabei möglich einzelne Elemente anklickbar zu machen und so den Leser zu festgelegten Webseiten zu senden :-)

            Und natürlich, dass damit sehr einfach Infografiken erstellt werden können oder bestehende Templates nur angepasst werden brauchen. Also ich mag das Tool sehr.

            Viele Grüße
            Kathrin

          • Ildiko   •  

            Michel, also ich kann es dir wirklich empfehlen. Es ist sehr einfach zu handhaben, wenn man so Tabellenprogramme etc. auch ein wenig drauf hat. Und ich sage mir einfach mal so, wenn ich es kann, dann kann es 95% der Bevölkerung auch, und ich gehe jetzt einfach mal nicht davon aus, dass du zu den 5% gehörst. ;) Aber bitte, nimm dir ganz bewusst ca. 2 Stunden dafür Zeit, wenn du es ausprobieren möchtest, dann ärgerst du dich zumindest nicht so, wie ich es tat.

            Hallo Kathrin, vielen Dank für den Tipp. Das hört sich auch spannend an, und wenn wir ganz ehrlich sind, das ist ja das, was wir damit erreichen wollen, nämlich dass wir unsere Leser zu bestimmten Seiten leiten, nicht wahr? :D Ich habe mir die Webseite eben kurz oberflächlich angeschaut, werde es mir aber diesmal in einen festen Zeitrahmen packen, um ganz bewusst das erstmal entspannt kennenlernen zu können , ;)

          • Michel   •  

            Ja, ich sehe schon. Ich muss mich mit beiden Seiten mal ausführlicher beschäftigen. Bin schon auf meine erste Infographik gespannt. ;-)

  2. Uwe Richter   •  

    Einfach Klasse Deine Blogartikel. Kurz und knackig die wesentlichen Botschaften zu vermitteln, beherrschst Du bestens.

    Danke Dir :)

  3. Michel   •  

    Alter Schwede… hammer Artikel.

    How-to bzw. Tutorial-Artikel lese ich immer wieder gerne. Deinen Email-Listen-Artikel kannte ich noch nicht. Finde ich besonders interessant, da ich selbst auch GetResponse nutze.

    Storytelling ist auf jeden Fall ein spannendes Thema. Ich hänge da gerade an so einer Autoresponder-Serie für meine Nische. Möchte dort auch mit Storytelling arbeiten. Ist aber gar nicht so einfach bzw. ich verzettel mich immer wieder mal.

    Kannst du eine Ressource zum Thema Storytelling empfehlen? Einen Blog oder Video oder ein Buch?

    Der Epic-Magic-Super-Post von Sören ist echt krass. Ist sicherlich ’ne Menge Arbeit, aber bestimmt auch sehr wirkungsvoll.

    • Ildiko   •  

      Hallo Michel, hallo Jessica,

      super Anregungen, die sich hier so finden. Ich überlege eine Weile, nur mit „Epic-Magic-Super-Posts“ zu arbeiten, so wie du, Michel, es mir mal empfohlen hast. Es ist aber ganz und gar nicht so einfach, wie man es vielleicht denkt. Ich habe ebenso das Problem, dass ich mich enorm verzettele, aber peu á peu wird es und dann gibt es immer wieder Anregungen, wie man es machen kann.

      Gut finde ich auch die Idee, die verschiedenen Artikelarten, wie hier beschrieben, vielleicht sogar zu kombinieren. Das hat auch den Vorteil, dass es für die Leser eine Art Abwechslung ist, vor allem auch für die Augen.

      Ich denke, ich werde da noch mal das eine und andere ausprobieren. Hab mich direkt mal in den Newsletter eingetragen, finde nämlich, dass es hier ganz tolle Tipps gibt. :D

      • Michel   •  

        Ja, Ildikó, ich habe erst vor ein paar Tagen wieder so einen „Epic-Magic-Super-Post“ bei einem US-Marketer gelesen. Da war alles drin. Massig Geschriebenes… viele Bilder… eine Infographik… Audio zum Anhören… Mp3 zum Download…. Video… pdf zum Download… Beiträge seiner Facebook-Page… und gaaanz viel weiterführende Links zu weiteren interessanten Ressourcen.

        Nachdem ich das Teil „studiert“ habe, musste ich mich erstmal sammeln. Hahaha…

        Ich lese solche „Epic-Magic-Super-Posts“ (übrigens, Jessica, geiles Wort) immer wieder gerne.

        Doch ich kann mir vorstellen, dass sie in der Produktion sicherlich einiges an Arbeit kosten.

        Ich lese hin und wieder bei amerikanischen Marketern. Und wie es so ist, 20 Marketer = 20 Meinungen. Der eine empfiehlt, 5 Artikel pro Woche zu posten, mit einem jeweiligen Umfang von 300-600 Wörtern… der andere empfiehlt, dass so episch krasse Blogartikel am besten funktionieren und es ausreichen würde, 1 pro Monat davon zu veröffentlichen und sich statt weiterer Content-Erstellung eher auf Marketing dieses EINEN epischen Artikels zu konzentrieren.

        Was ist deine Ansicht dazu, Jessica?

        • Jessica Ebert   •     Author

          Ich denke das kommt auf die Zielgruppe und das Thema an. Beliebt ist das Veröffentlichen von 1-2 Artikeln pro Woche. Am wichtigsten ist aber m.M.n., dass man regelmäßig etwas veröffentlicht und sich die Leser darauf einstellen können.

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Michel, ja, bald gibt es dazu was von mir. Aber psssst ;) VG Jess

    • Soeren   •  

      Hi Michel,

      mein Artikel zum Thema Nischenseiten ist wirklich viel Arbeit. Deshalb habe ich mich bewusst dafür entschieden, diesen fortlaufend zu aktualisieren und nicht alle Informationen an einem Stück zu schreiben. Wirkungsvoll ist er aus der Sicht, dass er sich tatsächlich gut verbreitet. Jetzt steht nach ca. 4 Wochen aber immer noch die Frage aus, wie Google längerfristig damit umgeht. ;)

      Beste Grüße
      Soeren

  4. Dirk   •  

    Cooler Übersicht über die Artikelarten :).

    Meiner Meinung nach gehen die How To’s noch mit am besten, wobei Artikelserien auch sehr gerne gelesen werden. Das Thema muss stimmen. Das ist eigentlich das wichtigste!

    Grüße

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