7 Fehler, die du im Social Media Marketing unbedingt vermeiden solltest

Facebook verzeichnet allein in Deutschland monatlich mehr als 33 Millionen Besucher und auch Dienste wie Twitter, Instagram oder Pinterest werden gut besucht. Da liegt es natürlich nah diese sozialen Netzwerke auch als Marketinginstrumente für das eigene Business zu nutzen. Richtig eingesetzt kann Social Media Marketing viel bewirken aber natürlich gibt es auch hier, genau wie bei jeder anderen Marketingform, Stolpersteine, denen man ausweichen sollte. Im heutigen Artikel möchte ich dir daher sieben Fehler aufzeigen, die du im Social Media Marketing unbedingt vermeiden solltest.

 

1. Ohne Strategie posten

Genauso wenig wie beispielsweise SEO funktioniert wenn man nur einmalig oder ab und zu ein paar Links ohne Plan aufbaut funktioniert auch Social Media Marketing nicht wenn man seine Kanäle nur “nach Lust und Laune” bespielt. Daher solltest du dir, bevor du anfängst Facebook und Co. für dein Marketing zu nutzen, eine Strategie zurechtlegen. Überlege dir welche Ziele du hast und wie du diese erreichen möchtest. Stelle dir Fragen wie: Welcher Content sollte wann gepostet werden? Wer ist deine Zielgruppe und wie sprichst du diese am besten an? Nadine, die bei der bekannten Agentur Seokratie aus München für das Social Media Marketing verantwortlich ist, hat in ihrem lesenswerten Artikel “7 Schritte zu einer erfolgreichen Social-Media-Strategie” super zusammengefasst wie du dir einen Plan erarbeiten kannst.

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2. Follower kaufen

Natürlich ist es immer frustrierend bei Null zu starten. Was sollen die Leute nur von mir halten wenn mein Business nur eine handvoll Follower hat? Es wirkt doch viel professioneller wenn hunderte oder tausende Menschen mir folgen, oder? Gedanken wie diese hat wohl jeder, der schon einmal vor der Entscheidung stand ein Social Media Profil für sein Business anzulegen, gehabt. Seiten wie Fiverr oder Ebay locken hier mit Angeboten wie “1.000 Fans für fünf Euro” – Finger weg!

Gekaufte Follower schaden dir nämlich gleich in mehrfacher Hinsicht: Zunächst einmal werden diese Accounts (oft Bots oder Clickworker aus fernen Ländern, die deine Sprache nicht sprechen) kaum mit deiner Seite interagieren, was auch “echten” Interessenten schnell auffallen wird, die dich dann für unseriös halten. Schließlich kann doch irgendetwas nicht stimmen wenn eine Seite beispielsweise 10.000 Likes hat aber niemand mit den Posts interagiert, oder? So werden es andere auch sehen. Außerdem schaden gekaufte Follower auch deiner Reichweite. 

 

3. Zu viel Werbung

Würdest du einer Seite auf Facebook ein “gefällt mir” geben wenn diese ausschließlich Werbung für die eigenen Angebote postet? Vermutlich nicht. Warum sollte dir dann jemand folgen wenn du es genauso machst? Eben.

Als Faustregel im Social Media Marketing gilt, dass nur etwa jeder vierte bis fünfte Post, den du in den sozialen Netzwerken veröffentlichst, werblicher Natur sein sollte. Konzentriere dich vor allem darauf deinen Followern Mehrwert in Form von Blogartikeln, Kurztexten, schönen Bildern oder Infografiken zu bieten. Je nachdem um was es in deinem Business geht können auch lustige Bilder ab und zu zur Auflockerung beitragen. Diese Art von Posts werden natürlich auch lieber geliked und geteilt als reine Werbung und können so zur Reichweitensteigerung beitragen.

 

4. “Auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen”

“Viel hilft viel” gilt im Social Media Marketing nicht. Anstatt also direkt zum Start bei jedem sozialen Netzwerk einen Account anzulegen und diesen dann stumpf mit dem gleichen Content zu bespielen solltest du dir vorher überlegen wo sich deine Zielgruppe am ehesten aufhält und mit welchen Inhalten du diese dort am besten erreichst. Hast du beispielsweise nicht die Ressourcen regelmäßig hochwertige Bilder und Grafiken zu erstellen bringt dir ein Account bei Pinterest oder Instagram wenig während du beispielsweise bei Twitter mit kurzen, auf den Punkt gebrachten, Texten viel erreichen kannst.

Jedes soziale Netzwerk hat seine Eigenheiten, derer du dir erst bewusst werden musst. Es ist also völlig ok sich zum Anfang z.B. nur auf Facebook zu konzentrieren und dort eine Followerschaft aufzubauen und dann später Stück für Stück auch bei anderen Social Networks einzusteigen.

 

5. Unfreundlich reagieren

Manchmal hat man das Gefühl Social Networks würden das Schlechte im Menschen besonders gut zur Schau stellen. Da sich hier sprichwörtlich “jeder Depp” einen Account erstellen kann und ein Kommentar blitzschnell geschrieben und abgeschickt ist, finden sich hier – stärker als sonst wo im Netz – Beleidigungen, Unterstellungen und unangebrachte Äußerungen. Normale Umgangsformen und Rechtschreibung werden stärker vernachlässigt als es beispielsweise in Foren üblich ist.

Gerade wenn das eigene Business von Nutzern der sozialen Netzwerke unangemessen kritisiert wird oder diese sogar persönlich werden wird juckt es einem natürlich in den Fingern ebenso zu reagieren. Das ist zwar verständlich, trotzdem solltest du immer bedenken, dass du mit deinen Äußerungen dein Business repräsentierst und daher freundlich bzw. neutral reagieren. Lasse dich nie auf das Niveau dieser Trolle herunter!

 

6. Negative Kritik löschen / nicht kommentieren

Genauso schlecht wie unfreundlich zu reagieren kann es sein wenn du negative Kritik einfach löschst oder sie nicht kommentierst. Stell dir vor du bietest beispielsweise Produkte über einen Onlineshop an und über deine Facebookseite regt sich ein Kunde fürchterlich über die angeblich mangelnde Qualität dieser auf. Du weißt ganz genau, dass seine Äußerungen nicht der Wahrheit entsprechen und löschst diese daher. Nun wird sich nicht nur dieser Kunde nicht ernstgenommen fühlen und aufgrund seiner Wut über die Löschung seine Kritik eventuell auch auf weiteren Seiten, die du nicht kontrollieren kannst, posten, sondern auch andere Follower, die den Post vor der Löschung gesehen haben, werden sich wundern. “Vielleicht ist ja etwas Wahres daran wenn der Seitenbetreiber den Post einfach so schnell löscht?”, könnten sich diese denken. Gleiches gilt wenn du negative Kritik überhaupt nicht kommentierst – “Wenn der Seitenbetreiber hier nicht widerspricht muss wohl etwas Wahres daran sein”, könnten deine Follower dann denken.

 

7. Zu viel erwarten und aufgeben

“Ich richte mir einen Facebookaccount ein und steigere meinen Absatz damit in X Monaten um X Prozent!” – wer mit dieser Einstellung an Social Media Marketing herangeht kann eigentlich nur verlieren.

Marketing über die sozialen Netzwerke bringt in den seltensten Fällen schnelle Ergebnisse und zudem lassen sich diese auch schlechter messen als es bei anderen Marketingformen der Fall ist. Die wenigsten Menschen sind “in Kauflaune” wenn sie bei Facebook surfen – im Mittelpunkt steht hier meist die Interaktion mit Freunden und Bekannten. Daher kannst du nicht erwarten, dass beispielsweise das einmalige Posten eines Angebotes viele Sales einbringt. Social Media Marketing ist als Marathon und nicht als Sprint anzusehen. Gib also nicht zu früh auf! Nur wenn du kontinuierlich gute Inhalte lieferst und deine Follower verstehst wirst du mit der Zeit eine immer größere Community aufbauen können.

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Nutzt du soziale Netzwerke bereits für dein Marketing? Falls ja: Wie sind deine Erfahrungen damit bisher? Was waren deine größten Fehler?

6 Kommentare

  1. Claudia   •  

    Liebe Jessica,

    ich nutze die Sozialen Netzwerke aktiv. Hab aber am Anfang auch damit angefangen, überall einen Account anzulegen… Das war von wenig Erfolg gekrönt. :)

    Mittlerweile bin ich nur mehr auf Facebook und Twitter richtig aktiv. Allerdings muss ich wohl noch viel mehr an meiner Strategie arbeiten. Bei Facebook bin ich da momentan etwas ins Straucheln geraten.

    Danke für den Artikel und die tollen Tipps!

    Liebe Grüße
    Claudia

  2. Michel   •  

    Ja, ja, ja und ja! Alle Fehler habe ich schon gemacht. Naja, Follower habe ich noch nicht gekauft. Aber eigentlich nur, weil ich zu geizig war. ;-)

    Wieder mal eine super Aufzählung. Da kann man so schön reflektieren.

  3. Michael   •  

    Hallo
    Das sind genau die Fehler die fast jeder Anfänger macht,ich gehörte auch da zu.
    Aber super erklärt und beschrieben, passt wie die Faust aufs Auge.

    Gruss. Michael

  4. Pingback: So gehst du mit negativen Kommentaren und Hatern um

  5. Wolfgang   •  

    Eine super Aufzählung! Die mag ich immer besonders. Da kann man Punkt für Punkt abhaken.

  6. Pingback: TOP-7 Unternehmerlinks KW 21/2016 | Vorbildunternehmer des Jahres 2016

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