Arbeiten im Homeoffice – 5 Tipps für eine produktive Umgebung mit Wohlfühlfaktor

“Arbeit ist einer der besten Erzieher des Charakters”, wusste schon der schottische Autor Samuel Smiles (1812-1904). Tatsächlich kennt wohl jeder von uns diesen einen Freund, der erst mit Eintritt in das Arbeitsleben lernte pünktlich zu sein oder sich einer Sache konzentriert zu widmen. Wie die meisten (Online-)Unternehmer hast auch du sicherlich vorher als Angestellter gearbeitet, bist jeden Morgen in der Frühe ins Büro gefahren und hast dann bis zum Feierabend gearbeitet. Als selbstständiger Unternehmer, der von zuhause aus arbeitet, hat man natürlich viel mehr Freiheiten in der Gestaltung des Tagesablaufes als als Angestellter. Das ist einerseits toll, andererseits kannst du dich auch wesentlich mehr als vorher ablenken lassen und fragst dich im schlechtesten Fall am Ende des Tages wo all die Zeit schon wieder hin ist. Damit dir dies nicht passiert möchte ich dir im heutigen Artikel fünf Tipps für eine produktive Umgebung im Homeoffice geben.

 

1. Mache anderen klar, dass du “bei der Arbeit” bist

“Ach, du bist zuhause? Kannst du mir mal kurz was einkaufen?” oder “Ich bin gerade bei dir in der Gegend, ich komm gleich mal auf einen Kaffee rum, ok?”

Fragen wie diese kennt wohl jeder, der im Homeoffice arbeitet. Für viele Menschen scheint “von zuhause aus arbeiten” wohl mit “immer Zeit haben” gleichzusetzen sein. Natürlich ist man nicht an feste Bürozeiten gebunden und kann sich zu wichtigen Anlässen auch einmal Zeit nehmen – zur Gewohnheit sollte dies allerdings nicht werden und Familie und Freunden muss unmissverständlich klar gemacht werden, dass man während seiner Arbeitszeiten nicht gestört werden möchte – auch wenn man zuhause ist. Also lass dich nicht “belabern” und stelle von Anfang an klar, dass du nur in Notfällen gestört werden darfst.

 

2. Richte dir einen festen Arbeitsplatz ein

Ideal ist es natürlich wenn du für dein Homeoffice einen eigenen, von den Privatzimmern abgetrennten Raum hast. So hast du alle Arbeitsmaterialien an einem Platz und kannst ungestört arbeiten. In einer Wohnung hat man aber leider aus Platzgründen oft nicht die Möglichkeit ein Zimmer nur zum Arbeiten einzurichten, daher arbeiten viele Selbstständige – gerade in der Anfangsphase – vom Küchentisch oder sogar von der Couch aus. Natürlich ist es verlockend bequem auf dem Sofa zu sitzen und sich mit dem Laptop von hier aus um alles zu kümmern.

Gut ist es allerdings nicht, denn so vermischt du leicht Arbeit und Privates und kannst abends schlecht an dem Ort ausspannen, an dem du schon den gesamten Tag gearbeitet hast. Außerdem wird sich früher oder später dein Rücken melden, denn das dauerhafte Sitzen in gebückter Haltung ist natürlich auch nicht gerade gesund. Solltest du also keinen eigenen Raum für dein Homeoffice haben, solltest du dir trotzdem einen festen Arbeitsplatz einrichten: An einem richtigen Schreibtisch mit einem Bürostuhl in der Zimmerecke wirst du auf Dauer wesentlich besser arbeiten können als am Couch- oder Küchentisch. Außerdem kannst du dich so auch ausbreiten und einmal etwas auf dem Schreibtisch liegen lassen.

 

3. Ablenkungen minimieren

Wenn du nicht gerade eine Besprechung darüber hast solltest du Messenger wie Skype, Whatsapp oder Facebook während der Arbeit im Homeoffice unbedingt abstellen. Lege auch dein Smartphone beiseite. Im Homeoffice sitzt dir natürlich kein Chef im Nacken aber wenn du mal “eben kurz” nebenbei bei Facebook und Co. reinschaust, verlierst du dich leicht und eine halbe Stunde ist dann schon wieder schneller rum als man denkt. Auch E-Mails können natürlich ablenken.

Daher empfiehlt es sich, außer natürlich du erwartest gerade eine ganz wichtige Mail, auch dein Mailprogramm nur zu festen Zeiten zu öffnen. Du kannst deine Mails beispielsweise einmal morgens vor der Arbeit und einmal zum Feierabend hin checken und abarbeiten. Andersherum gilt dies natürlich auch: Schalte dein geschäftliches Telefon außerhalb deiner Arbeitszeiten ab und checke geschäftliche Mails am besten auch nur während deiner Arbeitszeit, sonst wirst du das Gefühl haben nie richtig frei zu haben.

 

4. Mache feste Pausen

Bei einem Angestelltenjob gibt es in der Regel eine tägliche Mittagspause und außerdem arbeitet man auch sonst fast nie “durch”. Zwischendurch ist es normal auch durch die Räumlichkeiten zu laufen um sich mit anderen Mitarbeitern auszutauschen, etwas wichtiges zu besprechen oder sich auch mal auf einen Kaffee oder eine Zigarette zu treffen. Kein Mensch kann dauerhaft konzentriert über Stunden arbeiten. Diese Erkenntnis gilt natürlich auch für das Arbeiten im Homeoffice. Da man hier keine Kollegen hat, kann es einem jedoch leicht passieren, dass man ohne Pause stundenlang am PC sitzt. Das ist weder gesund noch der Arbeit förderlich.

Plane daher auch im Homeoffice Pausen ein, die du nicht am Arbeitsplatz verbringst und versuche zumindest ab und zu einmal aufzustehen und eine Runde zu gehen – und wenn es nur durch die Wohnung ist. Du wirst merken, dass du so wesentlich effektiver arbeitest als wenn du nur am Rechner sitzst.

 

5. Steigere deinen Wohlfühlfaktor!

Im Homeoffice hast du Freiheiten, von denen ein Angestellter nur träumen kann. Daher solltest du dir dein Homeoffice auch genauso einrichten und genauso darin arbeiten wie du es möchtest. Pflanzen und Bilder der Liebsten erhöhen für viele den Wohlfühlfaktor, während andere mit einem komplett leeren Schreibtisch am glücklichsten sind. Auch in Sachen Beleuchtung hat jeder andere Präferenzen. Überlege dir also womit du dich am wohlsten fühlst und probiere es aus! Wenn du beispielsweise mit Musik beschwingter arbeiten kannst, dann tu es – es kann dir niemand verbieten!

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel einige Anregungen geben konnte. Was ist für dich im Homeoffice am wichtigsten um produktiv zu arbeiten?

2 Kommentare

  1. Thomas Lellesch   •  

    Hallo Jessica, ich mache generell Telefon und so aus und stelle mir einen Timer auf 60 Minuten. Und in diesen 60 Minuten schaffe ich immer extrem viel. Danach mache ich eine Pause und wenn ich dann noch etwas machen möchte, stelle ich mir wieder mein Timer und los geht’s.

  2. Jakob Linnemann   •  

    Hallo Jessi,

    arbeiten im Homeoffice hört sich gut und leicht umsetzbar an. Das ist es jedoch nicht. Du hast es auf den Punkt gebracht, was alles zubeachten ist. Ein Homeofficer/in muss eine Menge an Selbstdisziplin mitbringen, um die Tagesziele zu erreichen. Disziplin ist eigentlich ganz leicht, wenn man feste Zeiten mit sich selbst vereinbart: Arbeitsbeginn, Pausen, Feierabend usw.

    Doch es gibt auch Situationen, wo es schwer ist, seinen Plan durchzuführen, z. B. wenn plötzlich Besuch kommt, oder der Lebenspartner sagt: „Kannst Du eben den Müll rausbringen?“ usw. In diesem Fall muss auch der Partner oder der Besuch lernen, dass Du bei der Arbeit bist.

    Theorie und Praxis ist in vielen Fällen unterschiedlich, auch wenn es um Homeoffice geht.

    Ich bin vor über 27 Jahren im Homeoffice angefangen zu arbeiten. Der Anfang war sehr schwer, weil ich immer abgelenkt wurde. Dann habe ich gemerkt, ich muss mich konsequent an meinen Plan (To-Do-Liste) halten. Dann hat meine Frau und mein Besuch auch gemerkt, dass ich meinen Streamel durchziehe.

    Es ist jedoch ein wunderbares Arbeiten zuhause. Mir hat es gefallen!

    Jetzt habe ich ein Büro gegenüber. Ich muss nur über die Straße laufen, dann bin ich bei der Arbeit. Das gefällt mir auch.

    Liebe Grüße aus Emden
    Jakob

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