Finanzielle Freiheit beginnt im richtigen Quadranten

Im letzten Artikel haben wir bereits darüber gesprochen, dass es unheimlich wichtig, dass du lernst, unternehmerisch zu denken, wenn du finanziell aufsteigen willst. Und im heutigen Artikel möchte ich gerne dort anknüpfen.

„Die meisten Menschen scheitern am Umgang mit ihren eigenen Finanzen, weil sie in der Schule nichts über Geld gelernt haben. Deshalb arbeiten die meisten Menschen FÜR Geld denn sie haben niemals gelernt Geld FÜR SICH arbeiten zu lassen.“

Dieses Zitat stammt von dem US-amerikanischen Geschäftsmann und Autor Robert Toru Kiyosaki. Robert Toru Kiyosaki hat bereits über 15 Bücher veröffentlicht, die weltweit mehr als 26 Millionen mal verkauft wurden, und ist ein Experte darin passives Einkommen aufzubauen.

In diesem Artikel möchte ich dir sein „Cashflow Quadrant“-Prinzip vorstellen, das in seinem Buch „Rich Dad`s Cashflow Quadrant. Guide to Financial Freedom“* ausführlicher erläutert wird.
Wenn du lernen möchtest warum manche Menschen mit weniger Arbeit mehr Geld als andere verdienen und wo und wann du arbeiten solltest um eine größere finanzielle Sicherheit zu erlangen, solltest du dich definitiv einmal mit dem Cashflow Quadrant Prinzip beschäftigen.

 

Das Cashflow Quadrant Prinzip

Laut Robert T. Kyosaki gibt es vier Felder, denen man sich zuordnen und in denen man Einkünfte erzielen kann:

cashflow
Feld E – employee (Arbeiter, Angestellte und Beamte)

Arbeiter, Angestellte und Beamte erhalten für ihre Arbeit für gewöhnlich einen festen, monatlichen Lohn. Im Regelfall ist der Lohn unabhängig davon wie es dem Unternehmen gerade geht. D.h. ob das beschäftigende Unternehmen gerade einen Gewinn oder Verlust erwirtschaftet hat, wirkt sich nicht auf das Gehalt aus. Alle Personen in Feld E erhalten ihr Geld für die Stundenanzahl, die sie für das Unternehmen tätig sind. Angestellte können ihre Zeit in der Regel nicht frei einteilen und sind weisungsgebunden.

Feld S – self-employed (Selbstständige)

Selbstständige arbeiten auf eigene Rechnung. Sie können sich ihre Zeit frei einteilen und sind nicht weisungsgebunden. Sie erhalten im Gegensatz zum Angestellten jedoch nur Geld für die Zeit, in der sie Leistungen für ihre Auftraggeber erbringen. Findet ein Selbstständiger beispielsweise keine Auftraggeber oder fährt in den Urlaub, verdient er kein Geld. Obwohl ein Selbstständiger eigentlich „frei“ ist, tauscht er seine Zeit jedoch genau wie der Angestellte 1:1 gegen Geld.

Feld B – business owner (Geschäftsinhaber)

Geschäftsinhaber/Unternehmer besitzen ein Unternehmen. Ihr Einkommen hängt im Gegensatz zu den Angestellten und Selbstständigen nicht direkt von ihren geleisteten Arbeitsstunden ab. Geschäftsinhaber investieren ihr Geld in die Arbeit von anderen anstatt direkt für einen Stundenlohn zu arbeiten und leben von dem Überschuss, den andere für sie erwirtschaften.

Feld I – investor (Investoren)

Investoren investieren, wie der Name schon sagt, ihr Geld um damit eine Rendite auf ihr eingesetztes Kapital zu erzielen. Auch sie arbeiten nicht direkt für ihr Geld, sondern vermehren es durch geschickte Investments.

Links oben im Quadrant befinden sich die Arbeitnehmer, links unten die Selbstständigen, rechts oben die Geschäftsinhaber und rechts unten die Investoren. Bist du nun also zum Beispiel ein kleiner Ein-Mann-Betrieb kannst du dich grundsätzlich erst einmal links unten einordnen.

Wichtig in diesem Quadrant ist die vertikale Linie. Sie ist die Trennlinie zwischen denjenigen, die FÜR Geld arbeiten und denen, die Geld FÜR SICH arbeiten lassen.

Wenn du als einzelner Selbstständiger für Kunden arbeitest, verkaufst du deine Arbeitszeit und bekommst dafür ein Honorar. Du arbeitest also FÜR Geld. Wenn du nun also beispielsweise zwei Wochen in den Urlaub fährst, verdienst du nichts. Der altbekannte Spruch „Zeit ist Geld“ bedeutet in deinem Fall also, dass du deine Zeit direkt gegen Geld eintauschst.

Das Problem hierbei ist, dass du in Feld S somit niemals komplette finanzielle Freiheit erreichen kannst: Du hast nur eine bestimmte Anzahl von Stunden zur Verfügung, die du monatlich arbeiten kannst. Dein potentielles Einkommen ist also gedeckelt (dein Stundenlohn x deine Arbeitsstunden). Jede Stunde, die du nicht arbeitest, bedeutet weniger Geld für dich. Selbiges gilt wenn du Angestellter (Feld E) bist.

Dein Ziel, wenn du dich selbst in Feld E oder S einordnen kannst, sollte es nun sein ganz oder zumindest teilweise auf die rechte Seite des Quadranten in Feld B und/oder I zu wechseln.

Auch als Geschäftsinhaber/Unternehmer (Feld B) oder Investor (Feld I) gilt natürlich „Zeit ist Geld“ – hier ist der Spruch jedoch anders zu verstehen: Als Unternehmer kaufst du mit deinem Geld die Zeit anderer Menschen (Arbeitnehmer oder Selbstständige, die Leistungen für dich erbringen) und lässt somit dein Geld FÜR DICH arbeiten (siehe auch: „Warum du unbedingt lernen musst unternehmerisch zu denken!“)

 

Die Vorteile der rechten Seite des Quadranten

Du siehst also: Erst wenn es dir gelingt dich auf der rechten Seite des Cashflow Quadranten zu platzieren, kannst du wirkliche finanzielle Freiheit erlangen. Die Höhe deines Einkommens ist dann nicht mehr abhängig von deinen geleisteten Arbeitsstunden, sondern nur noch davon wie geschickt du die Zeit anderer für dich einsetzst oder wie du dein Geld investierst.

Dein Ziel sollten also immer die Felder B und I sein.

Um in diese Felder zu gelangen musst du im Regelfall (außer du hast groß geerbt ;-)) in den Feldern E und S einsteigen, denn um auf der rechten Seite des Quadranten erfolgreich zu sein brauchst du Kapital. Erst wenn du genug Kapital aufgebaut hast, kannst du dir den Luxus leisten andere Menschen zu bezahlen oder größere Summen zu investieren.

Du denkst jetzt: „Logisch, du erzählst mir hier nichts neues!

Es weiß doch jeder wie die Gruppen im Cashflow Quadranten ihr Einkommen erzielen!“? Grundsätzlich ist dies natürlich richtig. Dennoch kann dir der Cashflow Quadrant dabei helfen dich selbst einzuordnen und deine Einkommensquellen und Ziele zu hinterfragen.

Viele Selbstständige fühlen sich frei, sind es nach dem Cashflow Quadrant Prinzip aber gar nicht, da sie ihre Arbeitzeit genau wie ein Angestellter direkt gegen Geld tauschen. Wenn du Arbeitnehmer oder Selbstständiger bist, solltest du – auch wenn es bei dir finanziell sehr gut läuft – stets versuchen dir Geld zur Seite zu legen und die rechte Seite des Quadranten als Ziel im Kopf zu behalten! Versuche zu automatisieren, abzugeben, zu investieren – Lasse dein Geld FÜR Dich arbeiten!


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