Digital Storytelling – so geht sympathische Kundenbindung heute!

Natürlich ist den Meisten  mittlerweile klar geworden, dass an Content Marketing kaum ein Weg vorbei führt, doch den Wenigsten ist wirklich bewusst, dass digital Storytelling die Königsdisziplin darstellt.

Was genau damit gemeint ist, und warum dieses Konzept so irrsinnig gut funktioniert, darüber könnt Ihr heute hier einiges erfahren.

 

Zurück zu den Anfangen und auf in die Zukunft

Seit Jahren schwirrt der Begriff „Content Marketing“ durch die Werbelandschaft. Diese Form des Marketings ist immer wichtiger geworden und ganz ehrlich: Das ist ja auch kein Wunder!

Wir reden hier schließlich nicht von irgend welchen „Portemonnaie-Besitzern“, sondern von Menschen wie dir und mir. Und wenn wir uns selbst mal ganz in die Position als Kunde begeben, wird uns sehr schnell klar, was wir überhaupt NICHT wollen!

  • Zugetextet werden (weder verbal noch schriftlich)
  • belästigt werden (mit Themen, die uns gar nicht interessieren)
  • unter Druck gesetzt werden (à la: „Sie haben nur die Wahl zwischen x und y, sonst geht die Welt unter“)
  • zum Kauf gedrängt werden

Wir sind heute viel aufgeklärter, als viele Konsumentengenerationen vor uns. Wir nutzen das Internet, um uns vor einem wichtigen Kauf schlau zu machen, wollen keinen Honig um den Bart geschmiert bekommen, sondern Fakten, sympathische Züge des Herstellers (nachhaltiges Produzieren zum Beispiel) und schauen dann, wenn's stimmig ist, auch weniger auf den Preis.

 

Superjoker digital Storytelling

Und genau jetzt kommt das digital Storytelling ins Spiel. Denn wie sieht es bei dir selbst aus, wenn du dich zum Beispiel für einen Mixer für Green Smoothies interessierst? Und dann sitzt du in der Kneipe im Gespräch mit jemandem, der einen günstigen eines großen, deutschen Versandhauses hat.

Du stellst ihm deine Fragen zur Leistung, ob er diese und jene Früchte, Gemüsesorten usw. auch klein bekommt – und bist überzeugt. Auf jeden Fall deutlich überzeugter als von dem klassischen Werbebildchen oder -Filmchen, das diese Firma ansonsten auf den Markt geworfen hat, nicht wahr?

 

Social Media und digital Storytelling – die Traumhochzeit

Gerade auf der Suche nach den Super-Postings, die haufenweise geliked und geteilt werden, ist die gesamte Werbebranche immer wieder dabei, die aktuell besten Artikel, Videos und Postings zu analysieren. Was steckt dahinter, dass sie so immens gut ankommen?

Das lässt sich kurz und knapp folgendermaßen sagen:

  • diese Runner unterhalten
  • sie sind etwas für's Herz
  • sie erzeugen Empathie (manchmal auch Wut und Empörung)
  • sie werden nicht als Werbung empfunden
  • sie lassen dich sich mit der Marke identifizieren

Okay, ich selbst würde nur wegen der niedlichen Budweiser-Werbung mit dem Golden Retriever Welpen jetzt nicht gerade auf Budweiser umsteigen, aber meine Sympathie hat die Marke damit dennoch bekommen.

Und sollte ich im Ausland zwischen vielen anderen, mir unbekannten Marken Budweiser lesen, dann könnte es tatsächlich zum Kauf führen. Klingt logisch, nicht wahr?

 

Kosten- / Nutzenfaktor abwägen

Eines muss auf jeden Fall gesagt werden: Digital Storytelling ist alles andere als 08/15 und dementsprechend auch nicht mal eben billig beim nächsten Freelancer zu bekommen.

Hier spielen oft verschiedene Strukturen hinein, der Grafiker, die Ausarbeitung eines Videos, die Erstellung des Gesamtkonzepts – es ist eine gute und enge Zusammenarbeit zwischen dem Marketing und der IT-Abteilung absolut nötig!

Ganz spannend wird es, wenn der User im Laufe der Geschichte durch Anklicken von verschiedenen Reaktionsmöglichkeiten den Velauf mit beeinflussen kann. So wird er zusehend aktiver Teil des digitalen Storytellings und verbindet sich emotional noch mehr mit dem Anbieter.

 

Ein Blick auf Facebook

Es gibt einige Seiten, die dort unglaublich punkten. Sei es die „Welchem Promi siehst Du ähnlich?“, „Wie sieht Deine Zukunft aus?“ und „In welchem Land solltest Du leben?“ Tests, die regelmäßig eine hohe Reichweite erhalten und auch ebenso häufig geteilt werden, oder aber auch die Rettungsgeschichten von vorzugsweise amerikanischen Organisationen, die Streuner von der Straße fischen und in liebevolle Pflegefamilien vermitteln. Aber auch herzerwärmende Stories über Menschlichkeit gehen schnell viral.

 

Die Bedürfnisse erkennen und bedienen

Es ist überall das Gleiche, wir Menschen wollen uns wohl fühlen. Und wie ginge das besser als mit positiven Nachrichten, Reportagen, Meldungen. So finden besonders die herzerwärmenden Nachrichten im digital Storytelling immer ihren festen Platz unter den viralen Postings.

Doch es gibt auch den Aufklärungstrend, vorzugsweise bei Skandalen in der Wirtschaft, Politik usw. Es ist unsere Art zu zeigen, dass wir damit nicht einverstanden sind. Unsere Art von Demokratie, wenigstens im Netz unserem Unmut Luft zu machen, aber auch aufzuklären, wenn Dinge gar nicht so sind, wie sie uns vorgegaukelt werden.

 

Kenne deine Zielgruppe, so kennst du dein Projekt

Je nachdem, in welchem Bereich du tätig bist, ist es recht einfach, passenden Inhalt zu finden, der die Chance darauf hat, viral zu werden.

Aber auch Themen, die nicht ursprünglich miteinander verknüpft sind, können zusammen passen. So wie im Sommer eine große deutsche Elektrofachmarkt-Kette mit einem simplen Aufsteller viral ging: Sie ließen bei der Hitze die Vierbeiner mit ins klimatisierte Ladengeschäft. Eine bessere und sympathischere Werbung hätte sich kaum ein Verantwortlicher einfallen lassen können. Hier schwappte die Sympathie nur so über.

 

Fazit:

Mit digital Storytelling hältst du den Joker schlechthin in der Hand! Erzähl aus deinen eigenen Erlebnissen, ja auch aus deinen Fehlern, so wie eine befreundete Marketerin: Ihr wurde der Facebookaccount gesperrt, weil sie als Zweitnamen ihren Firmennamen angegeben hatte – und das mitten in einer Kampagne! Sie hat über genau diese Erlebnisse einen Artikel geschrieben und anschließend ergänzend dazu, welche Tücken in diesem Bereich bei Facebook lauern und wie man ihnen entgehen kann. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, die Reichweite war für diese Artikel 200 Mal höher als sonst üblich!

Jetzt bist du dran! Mit welchem digital Storytelling kannst du die Portale rocken?

6 Kommentare

  1. David Wagner   •  

    Hi Jessica,

    toller Artikel!

    Ich bin ein riesen Fan von Storytelling. Gerade reale Fallbeispiele von Kunden oder Projekten sind eine sehr gute Strategie, um Interessenten in Kunden zu verwandeln!

    Ich freue mich schon auf deinen nächsten Blogartikel :-)

    Liebe Grüße

    David Wagner

  2. Sabine   •  

    Liebe Jesicca,

    Danke für den inspirierenden Artikel. Für mich sind beim Storrytelling vor allem „nachfühlbare“ Geschichten wichtig. Dann bin ich auch wirklich dabei.
    Alles Liebe,
    Sabine

  3. Michel Plaga   •  

    Habe mich bisher noch gar nicht mit dem Thema Storytelling beschäftigt, obwohl es schon sooo lange auf einer meiner To-do-Listen steht. Werde diesen Artikel mal als Anstoss nehmen und mich endlich in die Thematik einzulesen.

    Danke für die Inspiration.

  4. Andreas Kronawetter   •  

    Hallo Jessica,

    Klasse Artikel! Auch ich teile deine Ansicht das Content Marketing mittlerweile unerlässlich ist. Das Sprichwort: The facts tells, the story sells – bewahrheitet sich.

    Herzlichen Gruß

    Andreas

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Andreas, richtig. Die Menschen lesen und hören nichts lieber, als Geschichten :) (solange man sie nicht veräppelt…) VG Jess

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