Digitale Produkte erfolgreich vermarkten – So findest du Käufer für deine Ebooks und co.

Im letzten Artikel habe ich dir drei Möglichkeiten vorgestellt wie du Ebooks anbieten kannst. Doch mit dem Bereitstellen ist es natürlich noch nicht getan: Damit dein Ebook oder ein anderes digitales Produkt erfolgreich wird musst du auch Käufer hierfür finden bzw. die Käufer müssen dein Produkt finden und vom Kauf überzeugt werden. Da es auch hier natürlich verschiedene Ansätze gibt möchte ich dir im heutigen Blogartikel eine Einleitung in die erfolgreiche Vermarktung digitaler Produkte geben.

 

Verkaufsseite auf Zielkunde ausrichten und testen

Bietest du dein digitales Produkt über eine eigene Webseite an, ist es wichtig die Verkaufsseite auf den Zielkunden auszurichten. Das heißt, dass die Aufmachung und der Text perfekt zum potentiellen Käufer passen sollten.

Ein kleines Beispiel: Hast du einen Onlinekurs zum Thema “Photoshop für Einsteiger”, solltest du Fachbegriffe, die nur Grafiker kennen, weitestgehend vermeiden. Stattdessen solltest du versuchen dich in jemanden hineinzuversetzen, der absolut noch keine Ahnung von Photoshop hat (wie du es vermutlich bereits bei der Erstellung des Produkts gemacht hast) und deinen Verkaufstext so gestalten, dass dem Laien klar wird, was er bei deinem Kurs erlernen wird. Du nimmst den potentiellen Käufer im Verkaufstext quasi an die Hand, holst ihn im Einstieg ab (z.B. mit Sätzen wie “Du betreibst eine Webseite und möchtest nicht für jede kleine Grafik einen Designer anheuern? In meinem Kurs wirst du lernen, wie du ohne gestalterische Vorkenntnisse mittels Photoshop ausdrucksstarke Illustrationen zaubern kannst.”) und zeigst ihm auf, wie er mit deinem Produkt sein Problem lösen kann.

Je nachdem an wen sich dein Produkt richtet, spielt natürlich auch die Gestaltung der Verkaufsseite eine große Rolle. Richtet sich dein Produkt beispielsweise an Geschäftsleute, wird eine schlichte, seriöse Seite besser ankommen als eine Seite mit viel “Bling-Bling”. Bietest du hingegen einen Kurs zum Thema “So verführst du jede Discobekanntschaft” an, wird eine “lockerere” Gestaltung sicher besser ankommen.

Die Ausrichtung der Verkaufsseite für dein Produkt ist einer der wichtigsten Schritte zum Erfolg, den du sorgfältig ausführen solltest. Dein Produkt kann noch so gut sein – ist die Verkaufsseite schlecht gestaltet oder nicht auf den Zielkunden ausgerichtet, wird dieser nicht kaufen.

Um deine Verkaufsseite zu optimieren wirst du um Tests nicht herumkommen. Veränderst du den Text, das Design oder die Buttons, wirst du sehen, dass sich dies positiv oder negativ auf die Verkaufszahlen auswirken wird. 

Am einfachsten lässt sich der Effekt deiner Optimierungen messen wenn du mit kleinem Testbudget zielgerichtete Werbung auf die unterschiedlichen Varianten deiner Verkaufsseite schaltest. Zu diesem Punkt komme ich jetzt.

 

Werbung schalten

Online Werbung zu schalten war noch nie so einfach und erfolgversprechend wie heute. Anstatt “auf gut Glück” Werbebanner auf gut frequentierten Webseiten zu schalten, kann man heutzutage bekanntermaßen beispielsweise über Google Adwords oder Facebook Werbeanzeigen Zielgruppen sehr genau ansprechen. So kannst du bei Facebook z.B. einstellen, dass deine Ads nur Frauen, die zwischen 28 und 34 Jahre alt sind, in Bayern wohnen, verheiratet sind und sich für Fitness interessieren angezeigt werden. Bei Google Adwords hingegen kannst du festlegen, dass deine Werbung nur Menschen angezeigt wird, die “Photoshop lernen ohne Vorkenntnisse” in das Suchfeld eintippen.

Wie eben erwähnt empfiehlt es sich zunächst einmal verschiedene Varianten deiner Verkaufsseite mit kleinem Budget zu bewerben um herauszufinden was gut funktioniert. Bist du dann vom Ergebnis überzeugt, kannst du deine favorisierte Verkaufsseitenversion mit mehr Budget bewerben.

 

Affiliate-Programm einrichten

Wie ich letzte Woche in dem Artikel “Ebook verkaufen leicht gemacht – 3 Möglichkeiten und ihre Vor- und Nachteile” erwähnte, bieten Onlinevertriebslösungen wie Digistore24, die häufig mit eigenen Verkaufsseiten kombiniert werden, die Möglichkeit ein Affiliateprogramm für dein Produkt einzurichten. Während du bei der Schaltung von Anzeigen meist pro Klick oder Einblendung bezahlst, wird dein Konto hier erst belastet wenn deine Partner für dich Verkäufe generieren. Schaltest du herkömmliche Anzeigen und keiner kauft dein Produkt, ist das Geld weg – Binden Affiliates die Werbebanner für dein Produkt auf ihren Seiten ein und verkaufen nichts, kostet es dich keinen Cent.

Daher ist es verführerisch auf Anzeigenschaltungen über Adwords oder Facebook zu verzichten und einfach ein Partnerprogramm einzurichten, damit andere die Werbung für dich übernehmen. Von dieser Vorgehensweise rate ich jedoch dringend ab! Warum sollte ein Affiliate Werbung für dich machen wenn er nicht weiß ob das Produkt überhaupt gut ist bzw. sich gut verkauft? Woher willst du wissen ob deine Verkaufsseite gut oder schlecht ist wenn du noch keine eigenen Sales über sie erzielt hast? Eben! Am Anfang sollte daher immer der sorgfältige Aufbau der Verkaufsseite und die Werbeschaltung auf diese in verschiedenen Varianten stehen. Erst wenn du weißt, dass deine Verkaufsseite gut funktioniert, kannst du mit einem Affiliateprogramm starten: Potentielle Affiliates kannst du dann nämlich schon mit Conversionrates und anderen Daten überzeugen und wenn der Affiliate nach der Einbindung deiner Partnerlinks sieht, dass diese gut funktionieren, wird er seine Werbebemühungen ausbauen.

 

E-Mail Funnel nutzen

Niemand kauft gerne die Katze im Sack. Gerade wenn dein digitales Produkt etwas teurer ist, werden generell daran interessierte Besucher deiner Verkaufsseite nicht gleich zu Kunden. Manche werden eventuell wegen des Preises “noch eine Nacht drüber schlafen” wollen, andere sind sich nicht sicher ob das Produkt wirklich etwas für sie ist, wieder andere kaufen vielleicht nicht weil du noch keinen großen Namen hast und sie nicht wissen ob du wirklich das Fachwissen liefern kannst, das du auf deiner Verkaufsseite versprichst.

Damit diese Besucher nicht einfach wieder verschwinden und nie wieder kommen, solltest du für dein Produkt unbedingt einen E-Mail Funnel mit einem Autoresponder einrichten. Wichtig hierbei ist, dass dieser einen Mehrwert bietet. So kannst du beispielsweise für die Eintragung in deine Mailliste ein Freebie wie ein kleines E-Book oder eine Checkliste zum selben Thema wie dein Hauptprodukt anbieten. Gibt der Besucher seine Mailadresse an, bekommt er das Freebie automatisch zugesendet und kann sich so schon einen ersten Eindruck von deiner Arbeit bzw. deiner Qualität machen. Anschließend können noch weitere Tipps zum Thema per Mail folgen, bis dem Empfänger dann schließlich wieder dein Hauptprodukt per E-Mail angeboten wird.

Wie du solch einen Funnel technisch einrichtest, zeige ich dir in meinem Online Kurs: Effektives E-Mail Marketing mit GetResponse – Schritt für Schritt erklärt!

Effektives E-Mail Marketingmit GetResponse

Zum Kurs >>

Wie gehst du bei der Vermarktung deiner digitalen Produkte vor? Was funktioniert bei dir besonders gut oder schlecht?

3 Kommentare

  1. Christian   •  

    Spannender Blogpost, der die 4 wichtigsten Strategien bei der Vermarktung von digitalen Produkten exakt auf den Punkt bringt: Zielgruppen-genaue Ansprache / Verkaufstexte auf Salespages (1.), dafür Online-Werbung schalten (2.), zusätzlich auf den Multiplikator Affiliate Marketing setzen (3.) und das Ganze durch cleveres, Vertrauen-aufbauendes E-Mail-Marketing unterstützen (4.)

  2. Pingback: TOP-5 Unternehmerlinks KW 15/2016 | Vorbildunternehmer des Jahres 2016

  3. Pingback: Die beliebtesten Beiträge in 2016 - Jessica-Ebert.de

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