Digitale Produkte verkaufen: Warum du unbedingt einen Mitgliederbereich erstellen solltest

Mitgliederseiten sind ein Teil von digitalen Produkten. Doch nur wenige wissen wirklich um deren Bedeutung und wie man sie bestmöglich aufbaut. In diesem Artikel fasse ich deswegen mal alle wichtigen Informationen zusammen und stelle dir mehrere Wege vor, wie du zugleich eine einfache und trotzdem umfangreiche Mitgliederseite erstellst.

 

Was sind digitale Produkte

Bevor es explizit um den Mitgliederbereich geht, erkläre ich gerne für alle Online Marketing Neulinge, was ein digitales Produkt eigentlich ist. Wie definiert man es und welche unterschiedlichen Produktarten kann es geben?

Der Online-Handel wird aufgeteilt in digitale und physische Produkte. Physische Produkte sind jene, die wir mit unseren Händen anfassen können. Zum Beispiel Kleidung, Elektronik-Geräte oder Schmuck. Diese Produkte haben gemeinsam, dass sie erheblich mehr Nebenkosten verursachen als digitale Produkte. Du musst sie nämlich immer neu produzieren, lagern und versenden. Das heißt, dass du eventuell sogar Lagerräume anmieten und Speditionen beauftragen musst.

Zu den digitalen Produkten hingegen gehören:

  • eBooks
  • Videos
  • Videokurse
  • Fotos (für Fotografen evtl.)
  • Anderer Service wie Checklisten, Anleitungen, Pläne (z. B. Fitnessprogramme)

Digitale Produkte sind im Online Business sehr beliebt. Das liegt daran, dass sie – logischerweise – kaum Kosten verursachen. Während wir bei den physischen Produkten nicht drum herumkommen, sie immerwährend neu zu produzieren (oder produzieren zu lassen), sie zu lagern und versenden, fallen all diese Kostenpunkte einfach weg.

Ein eBook ist einmal geschrieben und in digitaler Form jederzeit erhältlich. Es muss nicht gedruckt werden.

Ein Videokurs kann einmal erstellt werden und zu jederzeit für deine Kunden zugänglich gemacht werden. Zum Beispiel in einem Mitgliederbereich.

Der „Versand“ digitaler Produkte erfolgt binnen Sekunden via E-Mail oder Download. Beides kostet nichts.

Die Möglichkeit, wirklich „passives“ Einkommen zu generieren, ist mit digitalen Produkten viel besser. Du brauchst weniger Startkapital und wenn das Produkt einmal steht… Dann steht es. Im Optimalfall musst du nur zwischendurch checken, ob alle Vertriebs- und Downloadwege problemlos laufen. Dank Plattformen wie Digistore24 und Newslettersoftwares wie GetResponse oder KlickTipp wird dir aber auch das Unterfangen stark vereinfacht. Optional kannst du noch einen Kundenservice einrichten (bietet sich bei bestimmten Produkten durchaus an). Von da an kannst du dein Produkt entweder so stehen lassen oder gegebenenfalls optimieren.

Nochmal: du brauchst keine Lagerung, kein Versand und nur eine einzige Produktion. Und trotzdem lassen sich digitale Produkte theoretisch unendlich oft vertreiben.

Zudem kommt, dass du als Experte in einem Bereich etwas kreierst, womit du deinen Expertenstatus untermauerst.

Passend dazu: 7 Tipps für mehr Verkäufe – Digitale Produkte erfolgreich vermarkten

 

Okay… Und jetzt zum Mitgliederbereich: Was ist das?

Erstellst du ein digitales Produkt, muss es nicht nur bei dem bloßen eBook oder Kurs bleiben. Das „Drumherum“ bildet sozusagen das gewisse Etwas, welches noch mehr Kunden zum Kauf anregen wird. Der Mitgliederbereich ist genauso ein „gewisses Etwas“. Er stellt nämlich einen direkten Bezugspunkt zu deinem Content her und lässt den Kunden das Gefühl haben, dass er einen “privaten Arbeitsraum” hat.

Grundsätzlich ist ein Mitgliederbereich ein Bereich auf deiner Seite zu dem nur deine Kunden Zugang erhalten. Was genau du hier anbietest, kann variieren. Dies sind nur einige Ideen:

  • Füge Videos, Ebooks, Webinare etc. ein
  • Gib deinem „erhabenen“ Kundenkreis Zusatzmaterial oder Insidernews in Form von Videos, Blogbeiträgen oder eBooks
  • Lasse deine Kundengruppe zu einer echten Community werden, wo sie sich über Fragen und Erfolge rund um dein Produktthema austauschen können, indem du ein Forum einbaust
  • Gib deinen Kunden über den Mitgliederbereich die Möglichkeit, mit dir zu chatten und dir Fragen zu stellen
  • Halte deine Kundengruppe up to date
  • Nutze Mitgliederbereiche als Verkaufskanal für weitere Produkte

Wichtig zu erwähnen ist, dass der Mitgliederbereich geschützt ist. Es haben nur diejenigen einen Zugang, die dein Produkt gekauft haben oder über andere offizielle Wege einen Zugang erhalten haben.

 

Warum du ein Mitgliederbereich für dein digitales Produkt benötigst

Klar, mit einem Mitgliederbereich lassen sich viele Dinge rund um deinen Kundenkreis sehr leicht organisieren. Du hast jederzeit die Möglichkeit Kontakt aufzunehmen. Doch bevor wir auf die organisatorischen Faktoren eingehen, zählt ein Faktor noch mehr. Und das ist die Möglichkeit, Upsells zu generieren…

 

1. Mitgliederbereich als Kundenbindungsmaßnahme (Upsells generieren)

Nachdem du jede Menge Kunden gewonnen hast, macht es natürlich umso mehr Spaß, wenn diese Kunden auch bestehen bleiben. Indem sie sich in einen sicheren Bereich einloggen müssen, wahren sie fast ganz von alleine den Kontakt zu dir. Würden deine Neuigkeiten und Produktupdates nur über E-Mail verteilt werden, verlieren Kunden hingegen schnell den Überblick. Im schlimmsten Fall tragen sie sich sogar aus deinem Verteiler aus, da sie nach dem Kauf keinen Grund sehen, mit dir im Kontakt zu bleiben. Sie haben dein Produkt – und fertig. Und sollte nicht passieren.

Durch den Mitgliederbereich haben sie jederzeit Zugriff auf deine Inhalte, weswegen du immer öfter ein Thema sein wirst. Ergo: Die Kunden behalten dich im Kopf. Wer trägt sich schon aus einem Mitgliederbereich aus, wo es Inhalte gibt, für die man bezahlt hat (es sei denn, es ist einem Abo verbunden und man möchte nicht mehr bezahlen)? Genau, niemand.

Deine Kunden sind gebunden. E-Mail-Verkehr nutzt du natürlich weiterhin als Kommunikationsmittel.

Nun wird es viel leichter für dich werden, Upsells zu generieren, also weitere und hochwertigere Produkte an deinen bestehenden Kundenstamm zu vertreiben. Upsells sind immer einfacher als „erste Produkte“, da die Kunden bereits dein Vertrauen haben und Teil deines Vertriebssystems sind (E-Mail Verteiler und Mitgliederbereich). Ist ein Kunde zufrieden mit deinem ersten Produkt, so wird er eher dazu neigen, ein weiteres Produkt von dir zu kaufen und du musst keine erneute Vertriebsoffensive starten.

Stelle dir bildlich vor, dass der Kunde deinen Mitgliederbereich betritt, ein neues Angebot sieht, es für sich überprüft und anschließend auf dem „Bestellen“ Button klickt. Der Rest erfolgt über die Verknüpfung mit Digistore24. Einfacher geht es nicht.

2. Mitgliederbereich für einfachere Organisation

Je mehr Kunden du hast, desto schwieriger wird es auch für dich, alle zuverlässig zu erreichen und mit ihnen in Kommunikation zu treten. Sagen wir, du hast eine wichtige Neuigkeit oder ein neues Produkt, das du teilen möchtest. Du kannst jetzt eine E-Mail anfertigen und in den Verteiler tun. Das würde auch funktionieren. Doch im Mitgliederbereich bist du sicher, dass jeder Kunde zu jeder Zeit sofortigen Zugang erhält, ohne dass er sich Gedanken um den Verlust deines wertvollen Contents machen muss. Eine E-Mail ist schnell verloren gegangen. Der Mitgliederbereich hingegen steht.

Ein Mitgliederbereich erleichtert die Organisation somit nicht nur dir, sondern auch deinen Kunden. Sobald sie sich einloggen, haben sie alles vor Augen. Das ist weitaus besser, als wenn man das E-Mail Postfach durchkämmen muss, um an eine Nachricht von vor 2 Monaten zu gelangen.

Im Optimalfall würdest du trotzdem eine E-Mail verschicken, um deine Kunden zu benachrichtigen, wenn es etwas Neues gibt.

Sinnvoll ist auch die Funktion der Zahlungsüberwachung. Bei einem guten Programm oder Plug-in kannst du auf einem Blick überprüfen, welche Produkte in deinem Mitgliederbereich gekauft wurden und ob Zahlungen eingegangen sind.

3. Mitgliederbereich für mehr Sicherheit

Der letzte Vorteil deiner Membershiparea darf nicht vergessen werden: Sicherheit. Da jeder deiner Kunden einen persönlichen Zugang bekommt, kannst du sichergehen, dass auch wirklich nur deine Kunden Zutritt zu deinem kostenpflichtigen Content haben. Zudem steht die Sicherheit auch auf Seiten der Kunden, denn sie können „sichergehen“, jederzeit all deine Inhalte abrufen zu können.

 

Mitgliederbereich kostenpflichtig oder kostenlos?

Wie du deinen Mitgliederbereich genau einrichtest, bleibt dir überlassen. Das habe ich schon eingangs erwähnt. Dennoch wollte ich hier noch ein paar Anmerkungen dalassen, wie es sich mit den bestimmten Serviceformen verhält.

Ein kostenpflichtiger Mitgliederbereich kann auf zwei Arten geführt werden:

1. Der Kunde zahlt einmal und hat uneingeschränkten Zugang oder
2. Der Kunde zahlt monatlich, halbjährlich usw. und hat immer nur Zugang, wenn er auch wirklich bezahlt.

Bei der zweiten Variante muss es für den Kunden einen einfachen und offensichtlichen Weg geben, das Abo zu kündigen. Es ist mit einem Zeitschrift-Abo zu vergleichen. Jegliche Modalitäten über Laufzeit, Kündigungsfristen und Leistung müssen vorab zu 100% klar sein. Das sorgt auf der einen Seite für Vertrauen und auf der anderen Seite für rechtliche Klarheit, wenn mal ein Kunde Ärger machen sollte.

Ist der Mitgliederbereich kostenfrei, so fällt all das Weg. Hier brauchst du nicht darauf zu achten, welcher Kunde zahlt und welcher Kunde Zugang bekommt.

Tipp: Du kannst auch nur einen Teil deines Mitligederbereichs kostenlos machen. Zum Beispielen könnten die ersten 3 Lektionen gratis sein. Möchte der User dann aber mehr sehen, bekommt er bei Klick auf die nächste Lektion den Hinweis, dass er dafür etwas bezahlen muss. So kannst du direkt aus dem Memberbereich heraus deinen „Premium-Kurs“ verkaufen.

 

So erstellst du einen Mitgliederbereich – 3 Lösungen

Soweit so gut. Mitgliederseiten sind ungemein wichtig und förderlich fürs Geschäft. Wenn es sich bei deinem Produkt irgendwie logisch anbieten sollte (und finanziell rentiert), erstelle eine! Es kann am Ende nur Vorteile haben. Alles was du brauchst, ist eine eigene Domain, auf der dein Produkt vorgestellt/verkauft wird… Und ein gutes System.

Letztendlich scheitern jedoch sehr viele Online Marketer an der Durchführung. Das Problem: Billige Plug-ins sind nur halb auf Deutsch übersetzt und dermaßen unübersichtlich, dass man den Spaß verliert. Auch ich habe mich mit sowas schon herumschlagen müssen.

Deswegen möchte ich dir im Schlussteil des Artikels die (für mich) besten Lösungen vorstellen.

Doch zuerst: Ein Membership-Plug-in bzw. Programm braucht zwingend folgende Funktionen:

  • Schnittstelle zu einem Zahlungsanbieter (Digistore24 oder PayPal sind sinnvoll)
  • Schnittstelle zu E-Mail-Marketing Anbieter (z.B. zu GetResponse*)
  • Überwachungsfunktionen von Zahlungen (zahlt der Kunde nicht, wird der Zugang automatisch gesperrt)
  • Einstufungsmöglichkeiten für Mitglieder (wenn mehrere Kunden verschiedene Produkte und Inhalte sehen können)
  • Zeitlich verzögerte Freischaltung von Inhalten

Lösung 1: MemberBizProfit von SwissMadeMarketing

Ich persönlich arbeite mittlerweile mit MemberBizProfit und setze damit beispielsweise die Mitgliederbereiche von www.email-marketing-lernen.de und www.business-tools.net um.

Ich bin ehrlich: Dieses Programm ist mein persönlicher Favorit! 

Es ist von allen getesteten Programmen am einfachsten, da es mit einer Art „Baukastenprinzip“ arbeitet und die Anbindung an Digistore24 und die Einrichtung von jeglichen E-Mail Marketing Anbietern mit wenigen Klicks einzustellen ist.

Das Baukastenprinzip bedeutet aber nicht, dass es unflexibel ist. Im Gegenteil: Kennst du dich aus, kannst du auch in CSS arbeiten. Du bist also fast nirgendwo eingeschränkt.

Für die, die es noch einfacher haben möchten: Vorlagen sind im Überfluss vorhanden und allesamt lassen sich individuell anpassen. Theoretisch ist alles schon vorgefertigt und alles was du tun musst, ist den Content anzupassen und die Mitgliederseite mit der Verkaufsplattform (Digistore24) verknüpfen. Die Oberfläche ist unglaublich benutzerfreundlich und übersichtlich.

Hier mal ein Einblick:

Auch interessant ist das Bootcamp, in welchem dir der Gründer Sam Hänni anhand seiner eigenen Projekte erklärt, wie du das Programm ideal nutzt.

Zu MemberBizProfit *

Alternative: Mitgliederseiten mit WordPress aufbauen (etwas komplexer)

Plug-ins in WordPress bieten sich ebenfalls gut an, da viele bereits mit WordPress arbeiten. Folgende Plug-ins würde ich dir ans Herz legen:

1. Digimember

Digimember wurde selbst von deutschen Online-Marketer erstellt und ist deswegen ideal für unsere Zwecke abgestimmt. Es ist komplett auf Deutsch und relativ leicht zu verstehen. Zudem gibt es keine Begrenzungen, was den Verkauf von Produkten innerhalb der Membershiparea angeht. Besser wird es sogar dadurch, dass das Plug-In mit allen wichtigen Zahlungsanbietern zusammenarbeitet (Paypal, Digistore24 usw.). Selbiges gilt auch für E-Mail-Marketing Anbieter wie KlickTipp* oder Getresponse*.

Deine Schaltflächen sind vollkommen frei gestaltbar und mit vielen Extras ausbaufähig. SocialProof ist nur ein möglicher Zusatz.
Ansonsten erfüllt das Plug-in alle wichtigen Kriterien.

Hinweis: Die Einrichtung des Plug-ins könnte durchaus Zeit in Anspruch nehmen und ist für „Anfänger“ etwas schwierig.
Wer aber schon einmal einen Blog aufgebaut hat und sich mit WordPress auskennt, wird gut zurechtkommen. Andernfalls ist externe Hilfe eine sinnvolle Möglichkeit. Wenn Digimember aber einmal steht, ist es easy, eine sichere Mitgliederseite aufzubauen.

Zu Digimember *

2. Wishlist Member

Wishlist Member ist aus meiner Sicht das beste englische Plug-in und bietet viele nützliche Funktionen. Mitgliedereinstufungen sind unbegrenzt vorzunehmen und es lassen sich sogar Test-Mitgliedschaften einrichten. Auch sehr positiv ist die Benutzerfreundlichkeit. Alle Funktionen, die zu unseren zwingenden Kriterien gehören, sind erfüllt.

Leider gehört für den deutschen Raum nur der Zahlungsanbieter Paypal zu den wirklich interessanten, mit denen Wishlist Member kooperiert. Das könnte eventuell ein Nachteil sein – muss aber nicht. Und natürlich musst du dich mit der englischen Sprache arrangieren.

Zu Wishlistmember

 

Fazit

Eine Mitgliederseite ist eine geniale Möglichkeit und deinen Umsatz zu steigern.

Mitgliederseiten:

  • Gelten durchaus als Kaufgrund
  • Binden deine Kunden
  • Generierenmehr Umsatz durch interne Upsells
  • Fördern eine Community
  • Nehmen dir viel Arbeit in der Organisation und Verwaltung ab
  • Überwachen deine Zahlungseingänge (zahlt jemand nicht, wird der Zugang gesperrt…)

Unter Vorbehalt dessen, dass sich die Investition in ein gutes Membership-Plug-in bzw. einem Programm auch finanziell lohnt, lege ich dir wirklich ans Herz, dich mit dem Thema zu beschäftigen.

Nutze für die Umsetzung eine meiner Empfehlungen. Mit ihnen bist du von Beginn an gut aufgestellt und sparst durchaus eine Menge Zeit.

2 Kommentare

  1. Phil   •  

    Hey top Beitrag, bei den Kosten aktuell lohnt es sich aber wohl aktuell eher eine „Fanbase“ zuhaben die man dann mit einem Kurs „beglückt“. Wenn man sich z.B memberbizprofit anschaut. Bin gerade dabei einen Blog aufzubauen wollte eigtl mit Thrive starten aber auch dort schon überlegt das ganze bei nem gratis Theme zulassen um später auf Thrive zu wechseln. Ob sich das lohnt weiß ich noch nicht ganz aber eine memberarea wäre der nächste große Schritt dann.

    Ich denke die Umstellung von einem Plugin/Software zur anderen wäre auch ein großes Problem oder? Gerade was die Zugänge angeht?

    Darf ich fragen wie die häkchen Sache in den Kommentaren gelöst wurde, ehrlich gesagt würde ich mir gerade das mit dem Newsletter gerne abgucken und das andere auch ;). Wenn das okay wäre.

    Beste Grüße Phil

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