eCommerce – ein sinnvoller Einstieg ins Online Marketing?

eCommerce ist einer der beliebtesten Begriffe, wenn es darum geht, im Internet ein profitables Business aufzubauen. Bestimmt hast du bereits davon gehört.

Kein Wunder! eCommerce-Shops sind die Umsatzmacher schlechthin! Keine andere Branche verdient online so viel Geld. Zudem hält sich das Gerücht, dass es ein sehr leichter Weg sein soll, ins Online Business einzusteigen. Schließlich brauchst du nur ein Produkt zu nehmen und es über eine Onlineplattform an einen Kunden zu verkaufen.

Und das soll einfach sein?

Nunja, ich gebe zu, dass ein paar Schritte mehr erforderlich sind… Im folgenden Artikel bekommst du einen kleinen Vorgeschmack, was die Branche bietet und wie du so sicher wie möglich einsteigen kannst.

 

Was ist der eCommerce? – Zahlen, Daten, Fakten

eCommerce ist die Abkürzung des Begriffs electronic commerce, was zu Deutsch nichts anderes als „Elektronischer Handel“ bedeutet. eCommerce umfasst also jeglichen Handel, der nicht in einem physischen Laden, sondern im World Wide Web stattfindet. Oder noch deutlicher: Alles, was wir am Computer kaufen und verkaufen können, ohne das Haus zu verlassen „ist Elektronischer Handel“.

Mit inbegriffen sind:

  • Verkauf von physischer Ware durch Versand
  • Verkauf von digitaler Ware
  • B2B und B2C
  • Online-Banking

Wann der aller erste eCommerce-Shop auf den Markt kam, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Es muss allerdings irgendwann um das Jahr 1995 herum passiert sein. Ganz nebenbei ist in diesem Jahr auch kein Geringerer als er umsatzstärkste Onlineshop der Welt online gegangen – Amazon.

Das war vor mehr als 20 Jahren und seitdem hat sich die Branche gewaltig verändert. Um genauer zu sein, hat sie sich gewaltig vergrößert. Während die Messung der Statistikplattform statista.de zeigt, dass der B2C eCommerce Umsatz im Jahre 1999 bei gerade einmal 1,1 Milliarden € lag, lag der Wert im Jahr 2015 bei satten 39,8 Milliarden €. Laut einer Studie von RetailMeNot und dem Centre for Retail Research wurde ermittelt, dass 2015 allein in Deutschland jeder 9. Euro online erworben wurde.

Quelle:Handelsverband Deutschland

Diese Zahlen sprechen eine ganz deutliche Sprache!

 

Darum ist eCommerce für ein Online Business interessant

Nun haben wir den anfänglichen Exkurs in die Welt der wichtigsten Zahlen hinter uns. Kommen wir zu der Frage, warum der eCommerce Markt wortwörtlich und jedes Jahr auf Neue explodiert und warum es als Online Marketer interessant sein kann, auf den Zug aufzuspringen.

Die Geheimnisse sind recht einfach, wenn man die Branche von oben herab betrachtet. Sowohl der Händler, als auch der Kunde profitiert in jeglicher Hinsicht, während sich die Preise aller Waren nicht maßgeblich verändern, nur weil sie im Online Handel angeboten werden (und nicht im physischen Shop).

Das bedeutet, dass das Umsatzpotenzial einer Ware gleich bleibt, während im Vergleich zum klassischen Handel weitere Einkaufs- (und Verkaufs-) Vorteile hinzukommen.

Zählen wir einmal die Vorteile für dich als Händler auf:

  • Du sparst dir die Kosten für eine Ladenimmobilie.
  • Du erreichst nicht nur Kunden aus einem begrenzten Einzugsgebiet, sondern kannst die ganze Welt mit deinen Produkten beliefern.
  • Du kannst dein Business ortsunabhängig aufziehen und kontrollieren.
  • Durch viele weitere Geschäftsmodelle sparst du dir sogar Lagerkosten und Mitarbeiter.

Doch was noch viel interessanter ist, sind die vielen Kaufvorteile auf Seiten der Kunden. Schließlich wollen wir als Marketer die Bedürfnisse eines Kunden befriedigen und das schaffen wir durch eCommerce wie in keinem zweiten Business.

Der Kunde genießt folgende Vorteile:

  • Entspanntes Einkaufen (ohne sich eine Hose anziehen zu müssen J )
  • Große Zeitersparnis
  • Schneller Kundenkontakt über elektronischen Weg
  • Große Auswahl

Durch eCommerce hast du als Online Marketer die Möglichkeit, ein lukratives Business aufzubauen, bei dem du die Wünsche der Kunden optimal erfüllst, während du völlig ortsunabhängig arbeiten kannst. Achja, umsatztechnisch ist nach oben hin alles offen!

Ein besseres Beispiel, wie das Internet unseren Lebensstandard verbessert hat, gibt es nicht!

 

Welche Produkte kann man über eCommerce verkaufen?

Die Frage lautet so, wie sie in der Zwischenüberschrift steht, eigentlich falsch. Im Grunde müsste sie so lauten:

„Welche Produkte kann man WIE über eCommerce AM BESTEN verkaufen?“

Für welche Produkte du dich entscheidest, ist völlig egal. Physische Produkte müssen natürlich über den Versandhandel bis vor die Haustür des Kunden geliefert werden. Digitale Produkte wie eBooks oder Online-Kurse sind per Download direkt zugänglich.

Man unterscheidet jedoch zwischen verschiedenen Verkaufsarten.

1. Ein komplett eigenes Produkt

Hier musst du dich alleine um alle Komponenten wie Produkten, Marketing, Logistik und Vertrieb kümmern.

2. Print on Demant

Hier handelt es sich um ein „halbeigenes“ Produkt, wie zum Beispiel bei einem T-Shirt Business. Über Plattformen wie Teezily kannst du eigene Designs entwerfen und sie auf T-Shirts drucken lassen. Den Versand und die Produktion übernimmt ebenfalls der Anbieter. Du musst dich lediglich um das Marketing und um das Design der T-Shirts kümmern.

3. Dropshipping

Hier verkaufst du über deine eigene Online-Plattform die Produkte eines anderen Herstellers. Dabei hast du mit Versand, Service, Lagerung, Produktion usw. nichts zu tun. Alles, was du tun musst, ist eine gute Plattform zu erstellen, die gefunden wird und auf der deine Kunden die Produkte kaufen.

 

Mit diesen Plattformen baust du einen gutes eCommerce-System auf

Programmierer-Know-How brauchst du für ein eCommerce nicht. Die Zeiten, in denen man einen Programmierer beauftragen oder das Handwerk eigenständig lernen muss, sind vorbei. Gut, wenn dein Shop irgendwann mal super groß ist, macht es schon Sinn, eine Programmierer an der Hand zu haben, der sich um mögliche Technik-Probleme kümmert. Denn du hast dann mit Sicherheit andere Dinge zu tun…

Dennoch: Heute gibt es jede Menge eCommerce-Systeme, mit denen du recht einfach einen Shop aufbauen kannst, der alle Voraussetzungen erfüllt.

(Ähnlich wie bei WordPress. Hier brauchst du auch kein Programmierer-Know-How, um eine anständige Website auf die Beine zu stellen.)

Kurzum: Du brauchst dir keine Sorgen um dein technisches Know-How zu machen.

Hier zeige ich dir kurz die besten eCommerce Plattformen für Einsteiger:

1. Shopify

Shopify ist ein kanadisches Unternehmen, welches dir den Einstieg ins eCommerce stark erleichtert. Mit Hilfe eines Einrichtungsassistenten kannst du alle technischen Schritte schnell und leicht vollziehen. Bei Sonderwünschen sind Programmierkenntnisse allerdings sinnvoll. Der Shop ist ziemlich günstig und für alle mobilen Endgeräte optimiert.

Du kannst Shopify für 14 Tage kostenlos testen.

2. WooCommerce (WordPress)

Bist du bereits mit WordPress vertraut? Dan ist WooCommerce die beste Lösung für dich, denn diese Plattform ist direkt kompatibel mit WordPress. Du kannst es ganz leicht als Plug-In herunterladen.

3. Amazon

Amazon kennt jeder. Und das macht es so interessant. Viele eCommerce-Händler verkaufen ihre Ware zusätzlich oder ausschließlich bei Amazon. Hier profitierst du von dem großen Kundenvertrauen. Alles, was mit Amazon zu tun hat, klingt seriös. Und das Beste ist: Deine Ware wird auf Amazon schnell gefunden, da ein Großteil aller Onlineshopper ohnehin direkt bei Amazon stöbert.

 

Die (grobe) Schritt-für-Schritt Anleitung

Wenn dir das Thema eCommerce noch nicht ganz klargeworden ist, wird dir die folgende Kurzliste dabei helfen, das Thema genauer zu verstehen. Ich rede hier von der praktischen Seite, sprich: Was musst du aktiv tun, um ein Onlineshop u eröffnen.

1. Nische finden

Ganz klar! Du brauchst einen Markt, in welchem du nicht allzu viel Konkurrenz vorfindest, aber auch eine entsprechende Zielgruppe vorfindest. Es gibt ganz bestimmte Möglichkeiten, die richtigen Produkte herauszufinden.

2. Shop online stellen

Wenn du eine Nische gefunden hast, musst du natürlich eine Plattform haben, auf der du dein Produkt zum Verkauf anbietest. Mögliche Plattformen sind Amazon, Shopify usw.

3. Marketing betreiben

Recht früh betreibst du das erste Marketing beispielsweise über Facebook Ads oder Google Adwords, um die ersten Bestellungen zu bekommen.

4. Auswerten

Hier wertest du aus, welche Zielgruppen am besten für deinen Umsatz ist. Hier schleifst bereits nach und nach an einem effizienten Marketing.

5. Skalieren

Hier geht es darum, den Absatz möglichst nach oben zu schrauben.

6. Automatisieren

Schließlich ist es der Sinn, dass alle Vorgänge ohne deinen Eingriff funktionieren. So kannst du dich darauf konzentrieren, welche neuen Produkte du verkaufst oder was auch immer dir gefällt.

 

3 Zusatztipps für erfolgreiches Verkaufen im eCommerce

Tipp #1: Finde eine wirklich gute Nische

Solltest du vorhaben, einen profitablen Onlineshop aus dem Nichts heraus zu eröffnen, so rate ich dir, dich sehr gut mit der Nischenfindung auseinanderzusetzen. Dein Produkt sollte in erster Linie gefragt sein und in zweiter Linie wenig Konkurrenz haben (Konkurrenz ist aber wichtig. Denn ein Produkt ohne Konkurrenz kann bedeuten, dass es nicht gut läuft…). Große Wirtschaftszweige werden daher weniger interessant für dich sein. Mehr dazu aber am Schluss des Artikels. Dort gibt es eine gute Empfehlung von mir.

Tipp #2: Lege deinen Fokus auf Kundenwünsche

Ein Produkt zu verkaufen, wofür du Feuer und Flamme bist, ist zwar schön. Doch bringt das auch wirklich Absatz? Verkaufe ein Produkt, welches ein ganz bestimmtes Problem einer ganz bestimmten Zielgruppe löst. Ob du das Produkt toll findest, ist sekundär. Erst ein Produkt herauszusuchen und dann versuchen, Kunden zu finden, ist ein risikoreicher Weg. Sinnvoller ist es, in jeder Aktion zuerst die Wünsche deiner Kunden herauszufinden und dann zu reagieren.

Tipp #3: Socialising is everything

Am besten verkauft sich Ware, die in der sozialen Welt (hier sind soziale Netzwerke gemeint) viral geht. Kunden, die dein Produkt teilen, empfehlen oder bewerten sind Goldwert. Du tust also gut daran, soziale Kanäle wie Facebook oder Instagram zu nutzen.

 

Unterstützung gefällig?

Ich weiß, dass all das ziemlich einfach klingt. Viele machen sich im Vorfeld auch viel zu viele Hoffnungen und denken, dass sie mit nur wenig Arbeit in kurzer Zeit Millionen verdienen.

Fakt ist, dass jeder einzelne Schritt viele weitere Unterschritte hat und einigen Aufwand in Anspruch nimmt.

Du kannst nicht einfach IRGENDEIN Produkt verkaufen.

Du kannst nicht einfach IRGENDEINE Zielgruppe ansprechen.

Werbeanzeigen können nicht einfach IRGENDWIE geschrieben werden.

Zusätzlich dazu möchtest du vermutlich ein gewisses Maß an Sicherheit haben und nicht in ein Produkt investieren, welches am Ende keiner kauft.

Ich kann dir bei Interesse den Kurs „eComFormel“* von dem erfolgreichen Online Marketer Reto Stuber empfehlen, wo dir jeder einzelne Schritt (Nische finden, Shop aufbauen, Produkte einpflegen, Marketing usw.) ganz genau erklärt wird.

Ganz besonderes Augenmerk: Wie schaffst du es, dass du zuerst das Geld deines Kunden auf deinem Konto siehst, bevor du in ein Produkt von einem Drittanbieter investierst, welches du dann an deinen Kunden versendest? So vermeidest du, auf deiner Ware sitzen zu bleiben.

Ich persönlich finde den Kurs super für den Einstieg, da hier alles von der Basis an erklärt wird. Einen Nachteil gibt es jedoch: Rechtliche Faktoren werden nicht ganz genau erklärt. Informiere dich deshalb im Vorfeld selbstständig darüber.

Zusätzlich zum eigentlichen Kurs erhältst du zwei weitere Module kostelos dazu. Eines beschäftigt sich mit dem Aufbau eines T-Shirt Business und das andere erklärt dir, wie du Produkte bei Amazon verkaufen kannst.

Alles in allem ein interessanter Kurs für alle, die das Thema eCommerce interessiert.

Weitere Infos und einen Einblick in den internen Bereich findest du hier (klick) ->*

 

Fazit

eCommerce klingt auf der Oberfläche simpel, bedarf jedoch eine ganz präzise Vorgehensweise. Nicht zu vergessen ist auch das Marketinggeschick. Fakt ist aber auch, dass die Branche unheimlich viele Vorteile bietet – Die oben genannten Zahlen untermauern das.

Mein Tipp zum Schluss lautet: Lass dich nicht von falschen Versprechungen blenden. Ein lukrativer Onlineshop erfordert Arbeit und sollte mit viel Sorgfalt aufgebaut werden. Es beginnt bei der richtigen Nische und hört bei der Automatisierung auf. Der Kurs von Reto Stuber*kann dir helfen, wenn du noch am Anfang stehst.

5 Kommentare

  1. Andi   •  

    Also es ist auf jedenfall ein extrem spannendes Geschäftsmodell.
    Aber es ist halt auch mit sehr viel Arbeit verbunden.

    Habe mich gerade mit Amazon FBA befasst und der Labelerstellung etc.
    Hat man die eine Hürde geschafft kommt die nächste. Klar ist es wenn es läuft ziemlich Smart, doch wie bei allen
    steckt sehr viel Arbeit und Zeit drinn.

  2. Chris Bongartz   •  

    hallo, ich habe mir vor einigen Tagen Dein Ebook runtergeladen und fand Deine Ausführungen sehr seriös. Nur habe ich kein inhaltliches Problem mit der Erstellung von Ebooks sondern mit der techn. Umsetzung des Aufbaus „onlinemarketing“ Seit Wochen bastel Ich an der Website,bin bei WordPress, habe mir eine domain und Subdomain angelegt.komme aber einfach nicht vom Fleck. Ich bin heute Rentnerin, aber immer noch Dipl.Kffr,. und war viele Jahre Geschäftsführerin bei einem sozialen Dienst.Da brauchte ich mich um techn. Ausführungen nicht zu kümmern.Mir fehlt heute jemand den ich ansprechen kann für einfache techn. Fragen.

    • Sandra   •  

      Hallo Chris, ich stolperte gerade über deinen Kommentar. Ich selbst wende mich bei technischen Problemen mit meiner WordPress-Seite, die ich selbst nicht lösen kann, immer an das Support Camp support-camp.io Bisher habe ich mit denen nur extrm gute Erfahrungen gemacht. Vielleicht hilft dir das auch weiter?
      Viele Grüße!
      *Sandra

  3. Klaas   •  

    Toller Beitrag! Leider unterschätzen viele den Aufwand, dass fängt allein schon bei der Seite an. Geduld ist glaube ich am wichtigsten. Viele denken das man im ersten Monat ein riesen Umsatz macht. Dabei lernt man in den ersten Monaten noch so viel dazu. Wenn man Durchhaltevermögen zeigt kommt mit dem Wissen auch der Spaß und der Umsatz. Meine Erfahrung ;)

  4. Sandra   •  

    Danke für den tollen, informativen Beitrag! Ich bin selbst gerade dabei, über WooCommerce einen Shop aufzubauen. Viel Arbeit, aber eine sehr spannende Sache.
    Herzliche Grüße aus Berlin
    *Sandra

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