Erfolg 2.0 – Was Du von Bill Gates, Warren Buffett und Mark Zuckerberg lernen kannst

Du kennst sie alle: Bill Gates, der mit seiner Firma Microsoft Corporation zum reichsten Mann der Welt wurde. Warren Buffett, das „Orakel von Omaha“, dessen Unternehmensaktie (Berkshire Hathaway) die weltweit teuerste Aktie ist. Mark Zuckerberg, dessen soziales Netzwerk Facebook von über 1,4 Milliarden Usern regelmäßig genutzt wird und kaum noch aus dem Alltag wegzudenken ist.

Diese drei Herren als erfolgreiche Unternehmer zu bezeichnen wäre stark untertrieben. Sie gehören zweifelsohne zu DEN Unternehmern überhaupt. Doch was unterscheidet diese Menschen von „normalen“ Unternehmern? Welche innere Einstellung treibt sie zu unternehmerischen Höchstleistungen an? Und: Was kann man von ihnen lernen? Diesen Fragen möchte ich im heutigen Blogartikel nachgehen.

 

Vision statt Pflichterfüllung

Damit Bill Gates, Warren Buffett und Mark Zuckerberg so dermaßen erfolgreich werden konnten müssen diese über einen ganz besonders starken inneren Antrieb verfügen. Es ist schwer vorstellbar, dass diese Unternehmer einfach nur irgendwann einmal eine Geschäftsidee hatten und diese dann umsetzten indem sie Augaben auf einer To-Do-Liste abhakten, oder? Richtig! Denn diese Männer hatten nicht nur Geschäftsideen sondern Visionen! Damit meine ich, dass sie nicht nur stets weiterdachten als andere, sondern auch immer ein großes, in der Zukunft liegendes, Ziel vor Augen hatten, dass den Horizont ihrer Mitmenschen überstieg.

Visionäre haben die Fähigkeit sich etwas vorzustellen was in dieser Form noch überhaupt nicht existiert und auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Sie verteidigen ihre Visionen gegenüber Menschen, die diese nicht verstehen und verfolgen sie bis zur Erfüllung. Man sagt nicht umsonst: „Es ist erst eine Vision wenn es die Vorstellungskraft der anderen übersteigt.“. Bei einer Vision steht nicht das Geld verdienen an erster Stelle, sondern ein höheres Ziel.

 

Die Welt „offener und vernetzter machen“

Mark Zuckerberg sagte sich beispielsweise nicht: „Ich gründe ein soziales Netzwerk, mit dem ich über Werbeeinblendungen X US-Dollar im Monat einnehmen werde“ oder „Ich bringe X Menschen dazu sich anzumelden und verkaufe dann an einen Investor“. Stattdessen hatte er die Vision, dass alle Menschen immer und überall miteinander vernetzt sein sollten. Er wünschte sich die Welt mittels Facebook „offener und vernetzter zu machen“.

Die Idee eines sozialen Onlinenetzwerks war nicht neu, die Vision Mark Zuckerbergs und die Zielstrebigkeit mit der er diese verfolgte jedoch schon. Als er Facebook gründete hätte wohl kaum ein Mensch außer ihm je daran geglaubt, dass sich die Plattform einmal als „zweites Internet“ etablieren wird, in dem sich die Menschen stundenlang aufhalten um mit ihren Freunden zu kommunizieren, Events zu planen, Nachrichten zu konsumieren, ihre Meinung zu verbreiten, ja sogar ihr ganzes Leben zu „teilen“.

Als Mark Zuckerberg Facebook gründete, steckten Smartphones noch in den Kinderschuhen. Wenn man nicht gerade zufällig vor dem heimischen Rechner saß kommunizierte man mit seinen Freunden mobil über SMS und Telefonanrufe.

Heute hat wohl kaum noch jemand nicht den Facebook Messenger installiert und ist über diesen stets erreichbar. Als Mark Zuckerberg merkte, dass der Kurznachrichtendienst Whatsapp in der mobilen Kommunikation immer wichtiger wurde kaufte Facebook diesen auf und führte seine Vision die Welt zu vernetzen fort. Doch damit und mit den zahlreichen Zusatzfunktionen, die Facebook im Laufe der Jahre erhielt, war noch nicht Schluß. Als Visionär denkt Mark Zuckerberg natürlich noch weiter und arbeitet daher mit anderen Technologieunternehmen daran Internet auch in den entlegensten Winkeln der Erde verfügbar zu machen (damit sich die Menschen auch dort über seine Plattformen vernetzen können).

 

„Ein Computer in jedem Haus“

Als Bill Gates anfing Software zu entwickeln hatte er die Vision, dass einmal „auf jedem Schreibtisch und in jedem Haus“ ein Computer stehen sollte. Zu diesem Zeitpunkt war dies noch völlig undenkbar für seine Mitmenschen. Mit der einfach zu bedienenden grafischen Benutzeroberfläche von Windows schaffte er es jedoch den Grundstein hierfür zu legen. Dank Windows konnte „jeder“ mit einem Computer umgehen und so konnte der große Siegeszug dieser Technik einsetzen.

 

Langfristig denken

Warren Buffett wurde zum erfolgreichsten Investor der Welt weil er im Gegensatz zu den meisten anderen sehr langfristig denkt. Er überlegt sich nicht nur wie sich Aktien in drei Monaten oder sogar zehn Jahren entwickeln könnten, sondern denkt jahrzehntelang in die Zukunft. Hierbei agiert er als „skeptical investor“, wie er selbst sagt, versucht also stets die Zukunft als nicht allzu rosig einzuschätzen. Er betrachtet nicht nur einzelne Firmen oder Industrien, sondern die gesamte wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung und trifft darauf basierend Entscheidungen. Sein Erfolg gibt ihm recht. Nur weil Warren Buffett Visionär ist, gelingt es ihm zukunftige Entwicklungen vorauszusehen und entsprechend zu investieren.

Ohne Visionäre würde die Welt, so wie wir sie heute kennen, schlicht und einfach nicht existieren. Da Visionäre weiter denken als ihre Mitmenschen müssen sie damit leben von diesen belächelt oder sogar verspottet und beschimpft zu werden. „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, sagte einst Helmut Schmidt. Damit hatten auch Mark Zuckerberg, Bill Gates und Warren Buffett zu kämpfen. Doch sie sind unbeirrt ihren Visionen gefolgt und zählen heute zu den reichsten Menschen der Welt. Sie zeigen dir:

Wenn du eine Vision hast, an die du fest glaubst, musst du sie verfolgen – egal was andere sagen.

Welcher Unternehmer oder welche Unternehmerin hat dich besonders beeindruckt oder beeinflusst? Wen hälst du aktuell für sehr visionär?

14 Kommentare

  1. Thomas Lellesch   •  

    Hallo Jessica, sehr interessanter Artikel. Und besonders interessant finde ich diesen Satz „Bei einer Vision steht nicht das Geld verdienen an erster Stelle, sondern ein höheres Ziel.“

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Thomas, ja, Geld ist zwar wichtig, aber ich glaube, es muss einfach mehr dahinter stecken, um wirklich erfolgreich werden zu können. VG Jess

  2. Stefan Schulze   •  

    Hallo Jessica,

    in diesem Zusammenhang kann ich die Biografie von Warren Buffett „Das Leben ist wie ein Schneeball“ sehr empfehlen. Ich habe mir das fast 46 Stunden dauernde Hörbuch bei meinen Spaziergängen mit dem Hund angehört und habe sehr viel interessante Erkenntnisse gewonnen. Es geht dabei um geschäftliches Geschick, Menschenkenntnis, Geschichte und vieles mehr. Warren Buffett hat vor allem immer das getan, was er am meisten liebt: Unternehmen und Ihre Bilanzen auseinander zu nehmen.

    Schöne Grüße aus Beyenburg
    Stefan

    • Michel   •  

      Bisher hatte ich Warren Buffett noch gar nicht auf dem Schirm. Ich kannt ihn zwar, aber hab mich nie mit beschäftigt. Werde mir das Hörbuch mal bestellen. Danke für den Tip.

  3. Eugen Gottfriedt   •  

    Hallo Jessica,

    das ist ein sehr interessanter Artikel. Da habe ich mir schon des öfteren Gedanken zu gemacht. Darf man dich mal fragen ob du auch eine Vision verfolgst und wenn ja welche?

    Grüße
    Eugen

  4. Michael   •  

    Hi Jessica,

    ich bin mir nicht sicher, ob eine Vision alleine reicht. Vermutlich ist es ein ganzes Bündel von Dingen (auch der Mammon), das einen Menschen antreibt. Facebook und Co. verkaufen meines Erachtens „die Vision“ als Antrieb und Erfolgsmodell, weil es sich sehr gut und einfach anhört. Bspw. habe ich vor kurzem „Silicon Valley“ von Keese gelesen. Darin wird versucht aufzuzeigen warum Firmen wie Facebook erfolgreich sind.

    LG
    Michael

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Michael, klar, es gehört einiges dazu, um erfolgreich zu werden. Aber die Vision ist eine der wichtigsten und stärksten Punkte m.E.n. VG Jess

  5. Michel   •  

    Super Beitrag!

    Mark Zuckerberg und Steve Jobs haben mich schon immer sehr interessiert. Ich habe mich in den letzten Jahren sehr intensiv mit ihnen beschäftigt.

    Was mich an Mark Zuckerberg so begeisterst ist sein Fokus. Ein messerscharfer Fokus auf die Dinge. Und natürlich die große Vision.

    Bei Steve Jobs ist es der Minimalismus. Nicht nur im Design, sondern auch in seiner Denkweise. Sehr pragmatisch und fokussiert. Steve Jobs hat sich auch viel mit Meditation beschäftigt und in einigen Vorträgen oft darüber geredet. Fand ich besonders interessant, da ich u.a. auch selbst beruflich mit Meditation zu tun habe.

    Mit Warren Buffet habe ich mich noch nicht so beschäftigt. Aber nach diesem Artikel werde ich wohl auch mal ein bisschen mehr über ihn lesen.

    Danke für den Beitrag. Bei vielen Beiträgen, die ich per Newsletter erhalte, lese ich einfach nur und fertig. Hier habe ich einen neuen Impuls enthalten, dem ich gerne nachgehen werde. ;-)

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Michel, freut mich, dass ich dir mit diesem Beitrag einen neuen Impuls geben könnte :) VG Jess

  6. andi   •  

    Hi, man sollte immer sein Traum vor Augen haben.
    Eine Vision.
    Wichtig ist das man viel ließt und sich inspirieren lässt.
    Es gibt so viele Möglichkeiten. Die Welt da draußen hat uns aber
    die Kreativität genommen und behütet und wie kleine Kinder…
    Alle sollten einfach aufwachen….und aus seiner Komfort Zone kommen.

    • Michel   •  

      Aufwachen und raus aus der Komfortzone. Ja, genau. Was würdest du Leuten empfehlen, wie das am besten klappt?

      Gruß, Michel

  7. Karlchen   •  

    Mark Zuckerberg sollte einen Auftrag für andere erledigen. Deren Ideen hat er dann gestohlen und Facebook daraus entwickelt. Später wurde er dafür verklagt und mußte dafür zahlen. Auf solchen Erfolg kann ich gerne verzichten.

    • Michel   •  

      Wer weiss, ob Facebook so groß wäre, wenn Mark Zuckerberg es nicht aufgebaut hätte. Das wage ich zu bezweifeln. ;-)

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