Erfolgsbremse Angst – wie du sie löst und deine Ziele erreichst

Ist es nicht wirklich schräg, dass wir uns am meisten vor dem fürchten, was wir besonders begehren? Die „Erfolsbremse Angst“ schlägt genau da zu, wo du eigentlich hin willst. Und genau um da hin zu kommen, musst du erst durch den großen, dunklen Wald, deine Komfort-Zone verlassen.

 

Der Erfolg liegt immer hinter der Angst

Irgendwo habe ich das neulich schon auf englisch gelesen und ja, ich erkenne es auch in meinem Leben immer wieder. Ich mache echt gerne Marketing, ich liebe die Kreativität, die Herausforderung, immer neue Kampagnen zu entwickeln, immer besser auf die gewünschte Zielgruppe einzugehen und darüber zu schreiben, was ihnen unter den Nägeln brennt!

Aber auch ich habe so meine Punkte, wo ein Herangehen erst eine Überschreitung benötigt, vor der ich Muffensausen habe.

 

Grunddenken negativ?

Was ist es also, was uns – oder zumindest die Meisten von uns – dazu bringt, beim Übertreten der Komfortzone unangenehme Gefühle zu bekommen? Die Frage habe ich mir gestellt und meine Antwort darauf mag euch vielleicht überraschen:
„Wir haben es als Kinder so gelernt“! Mami hat’s nur gut gemeint…

Tatsächlich, zu Zeiten, wo wir Laufen gelernt haben oder auch noch als „Allradler“ auf allen Vieren unterwegs waren, als die ganze Welt für uns neu und unentdeckt war, da kannten wir weder diese unangenehmen Gefühle noch allzu viel Furcht.

Doch erinnert euch: Wie häufig kam von den Eltern und Erziehern ein „Pass auf, sei vorsichtig, Achtung“?
Und wie häufig sind wir dann tatsächlich auf die Nase gefallen, haben uns weh getan?
Tja, und so mag es hier schon begründet sein, dass wir uns generell vor dem Unbekannten fürchten.
Immer? Nein, nicht immer. Denk an den letzten Urlaub in einem anderen Land. Hast du dich vor dem Urlaub gefürchtet oder dich darauf gefreut? Ich denke mal, eher Letzteres.

 

Wie beurteilen wir etwas wirklich?

Okay, wenn es also nun nicht per se alles Neue und Unbekannte betrifft, wie können wir uns selbst helfen, den Bereich außerhalb unserer Komfortzone als angenehmer zu empfinden? Wie schalten wir die Erfolgsbremse Angst aus?

Ich persönlich bevorzuge in diesem Fall eine Gewöhnungstherapie: Ich schreibe mir eine Liste mit Situationen und Aktivitäten, die nicht gerade auf meiner „Yeah-Skala“ weit oben stehen. Und dann gehe ich mit kleinen Schritten immer mehr in diese Richtung.

 

Konfrontation mit dir selbst

Viele Menschen fühlen sich zum Beispiel generell in Konfrontationen unbequem. Je nach Gegenüber macht so etwas sogar Angst. Handelt es sich zum Beispiel um eine wichtige Behörde oder den Chef.
Doch gucken wir mal hinter die Gründe: Hier findet sich auch die Frage nach der eigenen Selbstliebe. Denn für sich selbst und das, was einem wichtig ist einzutreten, ist ein ganz wichtiges Zeichen für eine gesunde Selbstliebe.

Und genau das findet sich überall in den Bereichen außerhalb der Komfortzone wieder. Diese aber zu vergrößern und zu erweitern ist letztendlich in allen möglichen Lebensbereichen unser Streben als Mensch.

Das ist wie Training. Wir werden dabei mindestens genauso häufig erfahren, dass wir überhaupt gar keinen Grund dafür gehabt hätten, einer Situation mit Furcht entgegen zu sehen.

Beste Übung gegen die Erfolgsbremse Angst: Atmen

Hört sich simpel an, beruht aber auf den Erkenntnissen der Stressforschung: Wenn wir uns unbehaglich fühlen, weil wir uns vor einer Situation fürchten, schaltet sich sofort unser limbisches System ein und der Neandertaler in uns „erkennt“ eine reale Bedrohung. Im Körper wird alles auf Kampf oder Flucht eingestellt, Adrenalin ausgeschüttet, Blut aus dem Kopf abgepumpt Richtung Gliedmaßen, um schnell reagieren zu können und eben auch die Atmung wird flacher.
Kennt jeder von uns in Stress-Situationen.

 

Tausche Flach- gegen Tiefenatmung

Das mag auch ein Grund dafür sein, warum so viele, mich eingeschlossen, so gerne meditieren: In unserem stressigen Leben atmen wir meist auch dauerhaft viel zu flach. Wir können uns aber bewusst dazu bringen, in die Tiefenatmung zu gehen. Das bedeutet, lang und intensiv in den Unterbauch zu atmen (die Asiaten nennen die Region zwei Finger breit unter dem Bauchnabel Tan Chen). Also atmen wir ganz lang ein, halten einen Moment inne und atmen ebenso lang durch den leicht geöffneten Mund wieder aus.
Visualisiere den Erfolg

Ein echtes Dreamteam ist die Tiefenatmung in Kombination mit einem passenden Tagtraum. Visualisiere dein erklärtes Ziel so, wie du es dir am Meisten wünscht. Wie sieht es aus, wie fühlt es sich an, wie bunt ist es, wie riecht es, wer ist möglicherweise mit dabei?

Je konkreter du dein Ziel ausmalst, umso mehr positive Hormone werden ausgeschüttet. Dein Gehirn versteht nicht, dass das gerade gar nicht real passiert. Es nimmt diese Vorstellung erstmal einfach so an.

 

Die Macht des Beschlusses

Ein noch gewaltigerer Turbo ist auch die Verwendung des Beschlusses. Nicht Entschluss sondern wirklich Beschluss. Erkenne den Unterschied: Du kannst dich entschließen, mehr Sport zu treiben oder einen neuen Artikel zu schreiben. Aber dieser Entschluss selbst ist noch nicht aktiv. Es ist eher ein Vorhaben. Erst der Beschluss bringt die Dinge in die Aktion. Hast du beschlossen, einen Artikel zu schreiben, liegt zwischen Beschluss und Umsetzung meist nicht mehr viel Zeit.

Und dein Gehirn geht davon aus, dass, sobald ein Beschluss erfolgt ist, das nicht mehr auf sämtliche Für und Wider überprüft werden muss. Da fallen auch einige der Punkte hinein, die dein Gehirn ausspuckt, wenn du visualisierst. Es kommen Fragen dort auf, wie der Weg realisiert werden kann und auch der innere Kritiker meldet sich lautstark zu Wort.

Der darf aber gerade jetzt erstmal wieder chillen gehen, denn hier geht’s nur um Bilder malen. Anders ist es beim Beschluss. Der entsteht meist erst nach all dem Abwägen und wird daher vom Gehirn klaglos so hingenommen.

Wichtig ist allerdings, voll und ganz hinter diesem Beschluss zu stehen. Wenn wir etwas beschließen, dann fühlt sich das endgültig an, nicht nach „naja, mal sehen“. Und genau diese Gefühlswelt müssen wir auch einem solchen Beschluss zugrunde legen, damit es klappt.

Beschließe doch einfach mal, die nächsten 5 Minuten einfach nur glücklich zu sein!

Es klappt, es fühlt sich toll an und es tauchen auch keine Fragen oder ja aber’s aus dem Gehirn auf. :-)

Um also der Erfolgsbremse Angst so richtig ins Handwerk zu pfuschen, brauchst du tatsächlich nur dich selbst, ein wenig Gehirnkino und deinen Beschluss. Übe das einfach mal bei ein paar leichteren Fällen und du wirst sehen, wie wundervoll das funktioniert.

6 Kommentare

  1. Michel Plaga   •  

    Erfolgsbremse Angst! Super Beitrag.

    Ja, das Thema Atmen ist sehr spannend. Um das nötige Feingefühl für tiefes Atmen zu bekommen kann man sich auch mal die Uhr daneben legen. 1 x Tiiiiiefes ein- und ausatmen dauert dann schon mal um die 20 Sekunden, pro Minute also 3 tiefe Atemzyklen. Kann man natürlich nicht den ganzen Tag über praktizieren. Doch wenn man über den Tag verteilt immer wieder mal für 1, 2 oder 5 Minuten die Augen schliesst und tiiiiiefe Atemzüge nimmt, so kann das über einen Zeitraum weniger Wochen einige Veränderung im Körpergefühl bescheren.

  2. Sabine   •  

    Liebe Jesica,

    Danke für den sehr inspirierenden Artikel. Wenn ich etwas wirklich will, dann schaffe ich es auch, durch die Angst hindurchzugehen. Tiefes Atmen hat mir dabei oft geholfen. Dazu führe ich mir vor Augen, was ich alles schon gemeistert habe. Meistens wachse ich dabei :-).
    Alles Liebe,
    Sabine

  3. Wolfgang Pusse   •  

    SUPER BEITRAG!

    In vielen Chinesischen Kampfkünsten wird diese „Vollatmung“ dazu verwendet um die richtige Energie aufzubauen damit man den Gegner mit dieser Energie entweder von sich abprallen oder ins leere laufen zu lassen kann. Beim Üben wird die Atmung allerdings mit ganz langsamer Bewegung verknüpft. Ich selbst lehre „EWTO WingTsun“. Auch hier wird über Atmung und Visualisierung die Muskulatur gesteuert.
    Nur in diesem Fall ist das erklärte Ziel die Selbstverteidigung.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

  4. Evelyn   •  

    Hallo Jessica, toller Artikel, sehr verständlich und bildhaft geschrieben. Danke :-) LG

  5. Ahmet   •  

    Liebe Jessica,

    echt Stark was du machst das sind İnformationen die die mei*ten Menschen brauchen, ich selber mache es auch also Atem Übungen und dadurch gelangt man sehr tief ins Unterbewusstsein und dadurch Sein wahres ich bzw. Potenziale zu entdecken … Viel Erfolg weiterhin und vergesst nicht wir sind im Photonenring wir haben eine verstaerkte Energie auf Erden … also atmen atmen atmen …

    Ahmet Sezer

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