Geld verdienen mit einer Website – Warum Google Adsense nicht für jeden geeignet ist!

Eine Website zu betreiben bedeutet viel Arbeit und ist mit Kosten verbunden. Nachdem man sich für eine Domain entschieden und ein Konzept entwickelt hat, ist es an der Zeit sich an das Design zu machen. Die meisten greifen zu einem Content Management System (CMS) und sparen sich so viele Sorgen und Kosten. Die meisten von ihnen, beispielsweise WordPress, haben direkt einige vorgefertigte Themes zur Auswahl, sodass man auch ohne Fachwissen und großes Budget ein einigermaßen professionelles Design haben kann. Meist sind diese aber noch lange nicht perfekt und müssen auf die jeweilige Website zugeschnitten werden. Dies kann entweder ein Fachmann machen, oder man liest sich in die Materie ein.

Wenn das Gerüst und die Optik stimmt, kannst du mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Eine sehr anspruchsvolle Aufgabe ist die Wünsche und Probleme der potentiellen Kunden richtig einzuschätzen und Inhalte zu verfassen, die gerne gelesen werden und den Leser voran bringen. Hierzu muss ein Kundenavatar entworfen und mögliche Themen recherchiert werden. Danach begibt man sich auf die Suche nach Lösungen, taucht in die Thematik ein und verfasst einen gut recherchierten und didaktisch hilfreichen Artikel. Diese sollte möglichst mit Schaubildern und ggf. Videos bereichert werden.

Nachdem mit den ersten Beiträgen ein solides Fundament gelegt ist, muss man sich auf die Suche nach Besuchern machen, damit auch jemand von der investierten Arbeit profitieren kann. Zu diesem Zweck gibt es zahlreiche Möglichkeiten und manche Websitebetreiber und Unternehmen treten eine ganze Marketingmaschinerie los.

Ohne näher darauf eingehen zu wollen ist hoffentlich klar, dass man nicht mal eben so eine Website erstellt und etliche Besucher kommen. Der Kauf einer Domain, das Hosting, das Theme und verschiedene Plugins kosten Geld und Anpassungen und Content Erstellung viel Zeit. Jeder Internet Marketer tut dies mit der Absicht im Endeffekt für seine Mühen finanziell entschädigt zu werden, doch die Monetarisierung einer Website ist auch kein Kinderspiel. Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten und Anfänger haben oft große Probleme damit das Maximum aus einem Webauftritt herauszuholen, ohne die Leser zu verschrecken. Wr haben bereits über das Affiliate Marketing als Publisher und Advertiser und heute möchte ich dir einen weiteren Monetarisierungsweg aufzeigen: Google AdSense.

 

Was ist Google AdSense und wie funktioniert es?

Google ist mit Sicherheit jedem ein Begriff. Das Unternehmen gehört zu den Giganten im Internet und ist längst zum Global Player geworden. Im Januar 1998 ging die Suchmaschine Google an den Start und half seinen Nutzern dabei nützliche Inhalte im Internet zu finden. Heute ist Google so riesig, dass das Unternehmen über 50.000 Mitarbeiter beschäftigt, Forschungen auf sehr unterschiedlichen Gebieten finanzieren kann (Google Glass, Google Auto…) und einen Marktwert von etwa 300 Mrd. Euro hat.

Alle für den Endverbraucher angebotenen Dienstleistungen wie die Suchmaschine, Google Maps, Google Drive etc sind vollkommen kostenfrei. Wie konnte der Konzern aber dennoch solch riesige Umsätze erzielen und zu der heutigen Größe heranwachsen?

googleGoogle.com ist die Website die weltweit am meisten Besucher zählt und hier gehen täglich geschätzte 3,5 Mrd. Suchanfragen ein. Um aus diesen Nutzern Profit zu schlagen, verkauft Google seit dem 23. Oktober 2000 offiziell Werbung oberhalb der organischen Suchergebnisse. Diese kann von Marketern und Unternehmern gekauft werden und auf diesem Wege werden die Goldkammern des Konzerns gespeist. Das Werbesystem heißt Google AdWords und ist seit Anbeginn ein durchschlagender Erfolg.

Um die Reichweite der Werbungen weiter zu erhöhen, entschied sich Google dazu diese nicht nur über den organischen Suchergebnissen anzuzeigen, sondern auch ein Contentnetzwerk aufzubauen, in dem sich Webmaster aus der ganzen Welt bewerben können und anschließend interessierten Werbenden einen Werbeplatz auf ihrer Website anbieten können.

Besonders interessant ist, dass das Ganze vollkommen automatisiert abläuft und keinerlei Kommunikation zwischen Publisher und Advertiser stattfinden muss.

Wenn du auf deinem Blog einen AdSense Werbeblock einbindest, wird dieser automatisch nach Keywords gescannt. Bucht ein Advertiser Werbung im Contentnetzwerk für dieses Keyword, wird diese automatisch auf deinem Blog angezeigt.
Erfolgt ein Klick auf die Text-, oder Bannerwerbung, resultiert dies darin, dass dieser dem Advertiser in Rechnung gestellt wird. Nach Abzug von etwa 34% Gewinnanteil für Google, landet das Geld auf dem Konto des Publishers, also au deinem.

 

So erstellst du deinen ersten Google AdSense Anzeigenblock

Damit du auf deiner Website Google AdSense Werbung anzeigen kannst, musst du dich zunächst mit deinem Webauftritt bewerben. Dies geschieht, damit die strengen Qualitätsrichtlinien von Google gewahrt werden. Um eine Chance zu haben benötigst du zunächst ein Google Konto, musst mindestens 18 Jahre alt sein und brauchst eine ordentliche Website mit gehaltvollen und einzigartigen Inhalten, die auch regelmäßig von Lesern gelesen werden. Falls du diese Kriterien erfüllst, kannst du dich hier bewerben.

Nachdem dies geschehen ist, kannst du dich in dein Konto einloggen und klickst auf “Meine Anzeigen”. Hier findest du später alle von dir erstellten Anzeigen, doch aktuell findest du eine gähnend leere Seite vor. Dies kannst du ändern, indem du auf “Neuer Anzeigenblock” klickst.

google adsense

Hier kannst du alle nötigen Einstellungen vornehmen. Zuerst wirst du nach einem Namen für deinen Anzeigenblock gefragt. Dieser ist nur für dich sichtbar und hilft dir dabei beim Erstellen mehrerer Anzeigenblöcke die Übersicht zu bewahren. Falls du mehrere Websites betreibst, ist es sinnvoll die Namen der Website hier einzutragen. Gerne füge ich auch das Format der Anzeige hinzu. In einem Fall könnte er also JE (für Jessica-Ebert.de) 468×60 heißen.

Aussagekräftige Namen werden dir später dabei helfen verschiedene Anzeigenblöcke gegeneinander zu testen um beispielsweise herauszufinden, welches Format am besten für dich funktioniert.

Das Anzeigenformat ist das nächste Feld dem du dich widmen solltest. Je nachdem wie deine Website aufgebaut ist, bietet sie an verschiedenen Stellen unterschiedlich viel Platz. Generell gilt, dass du eine der beliebten Anzeigenformate wählen solltest, da diese gut funktionieren und es mehr potentielle Advertiser dafür gibt. Schaue wo du die Werbung einbinden möchtest und wie viel Platz an dieser Stelle ist.

Eine weitere Auswahlmöglichkeit betrifft den Inhalt der Anzeigeblöcke. Zur Auswahl stehen Textwerbungen, Bilder und Rich Media Inhalte, welche meist aus interaktiven Elementen bestehen. Zu Beginn solltest du alle Möglichkeiten zulassen und im Anschluss überprüfen, was dir die höchsten Einnahmen beschert.

Unter “Ersatzanzeigen” kannst du wählen was geschehen soll, wenn AdSense keine passende Werbung für deine Website findet. Das geschieht nur sehr selten und falls dein Webauftritt sich nicht um eine sehr kleine Nische dreht, solltest du keine Probleme haben.

Durch das Errichten von Channels kannst du deine Anzeigenblöcke gruppieren. Zum Beispiel kannst du alle Elemente die für die Sidebar gedacht sind in einem Channel zusammenfassen und dir später statistische Daten zu diesem Channel anzeigen lassen. Das wird besonders dann interessant, wenn du mehrere Websites via Google AdSense monetarisierst und viel Splittesting betreibst.

Als nächstes sollte man sich dem Design des Anzeigenblocks widmen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um die verwendeten Farben bei Textanzeigen. Im Grunde solltest du eine Farbauswahl treffen, die die Anzeigen deutlich vom restlichen Inhalt der Website hervorhebt. Das lenkt nicht nur die Aufmerksamkeit des Lesers auf sie, sondern entspricht Googles Wunsch und vermeidet, dass Nutzer unabsichtlich auf die Werbung klicken.

Im Anschluss klickst du auf “Speichern und Code abrufen” und erhältst so den Code zum Einfügen deiner ersten Google AdSense Anzeige.

 

Wie viel Geld kann ich mit Google AdSense verdienen?

Nachdem wir uns jetzt erneut einen Haufen Arbeit gemacht haben, ist es interessant zu hören wie viel Geld Adsense denn nun wirklich abwirft.

Das hängt vor allem von folgenden zwei Faktoren ab:

  1. Wie viel die Advertiser auf deine Keywords bieten
  2. Wie hoch deine CTR ist

Je mehr die Advertiser für die von dir auf der Website verwendeten Keywords bieten, desto mehr zahlen sie und umso mehr bleibt im Endeffekt bei dir pro Klick hängen. Während in manchen Nischen exorbitante Summen pro Klick gezahlt werden, sind andere nicht sonderlich lukrativ und bringen nur ein paar Cent pro Klick. Je mehr Geld ein Advertiser an einem Kunden verdienen kann, desto eher ist er gewillt viel Geld für einen Besucher auszugeben.

adsense klicksHinzu kommt, dass es sehr entscheidend ist, wie oft auf deine Werbeblöcke geklickt wird. Während du in der Regel keinen Einfluss auf den gezahlten Klickpreis hast, kannst du durch geschickte Positionierung und farbliche Gestaltung dafür sorgen, dass deine CTR ansteigt und du somit mehr verdienst.

Damit du eine ungefähre Einschätzung hast wie viel du mit Google AdSense verdienen kannst, kannst du mit einer CTR von 2% und eine CPC (Klickpreis) von 0,50€ rechnen. Aus dieser sehr standardisierten Rechnung ergibt sich, dass du pro Besucher etwa einen Cent verdienst. Dieser Wert kann je nach Nische jedoch stark nach oben und unten abweichen.

 

Welche Websites können lukrativ mit Google AdSense monetarisiert werden?

Prinzipiell ist es so, dass man mit AdSense nicht sonderlich viel verdient. Die Bezahlung pro Besucher ist meistens schlecht. AdSense bietet sich jedoch immer dann an, wenn es schwierig ist die Website auf eine andere Weise zu monetarisieren. Dies ist beispielsweise der Fall bei Blogs die Leser anziehen, die nicht sonderlich kaufaffin sind und lediglich kostenfreie Informationen suchen.

 

Diese Vor- und Nachteile bietet Google AdSense

Die Vorteile von Google AdSense sind, dass man wirklich sehr wenig Arbeit mit dieser Form der Monetarisierung hat. Man erstellt einen Anzeigenblock, bindet diesen auf der Website ein und schon geht es los. Mit etwas Splittesting hat man schnell ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht und muss sich keine weiteren Gedanken darum machen. Google sorgt dafür, dass die besten Anzeigen geschaltet werden und übernimmt die Akquise von Advertisern. Mit AdSense erhält man ein fertiges Werbesystem, hat keine Entwicklungskosten und spart viel Zeit. Gerade wenn man sehr viele Webprojekte hat und nicht genügend Zeit findet um diese zu monetarisieren, ist AdSense gut geeignet.

Die Nachteile sind jedoch auch nicht zu verachten. Meistens verdient man mit AdSense nicht sonderlich viel. In den aller meisten Fällen ist die Monetarisierung nicht optimal und lässt sehr zu wünschen übrig. Wenn man eine CTR von 2% annimmt bedeutet dies, dass 98% aller Besucher keinerlei Einkünfte für den Betreiber generieren. Die 2% erwirtschaften aber auch nur einen kleinen Umsatz, der häufig nicht der Rede wert ist.

Darüber hinaus geht etwa 1/3 der Werbekosten nicht an dich, sondern an Google.
Zusätzlich liest man regelmäßig, dass AdSense Konten ohne Vorwarnung gesperrt werden und man seine Einnahmen verliert. Zwar kann man sich darüber beschweren, erhält aber in der Regel keine Antwort, das Geld bleibt verloren und man steht ohne Monetarisierung da.

 

Mein Fazit zu Google AdSense

Besonders Anfänger finden mit Google AdSense eine schnelle und einfache Möglichkeit erste Umsätze mit ihren Besuchern zu erzielen. Meiner Meinung nach sollte man sich aber bei steigenden Besucherzahlen nach einer Alternative umsehen, die lukrativer erscheint.

Wie ist deine Meinung zu dem Thema? Nutzt du Adsense? Und wenn, ja, wie lukrativ ist das für dich?

12 Kommentare

  1. Danny   •  

    Ich kenne Leute die mit Google Adsense bis zu 20 Euro täglich verdienen. Das ist ohne weiteres möglich wenn die Webseite ausreichend Traffic hat und die Inhalte stimmen. Aber leider ist es wahr dass Google mit Kontensperrungen nicht gerade zimperlich umgeht.

    EInspruch zu erheben kann man sich in der Regel gleich schenken.Alternativen gibt es kaum. Adiro wirft nichts ab, Plista ist zu klein und Contaxe hat mit seinem Kleinkrieg gegen Google unternehmerischen Selbstmord begangen. Es gibt lukrativere Möglichkeiten im Internet Geld zu verdienen. Adsense wäre eine coole Sache wenn Google nicht so launisch wäre und seine Marktdominanz nicht ständig auf infame Weise ausspielen würde

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Danny, ja das mit der Kontosperrung und der Marktdominanz ist immer so eine Sache..allerdings können wir da leider nicht viel machen, außer boykottieren…aber dann brechen diverse Einnahmen weg. Naja, mal sehen, was die Zukunft bringt :) VG Jess

  2. Chris   •  

    Hallo Jessica, es ist wie so oft mit Verdienstmöglichkeiten. Manch einer verdient viel, anderer weniger. Man muss nur wissen wie. Ich habe die Technik perfektioniert und verdiene so mit AdSense pro 1000 Besucher ca. 25 – 30 Euro (RPM). In meinen besten Zeiten habe ich so ca. 90 Euro pro Tag mit AdSense verdient. Und das ohne viel Aufwand. Die meisten setzen AdSense nur komplett falsch ein. Das ist genauso als wenn du als Affiliate einen Banner auf deine Seite setzt. Da wird auch nicht viel bei rumkommen.

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Chris, möglich ist ja bekanntlich fast alles :) Mit einer guten Strategie, der richtigen Zielgruppe und dem richtigen Wissen, ist sicher einiges drin. Für Anfänger wird es ein Taschengeld sein, was aber ein Anfang ist. Langfristig kommt es halt stark auf die Zielgruppe an (m.E.). VG Jess

  3. Rosina   •  

    Top-Danke für diesen hochinformativen Artikel!
    Ein weiteres exklusives Detail – genial erklärt im Dschungel-Dickicht des Internet-Marketing.

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Rosina, freut mich, dass dir der Artikel gefällt :) VG Jess

  4. Michael Bayer   •  

    Danke für diesen Artikel, der endlich einmal reales Hintergrundwissen vermittelt – und, soweit es die pekuniären Erfolgs-Möglichkeiten angeht, nahezu völlig im Gegensatz zu den Verkündungen einiger „InternetGurus“ steht – die einem dabei auch gleich den richtigen Weg verkaufen wollen.
    Da ist der DrOP doch gleich gelutscht…

  5. Pingback: Wie auch du mit einer Nischenseite erfolgreich werden kannst

  6. Johann   •  

    AdSense ist meiner Erfahrung nach ganz stark von der Nische abhängig. Ich hatte mal AdSense auf einem Online-Tool laufen und der eCPM war katastrophal und die Werbung (praktisch nur Installer mit AdWare/CrapWare) genauso.

    Inzwischen glaube ich, daß Publisher mit Werbung auf einem verlorenen Posten steht. Besser sind nicht etwa Paywalls, sondern Spenden. Eine meiner Websites hatte ich längere Zeit mit Spenden monetarisiert und Benutzer spenden, wenn es leicht ist und die Spendenrate mit Split-Tests optimiert. Letzten Endes habe ich aus meinen Erfahrungen ein Produkt gemacht, das man unter http://eaio.com/de/ finden kann.

  7. Thomas Lellesch   •  

    ist wirklich eine super interessante Seite von dir! Und auch dieser Beitrag liefert wieder interessante Infos.

  8. Michael   •  

    Ich denke auch das es von Seite zu Seite sehr unterschiedlich ist wieviel verdient wird. Vor allem stimme ich in dem Punkt das man sich um nichts kümmern muss nicht zu.

    Denn auch wenn man Google die Entscheidung überlässt und Nutzerinteressen bezogene Werbung bekommt so ist es auch wichtig seine Besucher selbst so gut wie möglich zu kennen, und darauf hin auch die Platzierung und die Werbekategorien gut zu wählen.

    So bringt beispielsweise Werbung die „above the fold“ platziert wird deutlich mehr als solche die in der Mitte einer Seite steht. Ebenso werden Anzeigen in einer Seitenleiste die rechts ausgerichtet kaum angeklickt.
    Sobald sie links platziert ist wird auch Werbung häufiger wahrgenommen.

    Alles in allem braucht man aber tatsächlich eine sehr große Anzahl an Besuchern um davon leben zu können.
    Ich kann nur jedem der mit AdSense Geld verdienen will dazu raten die Verknüpfung zum Analytics Konto zu setzen um Maßnahmen und Wirkung zu messen und anzupassen.

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