Google Update Phantom III – was du darüber wissen solltest

Alle Jahre wieder kommt nicht nur der Advent, sondern auch Google Updates bringen wichtige Veränderungen, die unsere Arbeit im Bereich SEO jedes Mal auf’s Neue verändern.
Was am Neuesten Google Update wichtig und interessant ist, liest du hier.

 

Content ist King – mehr denn je

Nicht, dass wir das nicht eh schon fast mantra-gleich seit einer gefühlten Ewigkeit predigen, auch im Rahmen der jüngst veröffentlichen „Quality Rater Guidelines“ von Google wird klar: Es wird noch wichtiger.

Auf 160 Seiten hat Google in seinem neuesten Update vom 12.November 2015 unsere aktuellen „Hausaufgaben“ veröffentlicht. Es gibt also wieder etwas zu tun.

Jetzt geht es nicht nur um viele Wörter, die in echtem Zusammenhang mit den gewählten Main Keywords stehen. Das neue Google Update hat den Suchmaschinenriesen anscheinend auch befähigt, zwischen hoch- und minderwertigem Inhalt in Artikeln und auf Webseiten zu unterscheiden. Ob also deine Seite und deine Artikel zu den „High-Quality-Pages“ oder zu den Thin Content Pages gehören, hat seitdem nochmals mehr an Stellenwert dazu gewonnen.

 

Schlüsselwort „User Intention“

Ganz besonders wichtig ist hierbei der Begriff User Intention. Was dich selbst zu der Frage führen soll, inwiefern deine Seiten- und Artikelinhalte tatsächlich die Suchintention des Google-Nutzers zufrieden stellt.

Hierbei fallen natürlich jene durch’s Raster, die hauptsächlich auf häufig genutzte Keywords gesetzt haben, nur um viel Traffic auf ihre Seite zu ziehen, die aber keinerlei Gewichtung darauf verwendet haben, dass die konkreten Suchanfragen wirklich bedient werden.

 

Google Update bringt auch Positives

Dass so ein Update nicht nur viel Arbeit für uns mitbringt, sondern auch hier und da schon einmal Erleichterungen, kommt tatsächlich vor.

So hatte das Phantom II Update im Sommer noch dafür gesorgt, dass doppelter Content und geringwertige Inhalte zu Punktabzügen geführt haben, die teilweise jetzt im Phantom III Update wieder revidiert worden sind.

 

Ecommerce besonders betroffen

Gerade der Bereich hochwertiger Inhalte scheint im eCommerce viele zu betreffen, deren Inhalte für Google nicht zielführend genug für den User zu sein scheinen und daher abgestraft werden.
Einige Seiten haben dadurch seit der Aufwertung durch das letzte Google Update eine massive Abwertung um teilweise bis zu 70 % erlitten. Schade um all die vorher reingesteckte Arbeit…

 

Kategorieseiten – die großen Verlierer

Eigentlich als tolle Möglichkeit gedacht und genutzt, um Unterseiten zu bündeln und wertvolle Informationen als Content an Suchende vermitteln zu können, sind ausgerechnet Kategorieseiten die großen Verlierer vom Google Update Phantom III. Sie sind für’s Ranking besonders wichtig. Und häufig nach dem System „Oben Abbildung mit Link und unten informativer Inhalt“ aufgelistet.

Weil aber in den neuen Quality Rating Guidelines der Content nicht nur King sondern Kaiser ist, können derartig aufgebaute Seiten mit Abstrafungen und Abwertungen rechnen.

 

Echte Kaufberatung gewinnt

Umgekehrt wirkt das Update jedoch ebenso: Wer bisher schon großenWert darauf gelegt hat, in seinen Kategorieseiten echte Hilfestellungen für den Interessenten und Käufer oben an zu stellen, kann auch in Zukunft mit Top-Rankings rechnen, sofern er seine restlichen Hausaufgaben ebenso gemacht hat.

Am Wichtigsten ist tatsächlich, dass der Inhalt so genau wie nur irgend möglich zum Suchbegriff passt – was eigentlich sowieso unser Ziel sein sollte.
Es bringt nichts, einen Klienten mit „Schokolade“ zu ködern, und ihm anschließend eine Ausführung zum Thema „Gewürze“ zu bieten. Dieser Suchende wird sich nicht nur entsprechend schnell verabschieden, er wird auch definitiv nicht wieder kommen.

 

Doppelter Content kein Dauerproblem mehr

Einer der wichtigsten Aspekte zum Aufatmen ist Googles Antwort, dass Duplicate Content nicht mehr in jedem Fall ein Problem darstellt. Für „bestimmte Themen“ wie zum Beispiel Songstexte ist es so, dass diese inhaltlich gleich sind, dem Nutzer aber Vergleichsmöglichkeiten bieten.  Das gleiche Beispiel greift bei Wörterbüchern: Hohe Keywortdichte bei vergleichsweise wenig Inhalt aber ähnlichem Content.

Das zeigt direkt der dieswöchentliche Visibility-check, der Wörterbücher wie Pons und Leo mit einem mehr als deutlichen Zuwachs gelistet hat.

Das lässt auch für andere Branchen hoffen, dass die Google Algorithmen immer feineres Gespür für echten Duplicate Content entwickeln und vergleichbares als eben Solches erkennen und werten: Gleichartige Informationen zum selben Thema.

 

Brand-Listing-Pages verlieren

Ein weiteres Beispiel für die neue Nutzerintention: Seiten, die zum Beispiel Marken-Links und Informationen verbreiten wie Kununu.com, die z.B. C&A, Quoka, und Preis24 navigativ vertreten, wurden abgestraft, weil der Nutzer eben nicht direkt auf den Seiten landet, die er eigentlich erreichen wollte.
Somit heißt es für Viele sicher umzudenken, denn mit fremden Federn und Werten zu werben bringt nicht mehr den Vorteil, den es bis vor einiger Zeit noch hatte.

 

Fazit

Wenn es nicht sowieso schon glasklar war, dass du für deinen Nutzer schreibst und ihm bestmögliche Informationen zur Lösung seiner Frage oder seines Problems anbieten solltest, dann sollte es spätestens jetzt bei dir KLICK machen. Und auch Eines ist klar: Authentizität punktet ebenso, wie Einzigartigkeit statt Mitsurfen auf irgendwelchen anderen Markennamen.

Sei individuell, einzigartig und mach dein Ding!

8 Kommentare

  1. Antonio   •  

    Hi Jessica,

    danke für die gute Zusammenfassung!

    Du hast einen Fehler bei Deiner vorletzten Überschrift. „Dippelter Content“ hast Du geschrieben. ;-)

    LG

    Antonio

  2. Heribert Maskow   •  

    Wo finde ich denn die 160 Seiten von Google und gibt es die auch in deutsch?

  3. Martin Prah   •  

    Hallo Jessica,

    Danke für deine Recherche. Ich will 2016 einen Blog zu meinen Business starten.
    Da sind diese Infos wertvoll für mich.

  4. Jacek   •  

    Nicht immer merkt man als User sofort, dass Content dupliziert ist oder zumindest Inhalten anderer Webseiten stark ähnelt. Gutes Beispiel: regionale Anzeigenportale. Sie gehören meist zu größeren Verbünden. Einerseits wird dadurch der eigene Content auch auf Partnerportalen ausgestreut, auf der anderen Seite kann man Lücken im eigenen Angebot sehr gut mit Backfill-Material anderer Seiten auffüllen (auch wenn man damit keine Anzeigenerlöse lukriert). So vergrößert man zwar die Reichweite der eigenen Anzeigen (und hat ein Verkaufsargument mehr), doch das dritte Phantom (nein, nicht das von der Oper!) erklärte viele Anzeigenportale offenbar für mit Duplicate Content verseucht und strafte sie gnadenlos ab. Ratzfatz steckten ihre Betreiber in der Zwickmühle, denn auf Backfill einfach zu verzichten, birgt auch Nachteile. Und wenn sich das unter Anzeigenkunden herumspricht, dann uhjegerle!

  5. Michael Pröll   •  

    Danke für die sehr gut komprimierte Information. Da stellt sich doch die unangenehme Frage – was werde ich beim nächsten Google Update machen?

    Wie oft und wann muss ich wieder einmal umdenken und anders handeln um Google zufrieden zu stellen? Ich will doch eh den Lesern Mehrwert bieten und dennoch wird einem immer irgendwas zwischen die Beine geworfen.

    Manchmal ist mir das schon schleierhaft.

    Liebe Grüße

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