Was ist Branding, was bringt es dir und wie kannst du es für dich nutzen

branding-artikel

Der Mensch ist ein emotionales Wesen und Gefühle spielen bei uns eine sehr große Rolle. Wir reden uns zwar immer ein, dass wir rationale Entscheidungen treffen, häufig ist dies aber nicht der Fall. Besonders deutlich wird das, wenn wir auf unser Kaufverhalten schauen. Im Supermarkt gibt es eine gigantische Auswahl an Produkten und irgendwie entscheiden wir uns zwischen ihnen. Preis und Qualität sind ausschlaggebende Kriterien doch oft ist auch die Marke ein essentieller Kaufgrund. Sie weckt in uns vielseitige Gefühle und hat die Macht uns zu beeinflussen.

Durch Werbung und vorhergegangene Erfahrungen bauen wir eine Bindung zu einem Unternehmen auf. Den Eindruck den wir von der Firma haben übertragen wir automatisch auf das verkaufte Produkt. Wer einen Blick auf die verschiedenen Energydrinks wirft sieht schnell, dass der Markt sehr umkämpft ist. Inhaltsstoffe und Wirkungsgrad der Getränke sind häufig sehr ähnlich, aber dennoch entscheidet sich ein Großteil für den Kauf von Red Bull, obwohl der Preis astronomisch hoch ist. Mit der Marke verbinden wir Sport, Lifestyle, Abenteuer und Freude und genau das wollen wir in unser Leben bringen.

Unternehmen geben sehr viel Geld dafür aus um uns einen positiven Eindruck von ihren Produkten einzubläuen und die Rechnung geht auf. Wer einen Kühlschrank von Siemens hat und mit ihm sehr zufrieden ist kauft gerne auch Produkte aus einer vollkommen anderen Nische, beispielsweise eine Bohrmaschine. Die Annahme ist, dass auch andere Waren der Marke Siemens von hoher Qualität sind.  

 

Branding kann auch auf Personen bezogen werden

Wir verbinden Eindrücke natürlich nicht nur mit Unternehmen, sondern in erster Linie mit Personen. Wir ordnen ihnen Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Kompetenz, Ehrlichkeit und gutes Benehmen zu und halten diesen Eindruck über lange Zeit aufrecht. In Geschäftsfelder wo eine Person im Zentrum steht kann dies von großem Nutzen sein. Ein gutes Beispiel dafür ist die Politik. Im Wahlkampf werden ausgetüftelte Strategien entwickelt, um die Kandidaten in einem bestimmten Licht erscheinen zu lassen. Dieses ist in der Regel auf die aktuellen Problemstellungen bezogen.

Als Barack Obama gewählt wurde, lag der Fokus darauf ihn als Macher zu verkaufen. Als einen Mann, der Probleme anpackt und voller Elan beseitigt. „Yes we can“ wurde zum zentralen Spruch und versinnbildlichte eine Art Aufbruchsstimmung welche sich viele Amerikaner erwünschten.

BrandingIm Online Business kann ein personenbezogenes Branding von großem Vorteil sein. Um dich selbst als eine Marke etablieren zu können, ist es notwendig dass du einen etwas privateren Einblick in dein leben gibst. Die Menschen wollen dein Gesicht sehen und deine Stimme hören. Erscheine nicht als Unbekannter, sondern arbeite daran den Menschen in deiner Zielgruppe vertraut zu werden. Sei präsent und sei einzigartig, denn nur so bleibst du den Leuten im Gedächtnis.

Es ist wichtig, dass du dir einen Platz als Experte erarbeitest. Der einfachste Weg dies zu tun ist deine Kompetenz an andere weiterzugeben. Verfasse nützliche Inhalte, die deiner Kundschaft hilfreich sind und gebe diese kostenfrei preis. Auf diese Weise demonstrierst du dein Knowhow und lässt durchblicken, dass du Ahnung von deinem Gebiet hast. Nach einiger Zeit kannst du dir so das Vertrauen der Zielgruppe gewinnen. Deine Produkte werden sich wesentlich besser verkaufen, da der potentielle Käufer nicht mehr davon überzeugt werden muss, dass es sich um ein qualitativ hochwertiges Produkt handelt. Er kennt und schätzt deine Arbeit bereits.

 

Die Vor- und Nachteile des personenbezogenen Brandings

Um als Marke in Erscheinung treten zu können musst du einen Namen, ein Gesicht und eine Stimme mit dir in Verbindung bringen. Kurz: Du musst als Mensch auftreten. Vielen ist es jedoch nicht geheuer Bilder und Videos ins Netz zu stellen. Persönliche Informationen preiszugeben ist nicht jedermanns Sache und fordert Überwindung. Es birgt gewisse Risiken und sollte wohl überlegt sein.

Wer sich für den Marketingweg „Branding“ entscheidet muss unbedingt darauf achten, dass höchste Qualität stets im Vordergrund steht. Es ist nämlich durchaus möglich, dass schlechte Produkte ein negatives Licht auf einen werfen. Wer mit Abzocke, Betrug und minderwertiger Qualität in Verbindung gebracht wird, wird es in Zukunft sehr schwer haben ein Produkt zu vertreiben, egal wie gut es ist.

Hat man es jedoch erst einmal geschafft sich in die Herzen und Köpfe der Leser zu bringen, sind die Möglichkeiten unbegrenzt. Der eigene Name wird zum Qualitätsmerkmal und wirkt sich verkaufsfördernd aus. All deine vergangene Arbeit sorgt dafür, dass du in Zukunft als wahrer Experte auf deinem Fachgebiet giltst. Das kann für verschiedene Zwecke genutzt werden. Einige Beispiele sind das Schreiben eines Buches, das Entwickeln eines eigenen Produktes oder eine beratende Tätigkeit.

Bringt man sich als lebendiger Mensch in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit kann dies auch zu Ruhm und Ehre führen. Wer eine große Reichweite hat wird auf der Straße erkannt und von den Menschen wertgeschätzt. 

 

Wann solltest du SelfBranding betreiben

Branding bedeutet sehr viel Arbeit und nimmt einiges an Zeit in Anspruch. In der Regel lohnt es sich immer dann, wenn dein Geschäft sehr personenbezogen ist. Falls du Coachings anbietest, ist es beispielsweise unbedingt notwendig als Experte aufzutreten. Weshalb sollte jemand für deinen Rat bezahlen, wenn er nicht sicher ist, dass du das entsprechende Fachwissen hast? Auch wer an Unternehmen herantritt und eine Dienstleistung anbietet, sollte ein gewisses Branding haben. Dieses fällt besonders bei einer Recherche positiv auf. Wenn der potentielle Auftraggeber deinen Namen googelt und auf verschiedene Quellen trifft, die dich als Experte darstellen, hast du den Kunden so gut wie in der Tasche.

Falls du mit deinem Branding starten möchtest solltest du dir zunächst überlegen mit welchen Eigenschaften du dich in Verbindung bringen möchtest. Anschließend liegt es an dir die Welt von deinen Fähigkeiten zu überzeugen. Dies dauert in vielen Fällen eine längere Zeit, in der Regel zahlt sich die harte Arbeit jedoch für dich aus!

Die ersten Schritte für ein erfolgreiches Eigenmarketing im Online Business:

  1. Überlege dir, auf welchem Gebiet du ein Experte bist bzw. werden möchtest und lese Bücher dazu. Bilde dich diesbezüglich weiter.
  2. Starte einen Blog (mit WordPress. Tumbler und Co. geht das ganz schnell und einfach!)
  3. Überlege dir Themen, zu denen du Content erstellen kannst und welche Art dieser haben soll (Text, Video, Audio?). Ein Redaktionsplan kann hier helfen.
  4. Veröffentliche min. einen Artikel pro Woche
  5. Teile deinen Artikel in den sozialen Netzwerken und in diversen RSS-Feed-Portalen wie Feedly, etc.
  6. Schreibe eine gute Über mich Seite, die zeigt, welchen Nutzen du bieten kannst.

Gut, das war jetzt sehr kurz. Aber damit kannst du schonmal beginnen! In älteren Artikeln findest du zu einzelnen Punkten auch mehr Infos. Natürlich werde ich auch zukünftig weiter auf das Thema eingehen.

Wenn du dein Branding mit einem Blog aufbauen möchtest, dann kann ich dir den Kurs von Markus und Jakob empfehlen! Hier lernst du, wie du richtig mit WordPress umgehst und deinen Blog so aufbaust, dass er gefunden wird und du dich richtig branden kannst. *HIER* gehts zum Kurs!*

 

 Frage: Ist das Branding bereits eine Marketingstrategie von dir? Wenn nicht, warum? Passt es nicht zu deinem Ziel oder hattest du bisher nur noch keinen konkreten Plan?

2 Kommentare

  1. Volker Schiebel   •  

    Hallo Jessica,

    wieder ein sehr schöner Artikel – und zu einem absolut wichtigen Thema.

    Ich für meinen Teil kann selbst nur immer wieder feststellen, wie wichtig – gerade auch im eher (zumindest im ersten Eindruck) „unpersönlichen“ Internet – der Bezug zum Anbieter oder Blogbetreiber als Faktor entscheidend ist.

    Liebe Grüße
    Volker

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Volker, danke für deinen Kommentar Genauso sehe ich das auch. Das Internet ist (trotz Datenschutzdikussionen) sehr anonym. Da st es eine erfrischende Abwechslung, wenn man mal sieht, wer da hinter so einem Projekt steht :)

      VG Jess

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zum Newsletter anmelden & Gratis Ebook herunterladen!