Lebenslanges lernen – Effektiv, nachhaltig und mit Freude

lebenslanges lernene

Meiner Meinung nach kommen wir bei unserer Geburt mehr oder weniger als unbeschriebenes Blatt auf die Welt. Unsere Eltern verbringen viel Zeit damit uns möglichst viele Dinge beizubringen, sodass wir uns in der Gesellschaft zurechtfinden und ein sicheres Leben genießen können. Wir werden intellektuell gefordert und lernen täglich neue Dinge kennen. Unsere Neugierde kennt keine Grenzen und all die neuen Gegenstände und Verhaltensweisen sind unglaublich interessant und anziehend. Später werden wir in die Schule geschickt und bekommen die Basics und damit eine gewisse Grundlage an Wissen vermittelt. Zudem wird uns kognitives Werkzeug an die Hand gegeben, um die Welt weiter erforschen zu können.

Nach dem Schulabschluss wird uns die Wahl gegeben, ob wir lieber einen konkreten Beruf erlernen, oder uns an der Universität weiterbilden wollen. Irgendwann ist jedoch auch diese Zeit vorbei und wir steigen ins Berufsleben ein. Innerhalb kürzester Zeit wird das ewige Lernen und Büffeln abgeschafft und es wird von uns Produktivität erwartet. Dies ist eine große Umstellung an der viele Berufseinsteiger schwer zu beißen haben.

Viele Menschen bemerken schnell, dass ein intellektueller Stillstand sich nicht gut anfühlt und nicht unserem erlernten Verhaltensmuster entspricht. Man verspürt den Drang sich weiterzuentwickeln und nach den Sternen zu greifen.

 

Wieso du dich unbedingt auch neben der Arbeit weiterbilden solltest

Bereits Stromberg sagte “Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen” und trifft damit, etwas überspitzt, den Kern des Problems. Die Welt scheint sich immer schneller zu drehen und was heute noch als aktuelles Wissen gilt, ist in einiger Zeit sehr wahrscheinlich überholt. Man muss sich ständig neu informieren, reflektieren und seine Konzepte weiter vorantreiben. Keine Weisheit ist in Stein gemeißelt und dauerhaft gültig. Eine konstante Weiterentwicklung des Knowhows und der Fähigkeiten ist also unbedingt erforderlich, um auch in Zukunft ein gefragter Mensch zu bleiben.

Darüber hinaus ist Wissen und Bildung nicht nur für den beruflichen Werdegang von großer Wichtigkeit, sondern hilft auch dabei sein persönliches Glück zu finden, seinen Beitrag zu leisten und den eigenen Charakter zu formen. Wer aufhört sich weiterzuentwickeln verfällt in eine Starre, aus der man nur schwer wieder entkommen kann. Immer neue Dinge auf der Welt zu entdecken und zu verstehen macht große Freude und belebt den Geist.

 

Wie motiviert man sich dazu zu lernen?

Wer das Lernen und Forschen bereits fest in sein Leben integriert hat, tut dies automatisch und braucht keinen Anschub mehr. Wer aber fest in der Arbeitsmühle steckt, muss sich zunächst an die neue Situation gewöhnen. Um seine Gewohnheiten umzukrempeln braucht man sehr viel Disziplin und muss sich gewissenhaft darauf vorbereiten. Tägliche Routinen wie das Fernsehschauen nach der Arbeit sind schwer zu durchbrechen und um dauerhaft am Ball bleiben zu können, muss man eine langfristige Motivation erschaffen. Wer das Lernen als notwendiges Übel sieht, wird sich damit sehr schwer tun. Wer aber einen anderen Blickwinkel entwickeln kann mit Freude neue Fertigkeiten erlernt und wird mit Begeisterung am Werk sein.

to do listeEin guter Trick um dies zu erreichen ist das Setzen von verbindlichen Zielen, welche auf verschiedene zeitliche Ebenen bezogen sind.
Beispielsweise könnte man sich fest vornehmen, 30 Minuten eines jeden Tages der eigenen Bildung zu widmen. Hat man dies erledigt, kann man voller Stolz diesen Teil der Todo-Liste abhaken und so den eigenen Fortschritt festhalten.
Auch Wochen- und Monatsziele helfen dabei, auf dem richtigen Kurs zu bleiben.

 

Spezialisiere dich auf ein Thema

Es ist gar nicht so schwer zu einem wahren Experten zu werden, wenn man sich auf ein Themengebiet fokussiert. Wähle ein Gebiet welches dich sehr interessiert und beginne damit dir entsprechende Quellen herauszusuchen. Lege fest wann du diese durcharbeiten möchtest und halte deinen Wissensstand regelmäßig schriftlich fest. Es wird dich sehr motivieren, wenn du bemerkst, was du alles in kurzer Zeit gelernt hast.
Sobald du in einem Thema sehr bewandert bist, oder für deine Zwecke ein ausreichendes Knowhow entwickeln konntest, ist es an der Zeit dir einen neuen Bildungszweig zu suchen.

 

Die Auswahl der Medien ist entscheidend

Vor einiger Zeit gab es nur sehr begrenzte Möglichkeiten um sich in Eigenregie weiterzubilden. Man konnte entweder alles auf eigene Faust erforschen, sich an einen Experten wenden, oder in der Bücherei ein Buch ausleihen. Heute sind durch das Internet der Phantasie keine Grenzen mehr gesetzt. Es gibt sehr unterschiedliche Möglichkeiten an Wissen zu gelangen und zu den altmodischen Möglichkeiten gesellen sich multimediale und elektronische Medien. Ein Podcast, ein interaktives E-Book, oder ein Videokurs bieten dir die Chance deinem Hirn unterschiedliche Impulse zu liefern und so effektiver zu lernen.

Jeder Mensch hat hier seine eigenen Vorlieben und während der eine lieber in einem Buch schmökert, besucht ein anderer lieber ein Seminar. Hier musst du selbst austesten, womit du am besten zurecht kommst.

 

Dieser Veränderungen wird das stetige Lernen auf dich haben

Wer sich nicht weiterentwickelt bekommt schnell den Eindruck in seiner aktuellen Lebenssituation gefangen zu sein. Man wird unzufrieden mit dem Status Quo und kann auf Grund seiner derzeit eingeschränkten Sichtweise dem nicht entfliehen. Durch immer neue externe Eindrücke und Erfahrungen lernt man andere Blickwinkel kennen und formt den eigenen Charakter.

Schnell eignet man sich eine Reihe von Fähigkeiten an, die in jeder Lebenslage von großem Nutzen sind und weiß sich sehr gut zu helfen.
Hinzu kommt, dass man die Bestätigung erhält, dass jedes aufkommende Problem lösbar ist und Hindernisse mit genügend Beharrlichkeit und Dedikation überwunden werden kann.

Viele Menschen haben Barrieren im Kopf, die sie daran hindern ihr wahres Potential zu entfalten. Wer vor einer Mathematikaufgabe sitzt und sich immer wieder sagt “Mathe ist nicht mein Ding” und diesen Eindruck im Leben mehrfach bestätigt bekommen hat, wird nicht am nächsten Tag aufwachen und eine neue Sicht der Dinge haben. Wenn man sich jedoch intensiv mit der Materie auseinandersetzt und nach und nach Erfolge feiern kann, wächst die Zuversicht und das Selbstvertrauen.

 

Konkrete Methoden um das Lernen zu vereinfachen

lesenEs gibt Menschen die scheinbar besonders schnell lernen können und andere, bei denen der Fortschritt länger dauert. Das hängt nicht unbedingt damit zusammen, dass manche mit besonderen Gaben auf die Welt gekommen sind, sondern damit, dass das Lernen als Fähigkeit ebenfalls erlernt werden muss. Mit Hilfe verschiedener Methoden kann man Inhalte besonders schnell auffassen und verinnerlichen.

Wenn du dich einem neuen Thema widmest, ist eine gewisse Planung für den Erfolg deines Vorhabens essentiell. Erstelle dir zunächst eine Liste mit Quellen, die du dir genauer anschauen willst. Im Idealfall bestehen diese aus einem gesunden Mix aus Büchern, Videos, Gesprächen, Podcasts und Seminaren. Die meisten werden hier direkt eine Vorauswahl treffen und das ist vollkommen in Ordnung. Mit der Zeit erhältst du ein Gespür dafür, wie du am besten voran kommst.

Setze dir feste Lernzeiten und überlege dir vorab, womit du diese füllen möchtest. Gliedere das Thema in verschiedene Unterkategorien und arbeite diese Schritt für Schritt ab. Nachdem du eine theoretische Grundlage erworben hast, ist es sehr wichtig diese auch zur praktischen Anwendung zu bringen. Nur so kannst du das Gelernte verinnerlichen und langfristig abspeichern.

 

„Erzähle mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere mich. Lass es mich tun und ich verstehe.“
Konfuzius 553-473 v. Chr.

 

Bevor du mit dem Lernen beginnst, solltest du ein konkretes Ziel benennen, welches du verfolgst. So kannst du deinen Fortschritt jederzeit messen und festhalten. Willst du zu den besten auf dem Gebiet gehören, oder reicht es dir ein gewisses Level zu erreichen? Je nachdem wie ambitioniert dein Vorhaben ist, solltest du genügend Zeit einplanen. Auch eine aktive Reflexion über das Thema hilft dabei das Erlernte zu festigen. Dies kannst du entweder in Form eines privaten Tagebuches, eines kleinen Aufsatzes, oder in einem Blog machen.

Egal wie du an das Projekt “Lebenslanges Lernen” herantrittst, es wird dein Leben nachhaltig verändern und dir vollkommen neue Türen öffnen. Freue dich darauf deine Reise zu beginnen und als Person von Tag zu Tag zu wachsen. Ehrgeiz und ein konstantes Vorangehen sind hier sehr wichtig und entscheiden darüber, wer diese Verhaltensmuster in Fleisch und Blut übergehen lässt und wer in einigen Tagen oder Wochen das Handtuch schmeißt.

Zu welcher Gruppe möchtest du gehören?

2 Kommentare

  1. Lothar   •  

    Hey Jessica,

    super Artikel, der mich wieder mal ein wenig antreibt! :)
    Ich setze mir in Punkto „lebenslanges Lernen“ immer wieder schöne Aufgaben und Ziele – muss aber hier und da feststellen, dass es gar nicht so einfach ist am Ball zu bleiben. ;-)

    Dein Artikel hat mich motiviert – liegengeblieben Aufgaben hier heute noch anzugehen.
    Danke!

    Lothar

  2. Pingback: Lernen lernen - Wie du in weniger Zeit mehr lernst

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zum Newsletter anmelden & Gratis Ebook herunterladen!