Lernen lernen – Wie du in weniger Zeit mehr lernst

„Jeder, der aufhört zu lernen, ist alt, egal ob das mit zwanzig oder mit achtzig ist. Wer lernt, bleibt jung. Die größte Sache im Leben ist es, den eigenen Geist jung zu halten. Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“, sagte der Automobilpionier Henry Ford (1863-1957) einst. Auch heute haben diese Aussprüche nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Ganz im Gegenteil: Wer sich in unserer modernen digitalisierten und globalisierten Welt weigert Neues zu lernen, wird ganz schnell zu den Abgehängten gehören. Lernen ist ein lebenslanger Prozess und der altbekannte Ausspruch “Wer rastet, der rostet” gilt nicht nur für unseren Körper, sondern auch für unseren Geist.

Regelmäßige Weiterbildung hält das Gehirn fit und wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Sicherlich kennst du auch diese Art von alten Menschen, die den ganzen Tag nur mit einem Kissen am Fenster sitzen und hinausschauen. Sie sind oft der Meinung, dass es sich in ihrem Alter nicht mehr lohne etwas Neues zu lernen, halten ausschließlich daran fest, was sie schon “immer” gemacht und gedacht haben und veröden so mit der Zeit. Andere Rentner hingegen nutzen ihre viele freie Zeit um sich gesellschaftlich zu engagieren, zu reisen, Computerkurse zu besuchen, Rätsel zu lösen, zu lesen oder anderen Hobbys nachzugehen. Bestimmt kennst du beide Arten von alten Menschen, die ich gerade beschrieben habe auch aus deinem eigenen Umfeld. Und ich würde sogar darauf wetten, dass du diejenigen, die du in der zweiten Gruppe einordnest, auch als geistig deutlich fitter und insgesamt “jünger” wahrnimmst. Du hast jetzt sicher ein paar Personen vor Augen, richtig? Dieses kleine Beispiel sollte dir zeigen wie wichtig lebenslanges Lernen für uns Menschen ist.

Dies gilt natürlich nicht nur für den privaten Bereich, sondern auch – und gerade – für dein Business. Wer noch aktiv am Arbeitsleben teilnimmt und “nebenbei” vielleicht auch noch eine eigene Familie, die Zeit in Anspruch nimmt, hat, kennt aber das Problem, dass oft die Zeit fehlt um etwas neues zu lernen. Auch wenn man es sich fest vorgenommen hat: Allzu häufig kommt etwas dazwischen und der Tag hat leider  nur 24 Stunden. Daher ist es am besten wenn du in der Lage bist in kurzer Zeit viele Informationen aufzunehmen, die dich voranbringen. Damit dies gelingt, musst du jedoch erst einmal “das Lernen lernen”. Hierzu habe ich einige Tipps für dich:

 

Wie man besser und schneller Dinge lernen kann

Vermeide Ablenkungen so gut es geht

Multitasking hindert dich daran effizient zu lernen. Beschäftige dich am besten immer nur mit einer Sache auf einmal, sonst lernst du vieles halb aber nichts richtig!

Aufschreiben und Ausführen

Wenn du beispielsweise lernen möchtest wie man eine Webseite in WordPress aufbaut, kannst du einfach nur Artikel und Fachbücher zu diesem Thema lesen und wirst dabei etwas lernen. Doch egal wie lange du dies tust: Es wird nie so effektiv sein als wenn du dir während des Lesens die wichtigsten Punkte für dich herausschreibst und nebenbei schon anfängst an deiner ersten Seite zu basteln. Dies gilt eigentlich für alle Bereiche des Lebens.

Lerne in Intervallen und mache Pausen

Dein Gehirn kann sich Informationen viel besser merken wenn du regelmäßig aber nicht allzu lange am Stück lernst. D.h. es ist effektiver wenn du dich mit einem Thema jeden Tag eine halbe Stunde lang beschäftigst (oder immer eine Weile lernst und dann eine Pause machst bevor es weitergeht) als wenn du dich einmal im Monat zwölf Stunden am Stück zum lernen hinsetzt. Einerseits hält deine Konzentration nicht über so viele Stunden an und andererseits kann das Gehirn zu viel Wissen auf einmal auch garnicht in seinen Langzeitspeicher aufnehmen. Dieses Problem kennen vor allem Studenten, die “Binge-Learning” betreiben: Sie lernen wenige Tage vor der Klausur bis zum erbrechen und haben kurz nach der Prüfung auch schon fast alles wieder vergessen.

Nutze “tote Zeiten”

Auch wenn du vielbeschäftigt bist, gibt es in deinem Alltag immer wieder kurze Zeiträume, in denen du ideal etwas neues lernen könntest, es meist aber nicht tust. Damit du tote Zeiten in deinem täglichen Leben erkennen kannst möchte ich dir drei Beispiele geben:

Autofahrten
Wenn du täglich eine halbe Stunde lang zum Büro fährst, kannst du diese Zeit ideal nutzen um Podcasts zu einem Thema, in dem du dich weiterbilden möchtest, zu hören.

Wartezeiten
Egal ob du auf den Bus oder auf einen Arzttermin wartest: Wenn du dir ein E-Book auf dein Smartphone lädst oder dir interessante Artikel bookmarkst, für die du vorher keine Zeit hattest, kannst du jede Wartezeit sinnvoll nutzen.

Fernsehwerbepausen
TV-Werbung nervt und Werbepausen sind nicht lang genug um in dieser Zeit effektiv etwas zu lernen.

Nutze daher folgenden Trick ohne eine Sekunde Zeit zu verlieren: Moderne TV-Geräte verfügen meist über eine Timeshift-Funktion. D.h. du kannst das laufende Programm anhalten und so später während der Werbepausen vorspulen. Ein normaler Film läuft meist von 20.15 Uhr bis 22.15 Uhr, wovon etwa eine halbe Stunde auf die Werbung entfällt. Schaltest du deinen Fernseher nun um 20.15 Uhr ein und aktivierst die Timeshift-Funktion, hast du eine halbe Stunde lang Zeit etwas zu lernen. Anschließend kannst du die Wiedergabe starten, jede Werbepause überspringen und bist dennoch um 22.15 Uhr mit dem Film fertig!

 

Erlerne neue Fähigkeiten!

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel einen kleinen Denkanstoß geben konnte, denn du weißt ja: “Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.” (Henry Ford)

Was wolltest du schon seit längerem einmal lernen, hast es aber noch nicht umgesetzt? Was hat dich bisher davon abgehalten?

3 Kommentare

  1. Mario   •  

    Hey, ich bin ebenfalls ein großer Fan davon sich stetig weiterzubilden. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, mir mehrmals im Monat einfach mal einen Tag zu „blocken“, wo ich nicht arbeite, sondern mich gezielt weiterbilde.

    Sehr gute Erfahrungen habe ich damit gemacht, alle Dinge auf einem Blatt Papier festzuhalten, welche ich vielleicht mal testen mag. Am Ende des Tages habe ich dann eine schöne Liste mit 10-20 neuen Impulsen und suche mir die 20% raus, wovon ich mir 80% Output verspreche. =)

    Lg Mario

  2. Gerhard Minsel   •  

    Hallo Jessica,
    ich habe mein gabzes Leben lang gelernt. Vor allem blieb mir beruflich nichts über. Sonst hätte ich den Anschluss verpaßt.
    Die Umstellung von der normalen Maschinenbedienung auf NC und dann auf CNC hat mir jedenfalls dazu verholfen, dass ich nach der Wende immer eine Arbeitsstelle gefunden habe, nachdem ein Betrieb wieder mal abgewickelt wurde.
    Gleich nachdem ich Rentner wurde, habe ich mich in das Onlinemarketing gestürzt und es von Anfang an gelernt. Der Erfolg meiner Gartenseite gibt mir recht.
    Der Spruch „Wer rastet – der rostet“ trifft auf jeden zu.

    Bei einem Satz muss ich widersprechen. Rentner haben nie Zeit. ;) Jedenfalls ich nicht.

    LG Gerhard

  3. Ivica Sacer   •  

    Ich habe auch mit 47 noch mal die Schulbank gedrückt und habe eien neue Ausbildung zum Kaufmann in Einzelhandel abgeschlossen obwohl einige der Meinung waren das es sich nicht lohnt und ich es NIEMALS schaffen werde.

    Ich habe sie vom Gegenteil überzeugt und habe jetzt einen Abschluss und noch viel dazulernen dürfen was mich in vielen Bereichen sowohl privat als auch beruflich weiter gebracht hat.

    LG
    Ivica

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