Retargeting – So wird deine Werbung noch effektiver

Sicher kennst du das: Du hast dich über ein Produkt im Internet informiert, sagen wir mal eine Waschmaschine, und sie dir bei Amazon angesehen. Anschließend “verfolgt” sie dich im Internet überall hin: Loggst du dich bei Facebook ein werden dir plötzlich Werbeanzeigen für Waschmaschinen angezeigt, surfst du auf Nachrichtenseiten oder Blogs erwartet dich dasselbe Bild – egal welches Thema die Webseite hat – die Werbebanner zeigen ständig Waschmaschinen. Dies geschieht natürlich nicht zufällig, sondern ist ein Verfahren namens Retargeting, das ich für eine spannende Sache halte. Wie Retargeting genau funktioniert und wie auch du es für dein Business nutzen kannst möchte ich dir daher im heutigen Artikel erläutern.

 

Was genau ist Retargeting?

Um die enormen Vorteile von Retargeting zu erkennen muss man erst einmal wissen wie es definiert wird und wie genau es funktioniert. Kurz gesagt ist Retargeting ein Verfolgungsverfahren auf Basis von Cookies. D.h. besuchst du eine Webseite wird bei dir ein Cookie gesetzt und dein Rechner bzw. “du” so markiert. Möglich ist dies wenn die besuchte Webseite über einen Retargeting-Pixel eines Werbeanbieters verfügt. Besuchst du nun später eine andere Webseite, auf der der gleiche Werbeanbieter Anzeigenflächen bespielt, erkennt dich dieser an deinem Cookie wieder und kann dir daher zielgerichtete Werbung ausliefern. Die Vorteile dieser Technik für beide Seiten liegen auf der Hand: Der Webseitenbetreiber bzw. der Werbeanbieter erzielt größere Erfolge wenn er mit seiner Werbung gezielt Menschen anspricht, die sich zuvor schon mit seinem Produkt oder seiner Dienstleistung beschäftigt haben, also grundsätzliches Interesse zeigen, und du bekommst natürlich Werbung angezeigt, die dich interessiert. Aus Sicht des Webseitenbetreibers bzw. Werbers ist es so, dass er mittels Retargeting seine Werbeausgaben verringern und sich über eine höhere Conversionrate freuen kann.

 

Für welche Zwecke lässt sich Retargeting einsetzen?

Nun weißt du grundsätzlich wie Retargeting funktioniert. Doch für welche Zwecke kann man es für das eigene Business einsetzen? Nun. die Möglichkeiten sind hier eigentlich nur durch die eigene Kreativität begrenzt. Dennoch möchte ich dir im Folgenden einige Möglichkeiten aufzeigen, wie du Retargeting super einsetzen kannst.

Am wohl einfachsten, sehr reichweitenstark – und vor allem auch für jeden mit kleinem Budget zugänglich – sind die Retargetingfunktionen von Facebook Ads und Google Adwords. In beiden Netzwerken sind Retargeting-Pixel in deinem Werbekonto verfügbar, die du dann nur noch in deine Seite einbauen musst. Ist dieses einmal erledigt, sammelt der Pixel für dich Kontakte. Anschließend kannst du Anzeigen erstellen, deren Publikum nur aus solchen Menschen besteht, die deine Webseite bereits besucht haben. Damit aber nicht genug: Mittels Retargeting kannst du auch konkretere Ziele verfolgen. So kannst du als Onlineshopbetreiber den Pixel beispielsweise so setzen, dass du mit deiner Werbekampagne nicht alle ehemaligen Besucher deines Shops ansprichst, sondern nur solche, die vor dem Checkout abgebrochen haben, Unterseite XY (z.B. bestimmte Produkt- oder Kategorieseite) besucht haben, bereits bei dir gekauft haben usw.

Auch wenn du keinen Onlineshop, sondern ein anderes Business betreibst, kannst du Retargeting wunderbar einsetzen. Denkbar sind beispielsweise folgende Einsatzmöglichkeiten:

Leadgenerierung

Wenn du Leads für deine E-Mail Liste erzeugen möchtest, kannst du Menschen, die sich bereits für Inhalte deiner Webseite interessiert haben, mit Anzeigen ansprechen, die sie dazu auffordern sich in deine Liste einzutragen. Wie du weißt liegt das Geld ja bekanntlich in der Liste und manchmal muss man seine Besucher halt etwas “nerven” bzw. häufiger konkret ansprechen bis sie sich in die eigene Liste eintragen.

Besucher “zurückholen”

Egal welche Art von Webseite du betreibst: Du kannst Retargeting immer ganz klassisch nutzen um dich ehemaligen Besuchern ins Gedächtnis zu rufen und diese zu einem erneuten Besuch zu bringen. Ich lese beispielsweise relativ viele verschiedene Blogs und oft ist es so, dass ich irgendwo außerhalb meiner “Stammblogs” durch eine Verlinkung einen interessanten Artikel entdecke und lese. Später habe ich dann allerdings schon wieder vergessen wie die Adresse des Blogs lautete und stoße erst wieder auf den Blog wenn dieser mittels Retargeting Artikel als Sponsored Posts in meiner Facebook Timeline anzeigt. Merke ich, dass dieser eine Blog regelmäßig gute Artikel bringt, präge ich mir die Adresse ein, speichere sie oder abonniere eventuell auch den Newsletter des Blogs. Ich bin der festen Überzeugung, das geht nicht nur mir so, oder? Sicher ist dir eine gute Webseite, die du mal besucht hast, auch erst wieder “eingefallen” als dir diese später in einer Anzeige empfohlen wurde.

E-Mail Retargeting

Wenn du bereits über eine E-Mailliste verfügst, kannst du deine Leser nicht nur durch Mails ansprechen, sondern ergänzend hierzu auch noch beispielsweise bei Facebook eine “Custom Audience” erstellen. Hierzu lädst du die Adressen deiner Liste einfach in den Werbemanager hoch, Facebook gleicht anschließend ab mit welcher dieser Adressen User bei Facebook angemeldet sind und spielt diesen dann anschließend deine Werbung aus (Achtung: Wenn du diese Methode anwendest, erweitere deine Datenschutzerklärung mit entsprechendem Hinweis).

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Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Retargeting mächtige Möglichkeiten bietet wenn es richtig eingesetzt wird. Mit Retargeting kannst du deine Werbeausgaben verringern, Besucher “zurückholen” und deine Conversionrate stark steigern. Ein Nachteil dieser Technik ist natürlich, dass sich Besucher von deinen Anzeigen “verfolgt” und somit belästigt fühlen könnten. Achte daher darauf, dass deine Retargeting Anzeige möglichst interessant und an sind. 

Konntest du selbst schon Erfahrungen mit Retargeting machen? Falls Ja: Wie sind diese ausgefallen? Welche Einsatzmöglichkeiten gefallen dir bei dieser Technik am besten?

1 Kommentar

  1. Pingback: TOP-8 Unternehmerlinks KW 39/2016 | Vorbildunternehmer des Jahres 2016

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