Warum du unbedingt lernen musst unternehmerisch zu denken!

 

“Selbstständig steht für Selbst und ständig”.

Diesen alten, abgegriffenen Spruch kann wohl kaum ein (Jung-)Unternehmer noch hören. Gerade wenn du frisch in die Selbstständigkeit gestartet bist, meint jeder in deinem Umfeld, auch und sogar gerade dann wenn er oder sie selbst keine eigenen unternehmerischen Erfahrungen hat, dir gutgemeinte Ratschläge geben und Bedenken anmelden zu müssen.

“Du bist selbstständig? Das ist ein hartes Brot. Dann hast du ja nicht einmal bezahlten Urlaub!” oder “Als Selbstständiger hast du nie richtig Freizeit”, sind Sprüche die man sich oft anhören muss.

Das Bild des Selbstständigen in der Öffentlichkeit ist geprägt von der Meinung, dass er ohne die Sicherheiten eines Angestellten deutlich mehr arbeiten muss.

Dir kommt das bekannt vor? Hörst du solche Sprüche auch öfter oder hast sogar selbst ähnliche Gedanken?

Wenn ja solltest du dir selbst einmal folgende Frage stellen: Was bedeutet “Unternehmer” zu sein wirklich und was sollte dein Ziel als Unternehmer sein?
Die Antwort ist so einfach wie für viele unglaublich: Nichts tun müssen!

Doch halt! Damit ist natürlich nicht gemeint, dass du ein Unternehmen gründen kannst und dann sofort den ganzen Tag nur die Beine hochlegst und dabei zuschaust, wie dein Bankkonto anschwillt. “Von nichts kommt nichts”, das wissen wir alle. Es ist vollkommen unrealistisch zu denken, dass man ohne Arbeit als Unternehmer Erfolg haben kann. Wie jetzt? Widersprechen sich das Ziel nichts tun zu müssen und die Weisheit “von nichts kommt nichts” sich nicht? Nein! Die Lösung lautet:

 

AM Unternehmen arbeiten, nicht IM Unternehmen

Überlege dir warum du dich selbstständig gemacht hast – sicher nicht um mehr als vorher zu arbeiten bei gleichzeitig weniger Sicherheiten, oder? Vermutlich hast du dich selbstständig gemacht um mehr berufliche aber auch persönliche Freiheiten zu haben. Dies ist kaum möglich wenn du ständig nur Aufträge für deine Kunden bearbeitest.

Anstatt dauerhaft IN deinem Unternehmen zu arbeiten, sollte es dein Ziel als Unternehmer sein ein Business aufzubauen, das sprichwörtlich “wie eine geölte Maschine” läuft und auch ohne dein eigenes Zutun Erfolge erzielt.

In der beliebten Anwaltsserie “Suites” * gibt es beispielsweise eine Szene in der der Chef und Inhaber einer großen Kanzlei in seinem Büro ein Kreuzworträtsel löst und ihn einer seiner besten Mitarbeiter darauf anspricht ob er nicht arbeiten müsse. Seine Antwort: “Wenn ich arbeiten müsste, dann würde ich meinen Job nicht richtig machen”.

Obwohl diese Aussage für viele absurd klingen mag, hat der Chef hier absolut recht. Natürlich musste er zunächst hart arbeiten um Inhaber einer gut laufenden Kanzlei zu werden. Anstatt sich jedoch ausschließlich darauf zu konzentrieren Geld durch die Arbeit mit Klienten einzunehmen hat er auch AN seinem Unternehmen gearbeitet. Das heißt er hat beispielsweise kompetente Mitarbeiter eingestellt und ihnen beigebracht nach seinen Vorstellungen zu arbeiten, er hat interne Prozesse optimiert und sein Unternehmen Schritt für Schritt so weit gebracht, dass es auch läuft wenn er selbst nicht aktiv arbeitet und z.B. Gerichtstermine wahrnimmt. Dafür hat er schließlich seine Angestellten. Diese wissen genau was zu tun ist und somit ist es auch kein Problem, dass der Chef einmal – wie in der eben genannten Szene – ein Kreuzworträtsel im Büro löst wenn ihm danach ist. Dies ist die persönliche und berufliche Freiheit, die er sich als Unternehmer erarbeitet hat.

 

Freiheit als Unternehmer

Um diese Freiheit als Unternehmer zu erreichen musst du, wie eben bereits gesagt, im Regelfall natürlich zunächst viel und hart arbeiten. Du musst Klinken putzen, du musst dich mit schwierigen Kunden auseinandersetzen und arbeiten wenn alle anderen Freizeit haben. Gerade wenn du alleine gegründet hast, lässt es sich normalerweise nicht vermeiden, dass dein Leben als Selbstständiger zunächst genauso aussieht wie es ein Großteil der Gesellschaft sieht: Du arbeitest ständig, musst dich um wirklich jede Kleinigkeit persönlich kümmern und machst dir Sorgen um deine Einnahmen und Ausgaben. Wie gesagt ZUM ANFANG lässt sich dies kaum vermeiden.

Übrigens: Nur, weil du vielleicht von Zuhause aus bzw. von überall auf der Welt arbeiten kannst, heißt das nicht, dass du dich nicht auch mit dem Unternehmertum beschäftigen solltest! Auch, wenn du eine räumliche Freiheit genießt, bist du immer noch ein Unternehmer. Nur wenn du das verstanden hast, kannst mittel- bis langfristig ein echtes Unternehmen aufbauen, das dir finanzielle Freiheit verschafft.

Das beutetet natürlich nicht zwangsläufig, dass du ein Büro anmieten und Mitarbeiter fest einstellen musst. Trotzdem: Lerne unternehmerisch zu denken! Ein „ich möchte nur ein bisschen….“ wird dich nicht weiterbringen!

Dein Ziel sollte es sein, ein Unternehmen aufzubauen, welches ohne eigenes Zutun arbeitet und Erfolge erzielt.

Versuche möglichst viele Prozesse zu automatisieren. Lerne Verantwortung abzugeben. Natürlich ist es gut wenn du stets über die Vorgänge in deinem Unternehmen informiert bist, dennoch sollte es nicht so sein, dass du dauerhaft “Mädchen für alles” bist. Wenn du alle Prozesse in deinem Unternehmen richtig aufgebaut und optimiert hast, wirst du mehr Zeit dafür finden AN deinem Unternehmen zu arbeiten und deinen Erfolg auszubauen.

Wenn du nicht mehr ständig selbst arbeiten oder dich dauerhaft um Geld sorgen musst hast du Zeit dich in deinem Fachbereich weiterzubilden* , interessante Kooperationen einzugehen oder auch mal “über den Tellerrand zu schauen” und dein Unternehmen mit neuen Impulsen nach vorne zu bringen. Und natürlich kannst du dir auch ohne weiteres einmal die Freiheit herausnehmen ein Kreuzworträtsel in deinem Büro lösen wenn dir danach ist oder auszuschlafen. Ein echter Unternehmer ist Herr und nicht Sklave seines Unternehmens.

 

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3 Kommentare

  1. Ivica   •  

    Hallo Jessica,
    ein sehr schöner und informativer Artikel der mir und vielen anderen aus der Seele spricht. Ich habe das schon längst hinter mir und war schon des öfteren selbstständig statt Unternehmer zu sein.

    Dadurch habe ich nur gearbeitet mir letztendlich die Gesundheit ruiniert bis ich verstanden habe das es so nicht weiter gehen kann.

    Es ist wirklich so das man am besten ein Unternehmen aufsetzt und alles was möglich ist delegiert und automatisiert und man sich nur um die wichtigsten Entscheidungen und Belange selbst kümmert.

    Ich denke man sollte das Marketing und Dinge die man nicht delegieren oder jemand anders besser machen kann selbst machen.

    Gerade wenn man Online Marketing machen möchte muss man komplett umdenke und erst lernen richtig zu denken und nicht nur die richtigen Dinge tun sonder diese auch auf die richtige Art zu tun.

    Hab selbst einen Denkfehler gemacht als ich einen Shop hatte der durchschnittlich lief und ich nur das Marketing machte alles andere war über Dropshipping geregelt und habe es eingestanzt weil es nicht zum Leben reichte statt mehrere solcher Shops zu machen und dann hätte ich genug verdient um davon leben zu können.

    Manchmal trifft an halt falsche Entscheidungen wichtig ist nur diese nicht zu wiederholen.

    Gut das es solche Artikel gibt.

    Vielen Dank

    Herzliche Grüße

    Ivica Sacer

  2. Pingback: Finanzielle Freiheit beginnt im richtigen Quadranten

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