So erstellst du eine Social Media Strategie für dein Unternehmen

In meinem Artikel “In wenigen Schritten zur erfolgreichen Online Marketing Strategie” habe ich dir neulich schon gezeigt welche Punkte eine generelle Online Marketing Strategie immer beinhalten sollte. Da diese im Jahr 2016 natürlich auch immer das bespielen von Social Media Kanälen umfasst, möchte ich heute jedoch etwas konkreter werden und dir zeigen welche Schritte erforderlich sind um eine Social Media Strategie für dein Business zu erstellen.

 

Ziele definieren

Genau wie beim Erstellen einer generellen Marketing Strategie steht auch bei einer Social Media Strategie die Definition von Zielen an erster Stelle. Nur wenn du vorher weißt, welche Ziele du hast, kannst du anschließend dein weiteres Vorgehen planen um diese zu erreichen. Die festzulegenden Ziele sollten hierbei realistisch und hinterher auch auswertbar sein. In sozialen Netzwerken halten sich die User meist in ihrer Freizeit auf und sie besuchen diese zudem ohne konkrete Kaufabsicht. Daher sollten deine primären Ziele hier Reichweitengewinnung, Kontaktaufbau und Vertrauensbildung sein und du solltest nicht nur darauf schielen wie viel Umsatz du unmittelbar über Social Media generierst.

 

Die Zielgruppe verstehen lernen

Kein Business funktioniert wenn du deine Zielgruppe nicht kennst. Daher ist die Definition und das Kennenlernen deiner Zielgruppe auch beim Erstellen einer Social Media Strategie enorm wichtig. Nur wenn du weißt welche Interessen diese hat, wie alt sie ist, wo sie sich gerne aufhält, welches Geschlecht sie hat usw. kannst du später passende Inhalte für sie erstellen. Klicke dich hierzu am besten durch Gruppen, Foren und Frage-Antwort-Seiten. So findest du heraus was sie bewegt und kannst auf sie eingehen.

Die passenden Plattformen wählen

Wenn du deine Zielgruppe kennengelernt hast, wird es Zeit die Social Media Plattformen auszuwählen, die du in Zukunft bespielen willst. Ich rate dir an dieser Stelle dringend davon ab bei allen Plattformen Business-Profile zu erstellen und diese dann mit den gleichen Inhalten zu bestücken. Dies machen zwar viele, es kann aber keine gelungene Social Media Strategie sein. Zunächst einmal wirst du wahrscheinlich nicht die Kapazitäten haben um dich um jede Plattform angemessen kümmern zu können, außerdem ergibt es in den wenigsten Fällen Sinn überall angemeldet zu sein: Kannst du beispielsweise nicht regelmäßig hochwertige Bilder erstellen, so brauchst du keinen Pinterest- oder Instagramaccount. Zudem wird sich auch deine Zielgruppe nicht in jedem Netzwerk aufhalten und zu guter letzt hat auch jedes soziale Netzwerk seine ganz speziellen Eigenheiten, die du nur kennenlernst wenn du dich sorgfältig mit ihm befasst. Konzentriere dich auf die Plattformen, auf denen sich deine Zielgruppe bevorzugt aufhält!

 

Zielgruppengerechte und zur Plattform passende Inhalte anbieten

Kennst du deine Zielgruppe und hast die Plattformen bestimmt, auf denen du aktiv werden möchtest, kann es nun endlich an die eigentliche Inhaltserstellung gehen. Hierbei ist es wichtig, dass dein Content sowohl zur Plattform als auch zur Zielgruppe passt. Ein Beispiel: Du betreibst einen Onlineshop für Heimwerkerwerkzeug und Zubehör und möchtest für Instagram und Youtube Inhalte erstellen. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass sich bei Instagram eine jüngere Zielgruppe aufhält und dass du hier mit gut aufgemachten, frischen Bilderanleitungen für Do-it-yourself-Schreibtische (selbstgebaute Möbel aus Paletten o.ä. sind in der jüngeren Altersgruppe gerade ziemlich “in”) punkten könntest während sich bei Youtube auch “die älteren Semester” (klassische Heimwerker) umschauen und du hier ideal ein Video posten könntest, welches konkret und ausführlich die Funktionsweise und die Vorteile einer Bohrmaschine, die du im Shop anbietest, aufzeigt. Natürlich betreibst du ein Business, dennoch sollte der Mehrwert für den Nutzer bei deinem Content im Mittelpunkt stehen. Als Faustregel gilt: Höchstens jeder fünfte Beitrag sollte werblicher Natur sein.

Überlege dir außerdem WANN und WIE OFT du Inhalte postest. Wenn sich deine Zielgruppe also bevorzugt am Wochenende in dem sozialen Netzwerk deiner Wahl aufhält, solltest du auch dann posten. Wichtig ist zudem Kontinuität.

 

Influencer finden

Am besten verbreiten sich Inhalte in den sozialen Netwerken wenn du passende Influencer findest und diese auf deinen Content aufmerksam machst. Um beim Beispiel von eben zu bleiben: Verlinkt ein beliebter Youtuber im Bereich Handwerken dein Bohrmaschinen-Video, kann sich deine Reichweite innerhalb deiner Zielgruppe leicht vervielfachen. Wie du Influencer findest und für dich gewinnst kannst du in dem Artikel “Wie du deine Reichweite mit einem Schlag verzehnfachen kannst! Inkl. Anleitung” nachlesen.

 

Mit den Usern interagieren

Leider sehe ich immer wieder Firmen, die zwar regelmäßig gute Inhalte posten, ihre Zielgruppe anschließend jedoch “alleine” dastehen lassen. Vermeide diesen Fehler! Soziale Netzwerke leben von Interaktion, also antworte möglichst zeitnah auf Fragen und like und teile auch gerne gute Beiträge deiner Follower. Wenn diese sehen, dass du nicht nur Inhalte in die Plattform “hineinwirfst”, sondern dich wirklich mit ihr beschäftigst, werden deine Follower auch mehr mit deinem Content interagieren.

 

Erfolge messen und die Strategie anpassen

Das Messen der eigenen Erfolge am Ende ist Bestandteil einer jeden Social Media Strategie. Nur wenn du weißt welche Art von Inhalten besonders gut ankommt kannst du daraus deine Schlüsse ziehen und deine Strategie fortlaufend anpassen und verbessern.

Hast du bereits eine Social Media Strategie? Falls ja: Welche Ziele hast du dir gesetzt und welche Plattformen sind für dich am wichtigsten?

2 Kommentare

  1. Martin Zohner   •  

    Hallo Frau Ebert,

    wir sind im Moment vor allem auf Facebook unterwegs, möchten aber auch Twitter ausbauen. Eine Strategie in der Art sind wir gerade am Aufbauen.

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