So findest du die passenden Keywords für deine Artikel

Wenn du einen Blog schreibst möchtest du natürlich, dass er auch von möglichst vielen Menschen gelesen wird. Möglichkeiten zur Trafficgewinnung gibt es viele: So kannst du deine Artikel beispielsweise per Newsletter bewerben, sie in den sozialen Medien posten, Linkpartnerschaften eingehen und und und.

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Am besten ist es aber sie gleich so zu verfassen, dass sie von am Thema interessierten Menschen direkt bei Google gefunden werden. Dazu muss Google aber erst einmal verstehen worum es in deinem Artikel überhaupt geht um diesen einordnen zu können. Ein Faktor um die Relevanz eines Artikels für den Suchenden zu bestimmen sind die sogenannten Keywords oder Keywordphrasen, also Schlüsselwörter, die im Text vorkommen. D.h. sucht jemand bei Google nach “Wie bekomme ich Rotweinflecken aus heller Kleidung?”, so wird Googles Algorithmus sicher Artikel die neben dem Keyword “Rotweinflecken” auch noch das Keyword “helle Kleidung” beinhalten höher ranken als solche, in denen diese Kombination nicht vorkommt. Googles Ziel dabei ist es natürlich die Intention des Suchenden zu verstehen und ihm genau das zu liefern, was er braucht. In unserem Beispiel wird explizit danach gesucht wie man Rotweinflecken aus heller Kleidung entfernen kann, da ist es wenig sinnvoll wenn der Suchende ganz oben Artikel angezeigt bekommt, die sich lediglich mit der allgemeinen Entfernung von Rotweinflecken beschäftigen.

Die richtigen Keywords sind natürlich noch kein Garant dafür, dass dein Artikel zu deinem gewünschten Thema auch gut rankt, da es sehr viele verschiedene Faktoren gibt, die das Ranking beeinflussen. Dennoch ist eine ordentliche Keywordrecherche meiner Meinung nach oft schon “die halbe Miete”, also sehr wichtig für deinen Erfolg. Doch es ist nicht immer ganz einfach herauszufinden, welche Keywords man am besten verwendet.

Daher möchte ich dir im heutigen Artikel einige Tipps liefern, mit denen es dir leichter fallen wird die richtigen Keywords für deine Artikel zu finden. Hierzu werde ich die Schritte, die ich oft zur Keywordrecherche für Artikel abarbeite, mit einem fiktiven Beispiel für dich durchgehen. Los geht`s!

 

Was ist mein Thema?

Erst einmal überlege ich mir natürlich das Grundthema, über das ich schreiben möchte. Nehmen wir einfach mal an ich möchte in einem Artikel meine Kenntnisse zum Thema “Rotweinflecken entfernen” weitergeben: Nun schreibe ich zunächst einmal Keywords auf, die mir selbst spontan einfallen. Dies könnten in diesem Fall beispielsweise “Rotweinflecken entfernen”, “Rotweinflecken von der Jacke entfernen”, “Rotweinflecken vom Hemd entfernen” u.ä. sein.

 

Was erwartet der Suchende?

Habe ich alle Suchwörter aufgeschrieben, die mir selbst zu dem Thema eingefallen sind, stelle ich mir die Frage “Was erwartet der Suchende?”. Gut, in diesem Fall ist die Antwort sehr simpel: Tipps um Rotweinflecken von irgendetwas zu entfernen. Doch halt: Sehr wahrscheinlich sind mir bei meinem vorherigen Brainstorming nicht einmal die Hälfte aller Probleme eingefallen, die Leute, die Rotweinflecken entfernen wollen, durch den Kopf gehen. Es wird also Zeit herauszufinden, was die Leute überhaupt so bei Google eintippen. Dieses checke ich meist mit folgenden kostenlosen Tools:

 

Google Suggest

Wenn du bei Google etwas eintippst aber noch nicht auf “Enter” drückst schlägt Google dir zu den meisten Suchbegriffen weitere, häufig gesuchte Keywords vor. Wenn ich beispielsweise einfach nur “Rotweinflecken entfernen” eingebe, so zeigt mir Google noch “rotweinflecken entfernen teppich”, “rotweinflecken entfernen sofa” und “rotweinflecken entfernen hose” an. Dies signalisiert mir, dass die meisten Suchenden wohl ein Problem mit Rotweinflecken auf ihrer Hose, dem Sofa oder dem Teppich haben.

Gut, in diesem Beispiel hätte man auch selbst darauf kommen können aber hier soll es ja um die grundsätzliche Herangehensweise gehen. Drücke ich nun z.B. bei der Phrase “rotwein entfernen teppich” auf “Enter” und scrolle bis ans Ende der ersten Suchergebnisseite, liefert mir Google weitere, wertvolle Keywordphrasen wie beispielsweise “eingetrockneter rotweinfleck entfernen”, “rotweinfleck teppich backpulver”, “rotweinflecken entfernen rasierschaum” oder “rotweinflecken mit weisswein entfernen”.

Nun habe ich bereits weitere Keywords für meinen Artikel finden können. Anstatt einfach nur zu schreiben WIE man einen Rotweinfleck entfernt, sollte ich also auch noch mit reinbringen ob Hausmittel XY hierzu taugt um Besucher auf meine Seite zu bringen, die genau danach suchen. Spiele auf deiner Suche ruhig etwas mit Google Suggest herum (Keyword eintippen und danach “a”, Keywort eintippen und danach “b” usw.)

 

HyperSuggest

Zur Ergänzung nutze ich dann meist noch hypersuggest.com. Wenn du Google Suggest verstanden hast, ist dieses Tool selbsterklärend: Einfach bereits gefundene Keywords eintippen und inspirieren lassen!

 

Das Suchvolumen

Um zu wissen wie relevant ein Keyword für deinen Artikel ist, hilft es natürlich das Suchvolumen zu kennen, also zu wissen wie viele Menschen es monatlich bei Google eintippen. Viele Jahre lang leistete der Keywordplanner von Google Adwords hier wunderbare Dienste. Leider sind die Suchvolumina dort jedoch nur noch einsehbar wenn man auch Adwordskampagnen laufen hat, also Geld für Werbung bei Google ausgibt. Daher empfehle ich aktuell auf Keywordtool.io http://derdigitaleunternehmer.de/karma-keyword-tool/ zurückzugreifen (danke Nico für den Hinweis!). 

 

Synonyme

Hast du die Keywords beisammen, die du in deinem Artikel unterbringen willst, solltest du dir unbedingt noch Synonyme überlegen. Im Jahr 2016 ist nicht nur der Nutzer, sondern auch Google genervt wenn du ein Keyword in deinem Artikel zu oft stumpf wiederholst. synonyme.woxikon.de kann hier helfen.

 

Longtails

Für ganze Phrasen, die natürlich wesentlich weniger oft als einzelne Keywords bei Google eingegeben werden, ist es natürlich meist auch leichter zu ranken. Versuche also möglichst viele deiner gefundenen längeren Keywordphrasen (sogenannte Longtails) sinnvoll (!) in deinen Text einzubauen. In unserem Fall könnte “rotweinflecken entfernen” das Hauptkeyword sein und Longtails sind dann Phrasen wie “alte rotweinflecken vom sofa entfernen” sein.

 

Kostenpflichtiges Keywordrecherche-Tool – SECockpit

Die oben genannten Möglichkeiten Keywords zu finden sind kostenlos. Wenn du irgendwann richtig professionelles SEO fü deine Artikel betreiben möchtest, dann ist ein gutes Recherchetool Gold wert. Ich nutze dazu seit einiger Zeit SECockpit von SwissMadeMarekting. Wenn dich das interessiert, kannst du hier mehr dazu erfahren ->*

 

Nicht mit dem Holzhammer!

Wenn du die von mir eben genannten Methoden nacheinander anwendest wirst du vermutlich bei den meisten Themen viele tolle, gesuchte (!) Keywords finden, die dir dabei helfen, dass deine Blogartikel öfter aufgerufen werden – ganz einfach weil du nun die Wortphrasen benutzt, die die Leute bei Google eintippen. Dennoch möchte ich am Ende noch einmal deutlich davor warnen es mit dem Einsatz von Keywords zu übertreiben. Hämmere sie nicht mit dem Hammer in deinen Text wenn sie nicht passen, verwende Synonyme und liefere dem Leser Mehrwert!

Betreibst du vor dem Schreiben bereits Keywordrecherche? Wenn ja: Wie gehst du dabei vor?

5 Kommentare

  1. Rene   •  

    Hi Jessica, toller Artikel und vor allem hast Du noch einige kostenlose Tools genannt, welche ich noch nicht kannte, die aber grosse Hilfe beim Suchen der Keywords sind. Vielen Dank und eine erfolgreiche Woche ;o)

  2. Claudia   •  

    Liebe Jessica,

    ich habe zu dem Thema schon viel gelesen und recherchiert. So klar und einfach konnte es bis jetzt noch niemand auf den Punkt bringen. :)

    Danke, eine große Hilfe!

    Liebe Grüße
    Claudia

  3. Andrea   •  

    Super und sehr hilfreicher Artikel.
    Danke Jessica

  4. Pingback: Keyword-Recherche für Leser und Ranking | Wannies Durchblick-Blog

  5. Jaser   •  

    Hallo Jessica,

    eine sehr detaillierte Beschreibung! Die einzelnen Vorgehensweisen und Methoden werde ich nun ebenfalls für mich nutzen.

    LG Jaser

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