So werden deine E-Mails geöffnet und gelesen!

Seitdem ich im Online Marketing tätig bin, ist Email-Marketing ein Thema. Es war, es ist und es wird auch wahrscheinlich noch lange so bleiben, dass es keine andere Marketingstrategie geben wird, die fast zu 100% automatisiert so viele Kunden erreicht und so viel Umsatz liefert.

Man könnte auch sagen, dass Email-Marketing der Dreh-und-Angelpunkt deines Umsatzes im Internet ist. Vorausgesetzt du möchtest ein nachhaltiges Business betreiben.

Ich habe bereits schon Kurse speziell zu diesem Thema entwickelt. Doch heute möchte ich mir einen Teilaspekt herausnehmen. Es geht nicht ums Marketing, sondern um die „E-Mail an sich“.

  • Mit welchen Tricks werden meine E-Mails geöffnet?
  • Wie stelle ich sicher, dass meine E-Mails langfristig geöffnet werden?
  • Wie bringe ich den Leser dazu, dass er meine E-Mails auch wirklich durchließt?

Das und noch viel mehr besprechen wir heute. Also sei gespannt und zücke den Notizzettel, denn ab heute werden deine E-Mails besser konvertieren!

 

Andere Texte, andere Regeln

Wessen Talent nicht dem Texten gewidmet ist, der wird ohnehin schon ein paar Schwierigkeiten haben, prägnante, zielgruppenorientierte und auch relevante Texte zu schreiben – egal welche Textart. Es ist jedoch sehr wichtig zu wissen, dass jede Textart andere Kriterien erfüllen muss, damit sie ihren Zweck erfüllt.

Eine Pressemitteilung sieht anders aus als ein Kommentar (Beispiel: Tageszeitung).

Ein Blogartikel sieht anders aus als ein wissenschaftlicher Text. Usw…

Und jetzt kommt der Hammer für dich! Wenn wir das „Geheimrezept“, die Grundstruktur der jeweiligen Textart kennen, ist es ar nicht mehr so schwer, ihn so zu schreiben, dass er funktioniert. Dazu braucht man auch kein Bestseller-Autor sein. Schon gar nicht, wenn es im ersten Schritt nicht um hoch erfolgreiche Werbetexte geht.

Wie du es dir vielleicht schon denken kannst: E-Mails müssen eine ganz spezielle Struktur haben, damit sie funktionieren. Diese Struktur, die sich über Jahre hinweg unter den erfolgreichsten Marketern herauskristallisiert hat, werde ich dir jetzt näherbringen.

 

Die Betreffzeile – Aufgabe und Entwicklung

Die Headline hat nur wenige Wörter und doch zerbrechen wir uns den Kopf an ihr. Denn wenn diese 5-7 Wörter nicht gut sind, ist die gesamte E-Mail für die Katz. Headlines haben also einen ganz besonderen Stellenwert. Deswegen musst du dich an folgende Faktoren halten:

1. Niemals mehr als 5-7 Wörter schreiben

Du kennst dein eigenes E-Mail-Postfach. Der Platz für den Betreff ist sehr klein. Wenn du also mehr als 7 Wörter benutzt, wird der Betreff einfach abgeschnitten. Noch prekärer wird es, wenn der User deine E-Mail über das Smartphone aufruft. Mehr als 7 Wörter sind also kontraproduktiv.

2. Die Headline muss nur den Klick verkaufen

Die Headline hat inhaltlich keinen Nutzen. Eigentlich ist sie völlig irrelevant für die E-Mail. Alles was sie tun muss, ist den Klick zu verkaufen. Berufe dich darauf. Auch wenn der Betreff inhaltlich oder stilistisch schlecht ist, kann sie trotzdem noch gut sein.

3. Neugierde und Verknappung

Mit 5-7 Wörtern kannst du nicht viel anfangen. Alles, was du tun kannst, ist die Neugierde des Lesers zu wecken. Du brauchst keinen Werbeslogan und auch keine einprägsamen Worte. Wenn es um ein ganz spezielles Angebot geht, darf es auch Verknappung sein. Etwa wie: „Achtung: 50% Rabat nur noch bis 24h“.

4. Unspezifische Versprechen oder Überraschungen sind der Knaller

Es wird die Zeit kommen, wo du den Betreff ruhig mal ein wenig inhaltlich gestallten kannst. Doch versuche, so oft du kannst, einen recht unspezifischen Betreff zu wählen, der dem Kunden das Gefühl gibt, dass er in dieser E-Mail etwas richtig Tolles bekommt. Beispiel:

„Halt, hier kommt noch mehr“ oder „Das hier ist der essentiellste Faktor“.

Du brauchst keine Angst zu haben, dass der User nicht verstehen wird, was du meinst. Denn solange er noch frisch in deiner Liste ist oder konstant dabeibleibt, wird er wissen, welches Themengebiet du behandelst. Eine unspezifische Betreffzeile weckt dann das Interesse noch mehr.

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So wird deine E-Mail gelesen (und geklickt)

Deine Leser können erst klicken, wenn sie gelesen haben. Deswegen ist die essentiellste Aufgabe deines E-Mail Textes, dass er gelesen wird. Erst danach kommen Faktoren wie:

  • Leserbindung
  • Mehrwert bieten
  • Verkaufen
  • Usw.

Und selbst diese Aufgaben können erst dann erfüllt werden, wenn deine E-Mail gelesen wird. Es gibt gewisse Grundregeln, die kinderleicht einzuhalten sind.

1. Schreibe nicht mehr als 300 Wörter. Optimal sind sogar nur 150 Wörter.

Welcher Mensch liest sich zwischendurch im Alltag, wenn er eine Push-Nachricht bekommt, einen 2000-Wörter-Text durch? Und falls er sich vornimmt, das wann anders zu machen, wird er es vergessen. 150 Wörter sind perfekt, um den Nagel auf den Kopf zu treffen. Das lieben Menschen.

2. Jeder Absatz darf nur 3 Zeilen haben.

Wirklich jeder! Jeder Mensch schafft sich in Millisekunden einen Überblick über den Text und entscheidet, ob er die Energie aufbringen möchte, den Text zu lesen. Haben die Absätze mehr als 3 Zeilen, wirkt es direkt anstrengend.

3. Verwende möglichst wenig Nebensätze.

Eigentlich kannst du sie auch ganz weglassen. Wobei ich es gut finde, wenn hier und da ein wenig Abwechslung im Text zu finden ist. Dennoch sind Nebensätze für den Leser sehr anstrengend. Wir müssen immer dafür sorgen, dass es der Leser so bequem wie möglich hat.

4. Nutze prägnante Formulierungen.

Schreibe kurz und bündig und nenne die Dinge beim Namen. Bei einem Blogartikel kann man gerne mal etwas mehr Inhalt liefern und präziser auf bestimmte Themen eingehen. Nicht aber bei der E-Mail. Wenn du etwas mit einem Wort beschreiben kannst, dann tue es und suche nicht nach hübschen Synonymen oder Umschreibungen.

5. Schreibe jeden Satz so, als ginge es nur darum, dass der Leser die E-Mail weiterliest.

Wenn du allein mit diesem Mindset ans Schreiben herangehst, wird sich die Qualität deiner E-Mails drastisch verbessern. Lediglich bei einer „Call to Action“, also einer Aufforderung, brauchst du das nicht zu tun.

 

Konstant dafür sorgen, dass deine E-Mails geöffnet werden

Es ist völlig normal, dass die Öffnungs- und Klickrate deiner Newsletter mit der Zeit abflacht. Dagegen kannst du niemals zu 100% angehen. Leser lösen ihre Probleme oder verlieren das Interesse. Dafür kommen wieder neue Leser, keine Sorge.

Dennoch kannst du Tricks anwenden, damit sie so lange wie möglich bei der Stange bleiben und darüber hinaus Vertrauen zu dir aufbauen – und zwar in Windeseile!

Der Schlüssel sind sogenannte Loops, also Kreise, die sich E-Mail-übergreifend schließen. Besser erklärt: Nutze das Ende jeder E-Mail, um den Leser auf die nächste E-Mail heiß zu machen.

Und du kannst noch einen drauflegen, indem du ihn überrascht:

  1. Sage dem Leser in der ersten E-Mail, dass er von dir 3 wertvollen Tipps oder Geschenke in den nächsten E-Mails bekommt.
  2. Liefere ihm den ersten Tipp in der ersten E-Mail.
  3. Liefere den zweiten Tipp EBENFALLS in der ersten E-Mail.
  4. Liefere den 3 Tipp in der zweiten E-Mail und mache ihn am Anfang darauf aufmerksam, dass er in der ersten E-Mail bereits zwei „Geschenke“ bekommen hat. So schließt sich der Loop bzw. Kreis.

So hat der Leser immer wieder das Gefühl und die Vorfreude, deine E-Mails zu öffnen und baut ein riesiges Vertrauen zu dir auf, weil du nicht nur deine Versprechen hältst, sondern weil du sie sogar noch schneller in die Tat umsetzt.

Diese Loops kannst du immer mal wieder in deinen Newsletter einbauen. Tipps, die sich auf zwei E-Mails „strecken lassen“ oder die logisch aufeinander aufbauen sind hier das Handwerkzeug. Und vergiss nicht, in der zweiten, dritten oder gar vierten Loop-E-Mail den Leser auf die Tipps aus den ersten E-Mails aufmerksam zu machen. Dieses System wirkt wie ein großes Fischernetz, welches ein Höchstmaß an E-Mail-Öffnungen gewährleistet.

 

Fazit

Ob E-Mails schreiben für ein richtig profitables Online Business einfach ist? Nein, es erfordert schon ein gewisses Maß an Plan und System. Einfach mal ein wenig Content herunter zu rattern, wird zwar den Leser freuen (wenn der Content relevant ist), aber Umsatz bringt das noch lange nicht.

Deswegen musst du dir Zeit zum Schreiben nehmen. Aber es sich lohnen wird. Außerdem wird ja kein Roman verlangt. 150 Wörter sind perfekt!

Du kannst es bereits heute ausprobieren Schreibe eine E-Mail mit 150 Wörtern unter der Berücksichtigung aller Tipps und schicke sie einfach mal an deine Liste heraus. Schau was passiert und entwickle dann den ersten Loop.

 

BONUS-TIPP – Dieser Tipp ist Goldwert für die Umsetzung!

Was ich im Text nicht erwähnt habe, was aber unglaublich wichtig ist, ist folgender Tipp:

Sei dir bewusst, dass jeder Mensch ein Zeitfenster von rund 3 Tagen hat, in welchem er Feuer und Flamme für ein neues Vorhaben oder ein neues Interessensgebiet ist.

Er wird sich natürlich bei DIR eintragen, weil du ihm zu seinem neuen Vorhaben oder aber zur Lösung seines dringenden Problems die adäquaten Lösungen lieferst. Beachte aber, dass du es in den ersten 3 Tagen schaffen musst, den Leser für dich zu gewinnen. Denn jetzt liest er deine E-Mails noch. Schicke ihm ruhig jeden Tag eine E-Mail. Er wird sich darüber freuen, wenn du ihm guten Content lieferst.

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