Verkaufspsychologie – Warum du Bilder auf deiner Website brauchst und wie du die passenden auswählst.

Im Online Marketing dreht sich alles um die Aufmerksamkeit deiner Besucher. Die Kunst ist es, dass auf deiner Webseite oder auf deinem Angebot so viele Menschen wie möglich klicken und anschließend für den Kauf entscheiden.

Doch was passiert zwischen dem Aufruf deiner Webseite und dem Klick auf den Bestellbutton (Eintragung in den Newsletter usw.)?

Wir müssen es schaffen, dass der Besucher auf der Seite bleibt. Er muss gecatcht werden! Das schaffen wir zum einen durch die richtige Ansprache und durch unsere Headlines. Doch das ist noch lange nicht alles!

Zum anderen ist das Bildmaterial ein effektives Mittel. Und es ist weitaus mächtiger, als man denken mag. Irgendwelche 08/15 Bilder, die irgendwie zum Thema passen, können dich ganz schnell einen profitablen Besucher kosten. Deswegen geht es jetzt darum, worauf du bei deinem Bildmaterial achten solltest:

  • Die Bedeutung von Bildern im Online Marketing
  • Welche Wirkungen Bilder bei uns auslösen
  • Anhand welchen Faktoren du die richtigen Bilder auswählst

 

Die Bedeutung von Bildern im Online Marketing

Wer sich anfänglich mit Online Marketing beschäftigt, wird schnell merken, das Bilder eine essentielle Rolle spielen. Unbeachtet dessen, dass sie eine wichtige Rolle im Verkauf spielen.

Nicht nur wir Menschen lieben Bilder, sondern auch Google. Sobald deine Webseite mit Bildmaterial ausgeschmückt wird, kann es durchaus sein, dass sie besser gerankt wird, Seiten, die ausschließlich Text beinhalten. Bilder sind also die Grundvoraussetzung für eine gute Platzierung.

Um Google zufriedenzustellen, gibt es ein paar Tricks, die du ganz leicht und ohne großen Aufwand anwenden kannst.

  • Verwende ein Longtail-Keyword, damit du nicht mit den großen Anbietern konkurrieren musst. Menschen, die speziell etwas suchen, werden auch etwas „Spezielles“ bei Google eingeben.
  • Ändere den Dateinamen des Bildes auf das Keyword, mit dem du deine Seite ranken möchtest.
  • Der Titel des Bildes muss sowohl ein oder mehrere Keywords beinhalten, als auch das Bild kurz beschreiben.
  • Alt-Attribut für eine bessere Barrierefreiheit ausfüllen. Das kommt bei Google und Co. unheimlich gut an. Schreibe hierfür einen Satz, der für blinde Besucher vorgelesen wird und dementsprechend gut klingt, aber auch ein oder mehrere Keywords beinhaltet.
  • Für einzigartiges Bildmaterial geht nichts über eigene Bilder.

 

Die Bedeutung von Bildern für das menschliche Gehirn

Soweit so gut. Google ist jetzt bedient und freut sich darüber, dass es einen weiteren Online Marketer gibt, der seine Webseite hegt und pflegt. Das wird mit einem guten Ranking honoriert.

Jetzt geht es aber um das wirklich interessante. Wie wirken deine Bilder auf deine Besucher?

Wir wollen, …

… dass das Bild Aufmerksamkeit erregt.

…. dass die Bilder für den Besucher logisch zum Sachverhalt passen.

… dass die Bilder den Besucher zum Träumen bringen. „Das will ich auch“, „ach wie schön“, diese Jeans würde mir auch gut stehen“ usw…

… dass die Bilder Abwechslung in den Text bringen, wodurch die Aufmerksamkeitsspanne des Lesers verlängert wird.

… dass der Besucher ein positives Gefühl bekommt.

… dass das Bild zum Weiterlesen einlädt.

Verkauf findet meistens über Emotionen statt. Im Internet besteht die Schwierigkeit jedoch darin, Emotionen überhaupt erst einmal hervorzurufen. Besucher haben wenig Geduld und nehmen sich nicht die Zeit, deinen super tollen Text so zu lesen, als wäre es ein mitreißender Roman. Daher müssen wir den Leser schnell in den Bann ziehen und dazu bringen, deine Texte durchzulesen, um alle relevanten Informationen, sowie das Angebot zu bekommen.

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte.

Wenn wir versuchen, die Aufmerksamkeit mit einem bloßen Text zu erhaschen, laufen wir gegen eine Wand. Denn die Wirkung eines Textes ist begrenzt. Wir können noch so wortgewandt sein, in Sachen Aussagekraft gewinnt ein Foto immer!

Das liegt vor allem daran, dass ein Bild unseren visuellen Kanal erreicht. Emotionen erfolgen immer aus dem Reiz unserer Sinne. Ein Text kann unsere Sinne leider nicht direkt reizen, sondern muss erst durch den energieaufwändigen Filter namens „Gehirn“ gehen.

Also: Ein Bild oder mehrere Bilder sind ein Muss!

Leider können wir keine x-beliebigen Bilder einsetzen. Wir brauchen passendes Material, denn ansonsten haben wir nicht nur KEINE Wirkung, sondern sogar eine GEGENTEILIGE Wirkung. Der Besucher ist verwirrt, ist eventuell abgeschreckt oder merkt, dass er nur auf einer Seite ist, die sein Geld haben möchte.

Im Folgenden geben ich dir deswegen ein paar wichtige Grundregeln und Tipps für den richtigen Umgang mit den Bildern.

 

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Wo brauche ich Bilder und wie platziere ich sie?

Es gibt haufenweise Möglichkeiten Bilder einzusetzen. Generell gilt: Überall, wo Bilder möglich sind, solltest du sie anwenden!

1. Blogartikel

Der Klassiker sind Blogartikel. Hier gehören Bilder hin, damit in erster Linie der Lesefluss aufrechterhalten bleibt. Abwechslung ist das Stichwort. Deswegen gehört auch kein Bild nach ganz oben im Text (es sei denn es ist ein Teaser-Bild), sondern besser etwas tiefer (nach der Einleitung oder dem ersten Absatz). Im weiteren Verlauf kannst du entscheiden, wo noch ein Bild hineinpasst und wie sie im Zusammenspiel mit möglichen Werbeanzeigen die beste Wirkung erzielen.

Beziehen wir uns auf Produktbeschreibungen oder Verkaufstexte dienen Bilder dazu, dem Kunden ein richtiges Bild vom Produkt zu geben. Dadurch gewinnt er Sicherheit und Vertrauen und weiß, was er anschließend bestellen wird.

2. eBooks

Ganz wichtig: Das Cover! Studien belegen, dass weder Titel, noch Beschreibung der Hauptfaktor für einen Kauf sind, sondern das Buchcover. Daher muss hier ein Bild sein, dass exakt das aussagt, was der Kunde sich wünscht. Auch im eBook sind Bilder ein tolles Mittel, um den Kunden ein lebhaftes Leseerlebnis zu bieten. Ähnlich wie bei einem Blogartikel ist die Abwechslung ein wichtiger Punkt.

3. Social Media Marketing

Facebook lebt mittlerweile von Bildern und Videos. Instagram sowieso. Ein Post ohne Bilder kannst du am besten gleich sein lassen, sofern es darum geht, Kunden und Follower zu erreichen.

4. YouTube Thumbnails

Wenn wir uns mal an die alten Zeiten auf YouTube zurückerinnern und sie mit heute vergleichen, merken wir, dass sich die Thumbnails stark gewandelt haben. Früher waren es noch einfache Ausschnitte aus dem Video, heute sind es teils stark durchdachte Aufmerksamkeitserreger. Viele Youtuber nutzen ihr Thumbnail als zweite Überschrift für ihren Bildtitel und verwenden Bilder, die übertrieben wirken.

Für erfolgreiches YouTube-Marketing empfehle ich dir auf jeden Fall, deine Thumbnails mit Sorgfalt selbst zu erstellen und einen eigenen Stil zu entwickelt.

 

Anhand von welchen Faktoren wählt man das richtige Bildmaterial aus?

So, wir wissen nun im Groben, wo wir unser Bildmaterial einsetzen. Doch wie wählen wir es richtig aus, sodass es wie eine Kanone einschlägt und unsere Webseite zu einer Trafficmaschine macht?

Es gibt dafür ein paar wichtige Faktoren, die sich rein auf psychologische Aspekte beziehen. Hier erkläre ich sie dir:

1. Das richtige Bild-Wort-Verhältnis

Zu viele Bilder können schädlich sein. Sie sagen zwar viel aus, allerdings ist ein „zu viel“ nicht gut, da zu viele Fragen offenbleiben und der Leser keinen blassen Schimmer hat, um was es eigentlich geht. Außerdem besteht die Gefahr einer Reizüberflutung.

Eine Studie von BuzzSumo hat herausgefunden, dass ein Verhältnis von etwa 1 Bild zu 100 Wörtern ideal ist, um den Lesefluss aufrecht zu erhalten und gleichzeitig spezifische Informationen heranzutragen. Dabei muss es nicht nur um Bilder gehen. Auch Angebote, hervorstechende Zitate, sowie Tweets oder Videos erzielen die gleiche Wirkung. Diese Anwendung erfordert jedoch, dass ausreichend Absätze vorhanden sind und dass nur selten mehr als 3 Zeilen pro Absatz geschrieben werden.

2. Menschen sind super!

Authentische Bilder mit Menschen sind sehr effektiv. Dadurch kann sich der Leser direkt identifizieren und sich selbst in eine gewisse Situation (zusammen mit deinem Produkt oder mit dem Nutzen deines Produkts) mental hineinversetzen.

Menschen erwecken vertrauen und versprühen eine gewisse Dynamik auf deinem Blog. Ein starres Bild von einem Produkt hingegen kann zwar Sicherheit und Informationen bieten, ist aber rein emotional sehr langweilig. Eine gute Mischung aus beidem ist optimal.

3. Nutze eigene Bilder

Nicht nur für Google sind eigene Bilder wunderbar, sondern auch für deinen Besucher. Nichts gibt mehr Vertrauen! Der Leser sieht sofort, dass du dir wirklich Gedanken um dein Produkt gemacht hast. Sehr effektiv ist dies auch bei Affiliate Marketing, wenn du die Produkte eines anderen Herstellers testest und bewirbst.

4. Zeige den Nutzen hinter dem Produkt

Die Meisterübung ist es, Bilder auszuwählen, die nicht das Produkt zeigen, sondern eine Situation oder ein Gefühl transportieren, die aus dem Produkt heraus entstehen können. Dadurch bringst du den Leser gleich in die Gedankenwelt, in der er sich selbst sehen möchte. Und dann zeigst du ihm, wie dein Produkt den Gedanken zur Realität machen kann.

 

Fazit

Bilder sind für ein erfolgreiches Online Marketing unumgänglich. Eine Seite ohne Bilder lebt nicht und wird von jedem Besucher eher weggeklickt, als dass sie überhaupt eine Idee davon bekommen können, was es auf deiner Webseite zu entdecken gibt.

Bilder erregen Aufmerksamkeit, fördern den Lesefluss, machen Spaß und sind ein effektiver Verkäufer. Also setze sie richtig ein.

Buch-Tipp:

Fotografieren für Blogger: So machst du Fotos mit Klickfaktor!
  • Katharina Dielenhein
  • Rheinwerk Fotografie
  • Auflage Nr. 1 (28.11.2016)
  • Broschiert: 271 Seiten

(Danke an Kathrin)

2 Kommentare

  1. Simone   •  

    Danke für die ausführlichen Tipps! Ein weitere Vorteil von eigenen Bildern besteht ja auch darin, dass sie absolut Rechtssicherheit sind. Danke für den Buchtipp, wird meine nächste Anschaffung 😉
    Irgendwie habe ich den Zugang zu Deiner fb Gruppe verpasst, darf ich noch dazu?
    Sonnige Grüße, Simone

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