Vom Text zum Amazon Kindle Ebook

In diesem Artikel erkläre ich dir, wie ich mein erstes Ebook auf Amazon veröffentlicht habe und wie bzw. was sich daraus so entwickelt hat.

Viele kennen meine Ebooks auf Amazon ja schon. Darunter: Quick and Easy Starter Guide: Traffic – Mein erstes Kindle Buch. Und ich muss sagen, es hat sich bisher gelohnt :)

Denn ohne großes zu tun habe ich jeden Monat recht gute Verkaufszahlen und verdiene somit auch ein bisschen nebenbei.

Es war wirklich einfach zu erstellen und macht unheimlich Spaß zu beobachten, wie viele Leute sich dafür interessieren und zu lesen was sie dazu meinen.

Und das Ganze hat auch noch einen ziemlich entscheidenden Vorteil zu dem “normalen” Ebook-Verkauf über die Website – Auf Amazon erreicht man zum einen kaufinteressierte (!) Menschen und zu anderen eine Masse an Leuten, die dein Buch kaufen und laden, die du über eine Website wohl nicht oder nur schwer erreichen würdest.

Diese beiden Punkte, Kaufinteresse und Masse, können aber auch einen Nachteil haben. Wenn viele Menschen dein Ebook lesen und es nicht sonderlich gut ist, folgern daraus schlechte Rezensionen, was wiederum deiner Reputation schaden kann.

Daher von mir zu Beginn der Hinweis: Wenn du die Masse erreichen willst und dein Ebook bei Amazon anbieten möchtest, dann MUSS der Inhalt deines Buches wirklich gut sein!
Komm erst gar nicht auf die Idee irgendeinen PLR-Report übersetzten zu lassen und ihn dort anzubieten! Schreib selbst oder lass schreiben!

Von der Überlegung zum Amazon Kindle Ebook

Aufgrund des aktuellen Hypes um Kindl-Ebooks in unserer Branche, habe ich mich über das Thema etwas genauer informiert und mir gedacht: “Versuch ich es doch auch mal”.
Dazu muss ich sagen, dass ich mir weder einen Kurs zum Thema gekauft habe, noch musste ich tagelang irgendwelche Bücher wälzen. Ich bin ein ziemlich pragmatischer Mensch, also habe ich einfach mal gemacht.

Zuerst musste natürlich das Ebook geschrieben werden. Das hat 3 Tage gedauert. In das Ebook habe ich natürlich noch ein paar (Partner-) Links gepackt.

Als nächstes musste dieses entsprechend formatiert und exportiert werden. Dazu gibt es von Amazon recht einfache Anleitungen.

Anfangs habe ich einen komplizierten Weg gewählt, bei dem man eine .doc Datei in eine HTML Datei umwandelt und diese nochmal zippt und dann bei Amazon hochläd. Doch das hat absolut nicht funktioniert. Ich habe mich an den Support von Amazon gewendet und innerhalb weniger Stunden bekam ich eine ausführliche und vor allem, eine nicht standardisierte Antwort, welche mein Problem schließlich löste. Ich hätte es von Anfang an leichter haben können. Denn es reicht vollkommen aus, die Datei als .doc zu exportieren. Auch, wenn man Bilder verwendet hat.

Kindle Ebook erstellenJetzt war das Ebook soweit fertig. Nun fehlte noch ein ansprechendes Cover. Und hier empfehle ich dir wirklich ein gutes Cover zu erstellen oder erstellen zu lassen. Denn das Cover ist das, wo man immer als erstes hinsieht. Selbst wenn der Titel einen nicht so sehr anspricht, kann das ein richtig gutes Cover wieder wettmachen.

Da ich sehr gerne mit Photoshop arbeite und mir nette Designs ausdenke oder zusammenbastle, habe ich mein Cover selbst erstellt.

Zu beachten sei hier, dass man keines der üblichen 3D Cover braucht, sondern nur die “flache” Front-Seite.

Gut, Ebook war fertig, Cover auch. Nun geht es ans hochladen – Nein!

Erstmal habe ich es ein paar Leuten zum lesen und begutachten gegeben. Neben Rechtschreib- oder Grammatikfehlern können die “Beta-Leser” dir ihren Eindruck schildern. Wenn diese sagen, dass das absoluter Bockmist ist, dann solltest du das Ebook lieber nicht veröffentlichen ;)
Aber davon gehen wir ja nicht aus, denn du hast dir ja beim erstellen viel Mühe gegeben und alles genau recherchiert!
Wenn deine Beta-Leser dir also ihren “Segen” gegeben haben geht´s auf nach Amazon.

Auf zu Amazon!

  • Bei Amazon einloggen
  • Nach ganz unten scrollen und auf: Ihr Buch veröffentlichen klicken
  • Anmelden
  • Buch anlegen und den weiteren Schritten folgen (Titel eingeben, Kategorie wählen, Buch hochladen usw.)
  • Buch checken – Du kannst dir das Ebook auf verschiedenen Geräten anzeigen lassen und abchecken, ob alles richtig angezeigt wird.
  • Preis festlegen – Bitte beachte: Auf deinen Preis, den du eingibst kommen für den DE Preis noch 3% MwSt. oben drauf. Also vorher ausrechnen, damit es keinen krummen Preis gibt.
  • Von Amazon überprüfen lassen – Das kann bis zu 24 Stunden dauern.
  • Darüber freuen, wenn es veröffentlicht ist :)

Wenn du am KDP-Fonds Programm teilnimmst, kannst du dein Ebook für bis zu 5 Tage kostenlos anbieten und so eine Promoaktion starten. Mittlerweile gibt es noch weitere Featuers, aber das kannst du bei Amazon alles nachlesen.

Genau das habe ich gemacht und in dieser Zeit haben sich fast 2000 Menschen mein Ebook heruntergeladen!
Eine solche Masse hätte ich per Website niemals erreicht!
Nach diesen 5 Tagen war mein Ebook wieder kostenpflichtig. Ich habe einen Preis von 2,99€ angegeben. Diesen habe ich mittlerweile etwas erhöht, was aber nichts an den Verkaufszahlen geändert hat.

Nebenbei war es zwischenzeitlich auch auf 3 Bestsellerrängen unterwegs – GENIAL!
Wenn du noch professioneller wahrgenommen werdet möchtest, kannst du über den Amazon AuthorCentral noch eine Autoren-Seite anlegen. Mit Foto, Beschreibung usw.

So, dass war der Weg vom Text zum Ebook bei Amazon.

Und was hat´s gebracht?

Nochmal kurz zusammengefasst: Ich habe innerhalb von 3 Tagen ein 25 A4 seitiges Ebook zum Thema Traffic erstellt und bei Amazon hochgeladen. Es mit einer 5 tägigen Promoaktion kostenlos angeboten und nun kann man es für 4,94€ bei Amazon zu kaufen.

Aktuell haben knapp 3000 Menschen mein Ebook auf ihrem Kindle (oder einer App) gelesen.
Nun habe ich mein Ebook noch auf meinem Blog in die Sidebar eingebunden, worüber sicher auch einige gekauft haben.

Neben dem Traffic, den mir das Kindle Ebook gebracht hat, haben sich nun auch schon einige interessante Anfragen und Kooperationen ergeben. In wie weit das jetzt mit dem Buch zusammenhängt, kann ich euch leider nicht sagen, aber ich finds gut!

Des Weiteren wächst meine Emailliste von Tag zu Tag – Sehr netter Nebeneffekt! Ach ja, der ein oder andere Euro fällt auch noch ab :)

Mein Fazit:

Ein Ebook zu erstellen und es bei Amazon hochzuladen ist wirklich nicht schwer und auch für Technik-Laien machbar.

Es kann die Reputation und die Expertise gewaltig steigern und man erreicht Menschen und Zielgruppen, die man auf dem normalen Weg wohl nie erreicht hätte.
Allerdings muss man sich dazu wirklich Gedanken machen. Man muss guten Content liefern, denn die Community auf Amazon ist knallhart und ehrlich (meistens).

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon ein Buch bei Amazon veröffentlicht?

6 Kommentare

  1. Thomas   •  

    Hi Jessica!
    Ein wirklich genialer Artikel :-)
    Ich nehme mal an, dass du das ohnehin gemacht hast, aber ein guter Tipp ist das eigene Buch am eigenen Blog zu bewerben und dazu das Amazon-Partnernetzwerk zu verwenden.
    So hat man nicht nur zusätzliche Einnahmen, sondern kann auch die eigenen Verkäufe gut tracken.
    lG Thomas

  2. Ivica   •  

    Hi Jessica,
    das finde ich ja eine clevere Strategie die Du genutzt hast um an Emaillisten und massenweise Traffic zu kommen.

    Content ist nun mal King und man sieht es das guter und wertvoller Content immer wichtiger wird.

    Viel Glück mit Deinen neuen Geschäftspartnern.

    Grüße

    Ivica

  3. Hi Jessica,

    auf der Suche, wie man ein Kindle-Ebook erstellt, bin ich auf diese Seite gestoßen.

    Schöner Artikel und hilfreich. Ich hab zwar schon vor einiger Zeit mal ein kleines erstellt, aber mir war in Erinnerung, dass es komplizierter war. Dass man es einfach mit Word machen kann, erleichtert die Sache.

    Viel Erfolg mit deinem E-Book :)
    Herzliche Grüße
    Beatrice

  4. Jentaia   •  

    Hallo,

    ich habe bei Amazon einen Blick ins Buch geworfen und direkt einen Fehler gefunden:

    http://www.duden.de/rechtschreibung/zurechtfinden

    Und es heißt auch „zu“ Amazon (Aldi, dem Laden um die Ecke…). „Nach“ verwendet man für Örtlichkeiten, die größer sind, wo das Ziel nicht genauer definiert ist. Zum Beispiel: Nach Wuppertal, nach Amerika…

    Des Weiteren verwendet man in Deutschland keine Akzente, es sei denn, man schreibt fremdsprachige Wörter (z.B. „Café“). Richtig geschrieben ist es also nicht „geht´s“, sondern „geht’s“ (die Taste mit dem # zusammen mit der Umschalt-Taste drücken).

    Weiterhin viel Erfolg :)

    Jentaia

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