Black Friday Kritik – und warum es fahrlässig wäre, nicht dran teilzunehmen

Heute geht um den Black Friday.

Aus gegebenen Anlass, habe ich mich dazu inspirieren lassen, einen reinen Infobeitrag über den berüchtigten Handelstag zu verfassen. Dabei lege ich mein Augenmerk hauptsächlich auf das große Ganze.

Welche Bedeutung hat der Black Friday eigentlich? Ist er moralisch einwandfrei? Welche Kritik kann man ausüben? Und warum ist es auch für dich eine gute Möglichkeit, dein Business voranzutreiben?

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen dieses Artikels!

 

Die langweiligen Infos zum Black Fridays

Für alle Wissbegierigen möchte ich diesen Teil nicht auslassen. Wo kommt der Black Friday eigentlich her?

Der Black Friday ist traditionellerweise der Freitag nach dem berühmten Thanksgiving-Fest in den USA. Aus dem Grund, dass die meisten Menschen an diesem Brückentag zum Wochenende nicht arbeiten müssen, konnte der Freitag als optimaler Tag herhalten um, die ersten Weihnachtseinkäufe zu tätigen.

Damit impliziert der Black Friday automatisch auch den Beginn der Weihnachtseinkaufssaison. Kein Wunder also, dass viele Geschäfte Angebote raushauen und an diesem Tag jede Menge Umsatz machen wollen. Ursprünglich war der Tag also dafür da, um ganz selbstlos die Geschenke für Freunde und Familie zu kaufen.

 

Die spannenden Infos: Der Black Friday als marketingtechnischer Geniestreich

Natürlich haben die Händler gemerkt, dass die Verkaufszahlen zunächst einmal ganz organisch in die Höhe gehen. Und deswegen ist es ganz normal, dass man die Kraft dieses Trends nutzt, um NOCH MEHR Umsatz zu machen.

Es ist das perfekte Beispiel dafür, wie man einen völlig natürlichen Faktor ideal zu seinen Gunsten ausnutzt.

Heute ist der Black Friday vor allem eines: Ein einziger Kaufrausch. Durch den aufsteigenden Online Handel hat sich darüber hinaus der Cyber Monday entwickelt, durch welchem die Rabattaktionen über ein ganzes Wochenende anhalten und den Kaufrausch aufrechterhalten.

Dank Amazon haben wir es sogar mit einer ganzen Cyber Week zu tun.

Aufgrund der zahllosen Angebote, Rabatte und Sonderaktionen, wittert man nicht nur ein Schnäppchen für seine Liebsten zu Weihnachten, sondern auch für sich selbst. In den USA ist es zur Regel geworden, dass die Läden bereits um 5 Uhr morgens eröffnen. Im Vorfeld bilden sich lange Schlangen und es herrscht ein rieeesiger Andrang.

Das Ganze hat zur Folge, dass sich seit dem Jahr 2005 der Black Friday jedes Mal als verkaufsstärkster Tag des Jahres herausgestellt hat. Wikipedia sagt zudem, dass im Jahr 2014 an dem gesamten Black Friday Wochenende 50,9 Milliarden Dollar ausgegeben wurde. Das ist stark!

 

Black Friday in Deutschland: Dein Umsatzrekord 2018

Die Zahlen belegen, dass der Black Friday der nächste wirklich ernstzunehmende Trend aus den USA ist, der zu uns herüberkommt. Der diesjährige Black Friday war in Deutschland ein neuer Umsatzrekord.

In deutschen Online-Shops wurde am 24.11.2017 157% mehr Umsatz gemacht (als Referenztag wurde ein durchschnittlicher Tag im Oktober genutzt). Im Jahr 2016 stieg der Umsatz um nur 115%. Wir haben es also mit einem rasanten Wachstum zu tun! (Quelle: Criteo)

Dieser Fakt belegt, dass wir diesen berüchtigten Tag nicht mehr weiter ignorieren oder als unwichtiger Marketingzug aus den USA abstempeln dürfen. Ganz besonders nicht wir Online Marketer! Denn die hohen Umsatzzahlen finden überwiegend im Onlinehandel statt.

Ein Beispiel aus 2016: Die Marke Fossil hatte bereits sehr früh eine gezielte Kampagne im Internet gestartet, um auf die Angebote am Black Friday aufmerksam zu machen. U. a. durch gezieltes Advertising wurde der Gesamtumsatz in der „Cyber-Woche“ um 650% gesteigert, während der durchschnittliche Gesamtwert des Warenkorbs um durchschnittlich 160% gesteigert wurde (Quelle: Criteo)

Für uns in Deutschland gilt ab sofort: Von Ende November bis Weihnachten kristallisiert sich immer mehr die umsatzstärkste Zeit im Online-Shopping heraus. Spätestens im nächsten Jahr müssen alle Online MArketer, speziell im eCommerce Bereich, die dieses Jahr noch geschlafen haben, auf Zack sein!

 

Kritik am Black Friday

Wenn man Kritik sucht, dann ist sie vor allem bei der Moral zu finden. Es ist durchaus fragwürdig, wie konsumorientiert der heutige Kunde handelt. Letztendlich ist der Kauf eines Produkts die logische Konsequenz, wenn ein gutes Angebot da ist…

… Doch betrachtet man diese Entwicklung mit etwas Distanz, merkt man recht schnell, wie extrem unser allgemeiner Lebensrhythmus durch den Markt bestimmt wird. Während früher das gesamte Thanksgiving Wochenende traditionellerweise noch als besinnliche Familienzeit galt (zumindest in den USA), nimmt heute das Bedürfnis nach Shopping die Überhand.

Diese Kritik mündet natürlich auch direkt in die Weihnachtszeit. Denn wenn plötzlich in einer Zeit der Ruhe und Nächstenliebe bloß der eigene Shopping-Vorteil im Vordergrund steht – und das für teilweise eine ganze Woche – hat das wenig mit dem eigentlichen Gedanken der jeweiligen Feste zu tun.

Denn es lässt sich nicht abstreiten, dass immer mehr die „eigenen Geschenke“ im Vordergrund rücken, als die Geschenke für seine Familie.

 

Marketing ist manchmal einfach knallhart

Trotz der Kritik an das Gesamtverhalten von Händler und Kunde, müssen wir realistisch bleiben. Der Black Friday ist, genau wie das Weihnachtsfest, eine tolle Chance, um die Kassen so richtig klingeln zu lassen.

Es nützt nichts, wenn man wegen bloßer Prinzipien leer ausgeht.

Manchmal ist Marketing eben knallhart und man muss sich nach den organischen Entwicklungen richten, wenn man nicht untergehen möchte. Es ist letztendlich nichts Verwerfliches daran, ein Angebot zu liefern, wenn die Nachfrage da ist.

Deswegen ist der Black Friday unter dem Strich eine echt nützliche Sache.

Zum einen haben wir die Chance, wirklich viel Umsatz im Vergleich zu den restlichen Tagen im Jahr zu machen. In dieser Hinsicht sollten wir diesen „inoffiziellen Feiertagen“ tatsächlich dankbar sein. Selbst wenn der eigentliche Sinn dahinter weit verfehlt wird.

Zum anderen habe ich bereits einen Artikel zum Weihnachtsfest erstellt, in der ich dir die Wichtigkeit deines Weihnachtsgeschäfts erkläre. Der Black Friday ist eine wunderbare Möglichkeit, um eine Tendenz für die Umsätze im Dezember zu erkennen.

Denn letztendlich ist nicht viel nötig, um den Black Friday für sich zu nutzen. Jeder Kunde weiß mittlerweile, dass man an diesen Tag mit Sonderangeboten rechnen kann. Daher musst du nur früh genug offensichtlich machen, dass auch du daran teilnimmst.

 

Fazit

Der Black Friday macht richtig Schlagzeilen. Spätestens seit den starken Angeboten von Amazon, ist der Trend auch in Deutschland angekommen. Die Zahlen sprechen für sich.

Und für das nächste Jahr gilt: Es wäre fahrlässig, diese Kraft der Masse nicht zu nutzen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich der Trend Jahr für Jahr intensivieren wird. Ganz besonders im Online Shopping.

Dieses Jahr kommt mein Artikel zum Black Friday ein wenig zu spät. Dafür habe ich etwas gelernt, was ich gerne teilen wollte. Zum nächsten Black Friday im Jahr 2018 wird es dann Informationen zur perfekten Vorbereitung geben.

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2 Comments

  1. Rabatt-Aktionen haben einen ganz entscheidenden Nachteil. Sie erziehen den Kunden zum Warten. Mag ja sein, dass die Umsätze am Tag des „Black Friday“ oder anderen Aktionstagen explosionsartig steigen. Es stellt sich aber die Frage, was ist an den anderen Tagen unterm Jahr, wenn der Normalpreis gilt? Tote Hose? Klar die Kunden warten auf den nächsten Rabatt.

    Mein Klavierkurs läuft hervorragend, seit ich mich von Udemy und den 10 Euro Aktionen verabschiedet habe. Allerdings hat es ein paar Monate gedauert, bis sich meine Käufer an den Normalpreis gewöhnt haben und klar war, beim Klavierlehrer Titscher gibt’s keinen Rabatt mehr.

    Ich kann nur für mich sprechen: ich halte von Black Friday, Cyber Monday & Co gar nix.

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