Kryptowährung als Zahlungsmittel für Online-Kurse, eBooks und Online-Dienstleistungen

Lese, was Kryptowährungen wie Bitcoin sind und wie sinnvoll es ist, diese als Zahlungsmittel im Online Marketing anzubieten.

Hätte man 2009 nur 5 Euro in Bitcoin investiert, wäre man jetzt Millionär. So einfach kann es manchmal gehen, wenn man nur den richtigen Riecher hat. Allerdings steht hier viel im Konjunktiv. Heute stehen wir uns anderen Fragestellungen gegenüber: Zum Beispiel: Wie sicher ist Bitcoin als Zahlungsmittel für mich als Händler?

Seit 2009 haben Bitcoin und viele andere Kryptowährungen ihre Werte massiv gesteigert. Zum Vergleich: Am 31.1.2018 ist ein Bitcoin 8.064,36€ wert. Allein diese Zahl lässt darauf schließen, dass sich etwas Großes und Ernstzunehmendes entwickelt hat.

Immer mehr wird Kryptowährung zum Thema – auch im Online Marketing. In diesem Artikel stelle ich das alternative Zahlungsmittel vor und beleuchte, ob es sinnvoll ist, dieses als Zahlungsmittel im OM anzubieten.

Was ist Kryptowährung?

Kryptowährung zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass es reine virtuelle Daten sind, die unter anderem mit der sogenannten Blockchain Technologie erschaffen werden. Es handelt sich nicht um Geld, das du in den Händen halten kannst. Du kannst es gegen Dollar, Euro oder jede andere Handelswährung auf dieser Welt eintauschen und in einem Online Konto (auch Wallets genannt) anlegen.

Weil die Währung mit langen, komplizierten Codes (Kryptografie) verschlüsselt ist, ist es unmöglich, Überweisungen, sowie Kontostände usw. einzusehen. Daher stammt auch der Name Kryptowährung. Alles, was gekauft oder verkauft wird, bleibt anonym. Somit steht zwischen einer Zahlung niemals eine dritte Institution wie ein Staat oder eine Bank.

Zurzeit gibt etwa 1500 Währungen auf dem Markt, wobei mit unter die Bekanntesten Bitcoin, Etherum und Iota sind.

Vor- und Nachteile der Kryptowährung

Natürlich ist die Anonymität ein großer Vorteil. Man genießt als Nutzer daher völlige Privatsphäre was den Kauf von Produkten angeht. Mittlerweile bieten etwa rund 10.000 Offline Händler weltweit die Zahlungsmöglichkeit an. Im Netz ist die Menge leider noch unüberschaubar, hat jedoch ein stetiges Wachstum. Bezahlungen werden bei einer Transaktion in Echtzeit vorgenommen und Gebühren fallen so gut wie keine an. Dies gilt nicht nur innerhalb eines Landes, sondern international.

Des Weiteren steigt der Kurs (meist) stetig an. Immer mehr Menschen investieren in Kryptowährung, um sich unabhängig von der Bankenwillkür zu machen. Im Kryptowährungssystem gibt es nämlich keine Strafzinsen, Gebühren oder die Drohung der Bargeldabschaffung. Eine Inflation des Kryptowertes ist nicht möglich, da jede Währung eine begrenzte Anzahl an Coins, also fähige Zahlungsmittel hat.

Andererseits ist die Kryptowährung (noch) nicht perfekt, denn es gibt auch einige Nachteile. So ist jede Währung aufgrund der geringen Coin-Menge sehr volatil. Der Wechselkurs zu den jeweiligen Landeswährungen steigt und sinkt täglich in extreme Bereiche, sodass man sogar als Daytrader agieren kann.

Auch bringt die Anonymität gewisse Schwierigkeiten mit sich, wenn es um den Kauf von illegalen Gütern wie Drogen, Waffen oder gar verbotene pornografische Inhalte geht. Käufer und Verkäufer können nicht mehr entlarvt werden, weil die gesamte Rückverfolgung unmöglich ist. Fördert Kryptowährung also die Kriminalität?

Letzterer entscheidender Nachteil ist, dass auch Krptowährungen nicht ganz sicher vor Hackangriffen sind. So wurde erst am Freitag, der 26.1.2018 ein Angriff auf die japanische Kryptobörse Coincheck ausgeübt. Die digitalen Diebe haben rund 534 Millionen Dollar an Beute mit der Währung „Nem“ gemacht.

Die bekanntesten Kryptowährungen

Etwa 1500 Währungen umschließt der Markt zurzeit. Man kann sagen, dass das Investmentrisiko steigt, je weniger bekannt und beliebt eine Währung ist. Denn der Wert eines Coins steigt mit der Nachfrage.

Dies sind die bekanntesten Kryptowährungen:

Bitcoin
Bitcoin hat es bereits als Zahlungsmittel bei vielen Händlern geschafft. Momentan ist dies auch die stärkste Währung auf dem Kryptomarkt mit rund 16 Millionen Coins, die sich im Umlauf befinden.

Ether
Ether ist die Währung der Online Plattform Ethereum. Mit rund 89,5 Millionen Coins, die im Umlauf sind, belegt Ether Platz 2. Ein Coin kostet aktuell etwa 884€ (Stand 1.2.2017).

Iota
Ein Iota Coin hat aktuell einen Wert von rund 1,56€ (Stand 1.2.2017). Damit ist sie unter den bekannten Währungen einer der günstigsten. Das Hauptaugenmerk liegt vor allem auf die Transaktionen, welche durch das etwas andere System von sogenannten „gerichteten azyklischen Graphen“ vereinfacht und verschnellert wird. Iota nutzt nicht, so wie etwa Bitcoin, die Blockchain-Technologie.

Kryptowährung als Zahlungsmittel im Online Marketing – wie sinnvoll ist das?

Momentan geht die Tendenz dorthin, dass eher kleinere Onlineshops die Zahlungsmethode der Krytowährung anbieten. Ohnehin ist bis heute nur Bitcoin dafür in Frage gekommen.

Hin und wieder kommen aber auch echte Hochkaräter um die Ecke, die plötzlich damit werben, Bitcoins anzunehmen – Beispiel: Lieferando. Auf der anderen Seite hält sich kein geringerer Internethochkaräter als Amazon.de vorerst zurück. Denn die Vor- und Nachteile der Kryptowährung machen sich auch für die Händler bemerkbar.

Vorteile:
Die Transaktionen mit Bitcoin sind schnell, einfach und anonym. Das ist für viele Nutzer ein Grund, einen Online Shop zu bevorzugen. In diesem Falle ist die Kryptowährung ein Mittel zum bequemeren Einkaufserlebnis. Wenn zudem keine oder nur sehr niedrige Transaktionsgebühren (oft unter 1 Cent) anfallen, lassen sich vor allem auch internationale Onlinegeschäfte attraktiver abwickeln.

Nachteile:
Aus meiner Sicht gibt es zurzeit jedoch mehr Nachteile. Zunächst einmal ist die Währung viel zu volatil und damit mit einem echten Glücksspiel verbunden. Heute ist ein Bitcoin 8000€ wert, morgen vielleicht nur noch 4000€. Die Schwankungen sind zu extrem, als dass man als Händler sichergehen kann. Allerdings ist es im Online Marketing möglich einen Echtzeit-Währungsrechner in den Warenkorb zu integrieren, der immer genau anzeigt, wie viel Bitcoins nun den Euro-Kaufwert eines Produktes entsprechen.

Des Weiteren ist das ganze System noch sehr auf Spielerei ausgelegt. Momentan sind es eher die Zocker, die die Währungen in die Höhe treiben. Die Gefahr vor einer platzenden Blase besteht. In diesem Falle sind nicht nur die Investoren, sondern auch die Händler betroffen. Nicht umsonst halten sich die meisten Internetriesen noch bedeckt, was das Thema Kryptowährung angeht, siehe Amazon.

Fazit

Ja, es ist möglich, Bitcoin als Zahlungsmittel anzubieten. Man muss sich dabei nur den Risiken und Nebenwirkungen bewusst sein. Währungsschwankungen sind an der Tagesordnung. Es bleibt zurzeit also nichts Anderes übrig, als es auszutesten. Zu sehr stehen sich Vor- und Nachteile noch im Wege.

Für die Zukunft jedoch kann es durchaus möglich sein, dass sich Bitcoin oder eine andere Kryptowährung stabilisiert und somit ernsthaft als Alternative zu Euro, Dollar und Co. herhalten kann. Dazu müssen wir stand heute jedoch abwarten und Tee trinken.

Was sagst du dazu? Hast du schonmal mit Bitcoin bezahlt und würdest du es als Zahlungsmittel anbieten?

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