Unstocking Stock Photos: Bessere Fotos für deine Facebook Ads

Wenn du Stockphotos in deinen Ads und Blogartikeln verwendest, dann solltest du unbedingt die Tipps in diesem Blogartikel umsetzen. Hebe dich von der Masse ab und mache mehr aus deinen gekauften Bildern.

Der Effekt von Bildern in der Werbung ist unumstritten. Nur wenige erinnern sich noch an eine Information, die nicht mit Bildern unterstützt wurde. Unser visuelles Gedächtnis ist eben stärker als das verbale. So viel dazu.

Es ist jedoch nicht nur wichtig, dass man den eigenen Content mit visuellen Leckerbissen füllt, es ist mindestens genauso essentiell, mit welchen Bildern man hantiert. Stock Photos kommen dabei oftmals gelegen, denn es gibt viele davon, sie sind erschwinglich und es gestaltet sich recht unkompliziert, an diese zu gelangen.

Doch manchen Stock Photos sieht man auf den ersten Blick an, dass sie ‚gestaged‘ sind und eigentlich überhaupt nicht zur Message oder zur Brand passen. Mit folgender Guide wirkst du dem entgegen und holst dir die Einzigartigkeit in deinen Content.

Passen die Bilder zu meinem Brand / Zielgruppe?

Als Marketer dreht sich alles zuerst einmal darum, was ich überhaupt an wen bringen will. Welches Produkt vertrete ich und wem will ich es schmackhaft machen. Die Liste an Dingen, die zur CI passen müssen, ist lang und die Bilder auf Kampagnen und im Content gehören definitiv dazu. Mache dir daher folgende Überlegungen:

Welche Farbpalette verfolgt meine Brand?
Bei den Bildern ist hierbei anzuraten ähnliche Farbtöne zu wählen. So wird subtil auf die Marke hingewiesen und die Bindung verstärkt. Dazu gibt es praktische Online-Tools, um den richtigen Farbton wiederzufinden.

Welches Bedürfnis / Gefühl spricht das Produkt an?
Vermittelt das Produkt eher etwas Aufregendes oder Entspannendes? Je nachdem sollte die Farbe gewählt werden: ein grelles Rot für Well-being-Produkte bietet sich z.B. nicht unbedingt an.

Wer ist meine Zielgruppe und welche Designs sind für sie ansprechend?
Wer seine Zielgruppe beispielsweise bei den Millennials angelegt hat, tut gut daran sich zu überlegen, welche Farbspielereien gerade im Trend liegen. Wie sieht es mit Kontrasten, Sättigung, Helligkeit, etc. aus?

Welches Thema behandelt der Content?
Natürlich sollte das Bild auch thematisch zum Inhalt des Textes passen. Bilder sollen keine losen Lückenfüller sein, nur damit der Fließtext ab und zu unterbrochen wird und nicht so statisch wirkt. Sie müssen die Message unterstützen, denn sie stellen sozusagen bereits den halben Content dar. Zumindest das, was die Nutzer davon mitbekommen.

Wie finde ich ‚neue‘ Stock Photos?

Endlich entschieden, wonach du eigentlich suchst? Vielleicht sogar schon das perfekte Bild gefunden? Nur blöd, wenn neben Dir schon unzählige andere das gleiche Bild in Verwendung haben. Dabei helfen 2 konkrete Tipps:

dig deeper: Nimm‘ nicht das erstbeste Bild, das Du auf der Stock-Photo-Seite deines Vertrauens gefunden hast. Ein bisschen weitergraben und sich zwischen den Top 5 Bildern zu entscheiden nimmt schon mal die höchste Wahrscheinlichkeit weg, ein vielverwendetes Foto zu erwischen.

tineye.com: Diese reverse image – Suchmaschine sucht dein gewähltes Foto im Internet und filtert dir die Seiten raus, auf denen es schon gepostet wurde.

Je schöner das Bild, umso trauriger, wenn nicht mehr nachvollziehbar wäre, wer für dieses Kunstwerk verantwortlich ist. Wer welche Rechte an welchem Werk für sich beanspruchen kann regelt das Copyright. Für jene, die die Bilder verwenden wollen, heißt das, genau zu prüfen, was lizenzmäßig an dem Bild dranhängt.

Prinzipiell bedeutet Copyright mal nichts anderes als, dass folgende Rechte bei dem/der Autor/in liegen:

  • Das Recht das Werk zu vervielfältigen.
  • Das Recht an das Original angelehnte Werke zu kreieren.
  • Das Recht Kopien des Werks öffentlich via Verkauf, Vermieten, Verpachten oder Borgen zu verbreiten.
  • Das Recht das Werk öffentlich auszustellen.

Mit Organisationen, wie z.B. der gemeinnützigen Organisation Creative Commons (dt. in etwa „schöpferisches Gemeingut“), können Autor/innen ihre Nutzungsrechte kontrolliert und in verschiedenen Packages vergeben (nur für nicht-kommerzielle Zwecke, auch für kommerzielle Zwecke, nur mit Namensnennung, etc.)

Sind Menschen auf den Bildern, sollte auch auf den sogenannten ‚model release‘ geachtet werden. Es ist nämlich notwendig, dass alle abgebildeten Personen eingewilligt haben, dass das Bild verbreitet werden darf. Auskunft darüber gibt’s bei dem/der Betreiber/in der Seite, auf der man das Bild gefunden hat, oder bei dem/der Fotograf/in selbst.

Wie kann ich Stockphotos personalisieren?

Als Marke im Internet möchte man logischerweise so einzigartig wie nur möglich auftreten. Das funktioniert nun mal nicht, wenn alle die selben Bilder verwenden. Bei der Menge an Leuten, die online publizieren und auf Stock Photos zurückgreifen, ist es aber nun mal wahrscheinlich, dass ein Bild mehrere Male verwendet wird.

Wenn die Rechte am Bild das zulassen (!), kann man aber ein bisschen tricksen und sich seine eigene Variante des Bildes basteln. Am einfachsten geht das mit folgenden Tipps, Tricks und Tools.

1. Das richtige Werkzeug auf einen Blick

Canva ist ein benutzerfreundliches Bildbearbeitungsprogramm, das in einer Basis-Version kostenlos verfügbar ist. Du hast dort Zugriff auf deine eigenen Bilder, auf Stock Photos sowie auf über 8.000 Vorlagen zu verschiedenen Designs.

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Gimp ist so etwas, wie die abgespeckte und kostenlose Variante von Photoshop. Mit ein klein wenig Übung bekommt man jedoch trotzdem ziemlich genau das Bild zustande, das man sich vorstellt.

Adobe Photoshop macht so ziemlich alles möglich, man muss nur wissen wie. Adobe PS ist das wahrscheinlich umfangreichste Bildbearbeitungsprogramm.

Sketch ist ein Programm speziell für Designer zugeschnitten. Es wird hauptsächlich von Profis verwendet, hat aber eine benutzerfreundliche Oberfläche und alle Features, die man sich wünschen kann. Allerdings läuft das gute Stück nur auf Mac OS X.

Adobe Color CC ist ein kostenloses Online-Tool, um die ideale Farbkombination – entweder „customized“ oder eine vom Programm vorgeschlagene – zu finden.

2. Qualität heißt hier auch Quantität

Damit ist die Quantität an Pixeln gemeint, denn nichts wirkt unprofessioneller, als ein verpixeltes Bild. Damit Dir das nicht passiert, haben wir hier die 4 verschiedenen Foto-Größen im Überblick aufgelistet, die Du für deine Publikationen auf Facebook brauchst:

  • Cover photo – 828 x 464
  • Profile photo – 360 x 360
  • Link image – 1200 x 628
  • Photo post – 940 x 788

3. Der (Farb-)Ton macht die Musik

Erinnern wir uns zurück an die Fragen, die wir uns bei der Auswahl der Bilder stellen sollten: Welche Farbpalette verfolgt meine Brand? Je nachdem kann das Bild auch nachbearbeitet und zum Beispiel monochromatisch in einen anderen Farbton getaucht werden.

Dabei ist wichtig wiederum auf die Wirkung der Farben zu achten:

  • Orange: belebend, frisch, aktiv
  • Gelb: optimistisch, jung
  • (Dunkel-)Grün: natürlich, entspannend
  • (Dunkel-)Blau: vertrauensvoll, sicher
  • Rosa: romanisch, sanft
  • Schwarz: kräftig, elegant
  • Violett: ruhig, beruhigend

4. Auf den Unterschied kommt’s an: Kontrast

Ein Bild unterschiedlich zu kontrastieren erzielt ebenfalls neue ästhetische Effekte. In den meisten Fällen ist mehr tatsächlich mehr. Den Kontrast ein bisschen hochzuschrauben macht das Bild gleich aussagekräftiger.

5. Bring’ deine Message: Textoverlay

Damit ist das Bild bald wirklich nicht mehr wiederzuerkennen und ganz nebenbei bringst Du auch noch ideal rüber, was Du aussagen willst. Hierbei ist aber wichtig, das Bild nicht mit Text zuzubetonieren, sondern die Message auf das Essentielle zu reduzieren. Mit Schriftgrößen, Fonts und Hierarchien unter den Textabschnitten kann man auch wunderbar spielen.

Damit der Text leserlicher wird, kann man übrigens auch noch den Hintergrund anpassen und verblassen lassen. Zur Unterstützung der Vorstellungskraft, hier ein Beispiel, was aus den Spielereien entstehen kann:

Bild in monochrom-sepia mit Platzhaltertext in 2 Schriftarten
Bild in monochrom-sepia mit Platzhaltertext in 2 Schriftarten

Visuelle Eindrücke sind im Marketing fast so wichtig, wie die Marke selbst, die vertrieben werden soll. Wer sich im Gedächtnis der potentiellen KundInnen wiederfinden will, setzt am besten auf das passende Bild. Mit Stock Photos birgt das Internet da eine praktische Möglichkeit an das passende Bild zu kommen, doch ist dem Foto förmlich auf die Stirn plakatiert, dass es sich um ein x-beliebiges handelt, knabbert das letztendlich an der USP (oder zumindest, wie diese bei dem/der Kunden/Kundin ankommt).

‚Unstocke‘ deshalb deine Stock Photos und beweg‘ Dich sicher im Stock-Dschungel.


Gastbeitrag von Keyvan Haghighat Mehr

Keyvan Haghighat Mehr ist Geschäftsführer von media by nature, der Social-Media-Agentur aus Hamburg. Bei seinen täglichen Content-Kreierungen spielen hochwertige Stock Photos eine durchaus wichtige Rolle. Dabei hat er selbst oft genug die Erfahrung gemacht, welche entscheidende Vorteile ein personalisiertes, maßgeschneidertes Stock-Bildmaterial – im Vergleich zum Original – mit sich bringt.

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