Warum du das Pareto-Prinzip unbedingt anwenden solltest + nützliche Beispiele

Wir suchen stets nach Wegen, wie wir effektiver arbeiten, Zeit sparen und unseren Umsatz erhöhen können. Zwar arbeiten wir hart, irgendwie ist am Ende des Tages trotzdem nicht alles erledigt. Oft ärgert man sich darüber, dass der Tag nur 24 Stunden hat und wünschten, dass wir diese Zeit sinnvoller nutzen könnten.

Es gibt etliche Informationen zum Zeitmanagement und im Endeffekt laufen alle darauf hinaus, dass man den Tag einteilen und planen muss. Man muss sich Ziele setzen und diese strukturiert abarbeiten. Häufig ist das Problem jedoch vollkommen anderer Natur. Jeden Tag begegnen uns große Ablenkungen und Verlockungen, die uns vom Arbeitspfad abbringen.

Dies kann beispielsweise ein unzufriedener Kunde, ein nicht sorgfältig arbeitender Mitarbeiter, ein Hilfe brauchender Freund, oder ein nicht fertig werdendes Projekt sein.

Um zu verstehen wie man solche Situationen meiden kann, solltest du das Pareto Prinzip kennen.

Vilfredo Pareto war ein italienischer Ingenieur, Philosoph und Soziologe. Er beschäftigte sich mit den Verteilungsverhältnissen Italiens im frühen 20. Jahrhundert. Während seiner Nachforschungen erlangte er die Erkenntnis, dass 20% der Italiener 80% des Vermögens besaßen. Weiterhin wurde ihm klar, dass die Banken an diesen 20% der Bevölkerung 80% ihres Umsatzes machten.

Seit dem findet das Pareto Prinzip regelmäßige Anwendung bei wirtschaftlichen Fragen und beschreibt die Annahme, dass 20% der Ursachen für 80% eines Effektes verantwortlich sind.

Selbstverständlich ist dies nicht immer zutreffend. Vilfredo Pareto konnte seine Theorie jedoch an vielen Beispielen belegen. Sie ist bis heute akzeptiert und ist in vielen Bereichen korrekt.

Das Pareto Prinzip im Zeitmanagement

Wir vergessen häufig, dass unsere Zeit auf der Erde begrenzt ist. Ab und an werden wir jedoch durch Todesfälle daran erinnert und nehmen uns fest vor, unser Leben effektiv zu nutzen. Diese selbst gestellte Aufgabe ist jedoch schwerer zu erfüllen, als man anfangs glauben mag.

Das Pareto Prinzip besagt, dass du 80% deiner Arbeit in nur 20% deiner Arbeitszeit erledigst. Die fehlenden 20% beanspruchen deine restliche Zeit. Häufig liegt dies am Perfektionismus der dich dazu zwingt ein Projekt immer weiter zu optimieren. Dadurch geraten andere Arbeiten in Verzug und du beginnst Zeit zu verschwenden. Dies zu verstehen hilft dir dabei, deine Aufgaben sinnvoller zu strukturieren und zu planen.

Mit dem Pareto Prinzip kannst du u deine Arbeitsschritte in eine sinnvollere Reihenfolge bringen, die dich sehr rasant deinen Zielen näher bringt und dir einen phänomenalen Start beschert.

Das Pareto Prinzip in der Wirtschaft

Gerade wenn es um das Geld verdienen geht, zerbrechen sich Unternehmer und Konzerne den Kopf darüber, wie sie effektiver arbeiten können. Auch hier bestimmen meist außerplanmäßige Aktivitäten den Zeitplan und verbauen die Ressourcen für neue Vorhaben.

Für viele Unternehmen ist es zutreffend, dass 20% der Kunden 80% des Umsatzes erzeugen. Die restlichen Kunden haben ein kleines Budget und/oder bringen nicht viel ein. Des Weiteren ist es in vielen Fällen zutreffend, dass 20% der Kunden 80% der Arbeit verschulden. Dies liegt daran, dass viele eine sehr zeitintensive Betreuung benötigen oder schlicht und ergreifend kompliziert und anstrengend sind.

Um hier einen Zugewinn an Effektivität zu erzeugen, ist es sinnvoll zu überprüfen ob es zwischen den Kunden die nur wenig Umsatz generieren und denen die für viel Arbeit sorgen Überschneidungen gibt. Langfristig ist es eine gute Idee dich von diesen zu trennen und deine Zeit denen zu widmen, die an einer fruchtbaren Zusammenarbeit interessiert sind und dir auch einen fairen Gewinn zugestehen.

Wer jeden Auftrag um jeden Preis an Land ziehen möchte halst sich so viel Arbeit auf, dass er sich bald nicht mehr um die wirklich angenehmen Kunden kümmern kann.

Falls du verschiedene Produkte verteilst, wirst du auch feststellen können, dass etwa 80% der Kunden auf 20% der Produkte zurückgreifen. Die restlichen finden nur geringen Absatz. Hier ist es ratsam sich auf diese zu konzentrieren, die guten Anklang finden. So kannst du deinen Umsatz zügig erhöhen und musst dich nicht länger um die Produkte kümmern, die nur wenige Menschen kaufen wollen.

Das Pareto Prinzip für Führungspersonal

Wer sein eigenes Unternehmen führt oder ein Team von Mitarbeitern betreut, wird schnell feststellen, dass längst nicht alle auf einem Leistungsniveau sind. Einige Mitarbeiter sind ausgesprochen fleißig und klug, andere kommen hingegen auf keinen grünen Zweig und scheinen andauernd irgendwelche Probleme zu haben.

Bezugnehmend auf das Pareto Prinzip sind 20% deiner Mitarbeiter für 80% der erledigten Aufgaben verantwortlich. Die restlichen 80% der Angestellten erledigen lediglich die restlichen 20%.

Viele Schulungs- und Förderungsprogramme richten sich an die hinkenden 80% der Belegschaft und zielen darauf ab, diese auf den Leistungsstand der restlichen Truppe zu bringen. Effektiver ist es jedoch, die bereits sehr fleißigen Menschen zu fordern, die dir den größten Nutzen bringen.

Bei der Verteilung der Aufgaben solltest du auch stets darauf achten, dass die leistungsorientierten Mitarbeiter sich um die wichtigsten Kunden, die profitabelsten Projekte, oder die zukunftsträchtigsten Investitionen kümmern.

Natürlich ist die Verteilung nicht immer genau 80 zu 20, doch ist es in sehr vielen Fällen so, dass ein kleiner Anteil der Gesamtheit für den großen Teil der Errungenschaften zuständig ist. Dies ist nicht nur in deinem Business, sondern auch im Privatleben häufig der Fall. Konzentriere dich mehr auf die nützlichen 20% und du wirst mehr Geld, Freude und Freizeit haben können! Das wäre doch was, oder?

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6 Comments

  1. Hallo Jessica,
    das Pareto Prizip auf Angestellte und Mitarbeiter in Führungspositionen anzuwenden,
    birgt meiner Ansicht nach heftige Brisanz besonders bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit.
    (Soft-Skills, Hard-Skills, sozialer Ausgleich)
    m.f.g.
    Ernst-G.Teupe

  2. In der täglichen Arbeit kann man das Parato Prinzip leider nicht so leicht wie im Lehrbuch anwenden. Viele Händler machen auch nur mit 20% des Sortiments ca. 80% des Umsatzes. Nach der Theorie könnte man dann das Sortiment knallhart reduzieren. Wenn man das tut, wird man feststellen, dass auch der Umsatz der Bestseller sich spürbar reduziert. Erhöht man allerdings das Sortiment (was nach der Theorie absolut kontraproduktiv ist) steigt meistens auch der Gesamtumsatz und auch der Umsatz der Bestseller.
    Dies ist nur einer der Gründe, weshalb große Warenhäuser das Parato Prinzip kennen aber nicht umsetzen.

  3. Hi Jessica!

    Ich habe das Pareto-Prinzip erst unlängst anhand meines Kleiderschrankes getestet. Es kam fast hin: 23% meiner Kleindung habe ich größtenteils (also zu ca. 80% der Zeit) getragen. Es war schon erstaunlich :-)

    lG Thomas

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