Warum du Heatmaps einsetzten solltest um deine Website zu optimieren!

Bist du auch darum bemüht, dass deine Webseitenbesucher, Blogartikelleser, Kunden und Follower das BESTMÖGLICHE Erlebnis bekommen?

Oder anders formuliert: Bist du auch daran interessiert, dass deine Kunden eher und schneller dazu bereit sind, bei dir einzukaufen?

Falls ja, dann ist es extrem wertvoll zu wissen, wie sich deine Kunden auf deiner Webseite verhalten. Wie lange lesen sie deine Artikel? Lesen sie deine Texte bis zum Schluss? Wo gibt der „Blick“ des Kunden hin und wo hat er dann doch nicht gekauft?

Herzlich Willkommen bei dem interessanten Thema „Heatmaps“. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du das praktische Tool dazu nutzt, um dein Business besser und profitabler zu machen.

 

Was sind Heatmaps?

Beschränken wir uns bloß auf die wörtliche Übersetzung, sind Heatmap eine Anzeige für Temperaturunterschiede auf einem gewissen Raum. So kann man innerhalb des Raumes bestimmte Aktivitäten messen.

Das Prinzip von Heatmaps wird bereits seit vielen Jahren gebraucht und der Nutzen ist vielseitig. In der Medizin werden sie beispielsweise dazu eingesetzt, um Gehirnaktivitäten zu messen. Auf diese Weise hat die Neurologie unglaubliche Fortschritte machen können, sodass wir heute mehr denn je über unser Gehirn Bescheid wissen.

Heute hat sich der Begriff ein wenig ausgedehnt und beschränkt sich nicht nur auf die Anzeige von Temperaturunterschieden, sondern auch auf Aktivitätsfelder innerhalb eines Raumes, die nicht ausschließlich durch Temperaturunterschiede herbeigerufen werden müssen.

So fand man später heraus, dass das System von Heatmaps ein wunderbares Tool für Marketinganalysen sind. Firmen nutzten die Technologie etwa, um das Einkaufsverhalten eines Kunden im Einkaufsladen zu analysieren.

Mit einer Kamera fand man heraus:

  • Wo die Blicke des Kunden hingehen
  • Wie lange der Blick auf ein bestimmtes Produkt anhält
  • Wohin der Blick als erstes hingeht

So konnte man herausfinden, wo, wie und wie auffällig man Produkte platzieren musste, um den Kunden alle für ihn relevanten Informationen so bequem wie möglich zur Verfügung zu stellen…

… Und natürlich, um sein Angebot exakt so zu platzieren, dass es dem Kunden ins Auge springt!

 

Heatmaps im Online Business

Das System ist sehr einfach und wahrscheinlich hörst du nicht zum ersten Mal davon. 

Splittesten ist gut. Aber Testen mit dem Wissen, was wirklich auf deiner Webseite vorgeht, ist noch viel besser!

Dank einer Heatmap Analyse bekommst du das Verhalten deiner Webseitenbesucher ziemlich genau auf dem Silbertablett serviert. Und dementsprechend kannst du, genau wie im Offline-Laden, deine Angebote und Informationen ideal anordnen.

Einfaches Beispiel:

Für Nischenwebseiten bietet es sich sehr gut an, gesuchte Produkte relativ am Anfang des Artikels zu platzieren und anschließend unterhalb des Artikels. Meine persönlichen Heatmap Recherchen haben nämlich ergeben, dass – natürlich – jeder Besucher zu 100% den ersten Abschnitt eines Artikels sieht. Zum Ende hin nimmt das Leseinteresse jedoch ab.

Das liegt entweder daran, dass der Besucher vorher bereits alle Informationen bekommen hat oder weil er eben nicht nach Infos sucht, sondern ausschließlich nach dem Produkt.

Was wäre, wenn solch ein Kunde auf die Webseite kommt und nur haufenweise Text sieht, aber keine Produktvorstellung? Dann ist er weg. Dank der Heatmap-Analyse konnte ich dieses Nutzerverhalten auf die Struktur meiner Blogbeiträge und Produktbeschreibungen anwenden.

Zusammengefasst ist es dir dank der Informationen möglich:

  • Die Verweildauer zu beeinflussen
  • Die Wegklick-Rate zu beeinflussen
  • Angebote besser zu platzieren
  • Artikel leserfreundlicher strukturieren
  • Onlineshops benutzerfreundlicher gestalten (sehr effektiv)
  • Uvm.

Sehr interessant ist natürlich auch, wie sich deine Kunden überhaupt auf deiner jetzigen Webseite verhalten. Vielleicht liegt genau hier ein Faktor dafür, dass die Webseite schlecht konvertiert.

heatmaps hotjar

 

Einzige Voraussetzungen: Traffic und statische Webseiten

Logischerweise lohnt sich eine Heatmap erst dann wirklich, wenn du auch ausreichenden Traffic auf deiner Webseite hast. Bei 3 Besucher pro Woche lässt sich keine aussagekräftige Analyse erstellen.

Selbiges gilt auch bei nicht-statischen Webseiten. Wenn die Oberfläche sich aus diversen Gründern immer ändert, lässt sich selbstverständlich auch kein aussagekräftiges Muster erkennen.

Für gezielte Splittest empfehle ich dir immer eine Anwendung von mindestens einer Woche – bei angemessenem Traffic.

 

Die verschiedenen Heatmap-Tools

Prinzipiell unterscheidet man zwischen 4 verschiedenen Methoden, um das Oberflächenverhalten deiner Besucher zu analysieren.

1. Die klassisches Heatmap (Klickzahl tracken)

Mit einem normalen Heatmap Tool wird das Klickverhalten deiner Besucher analysiert. Dies funktioniert via JavaScript. Je mehr Klicks ein Button bekommt, desto heißer (also roter) wird dieser Bereich. Wird ein Bereich extrem vernachlässigt, bleibt er kalt (also blau).

Allein dadurch kannst du sehen, welcher Teil deiner Webseite am interessantesten ist. Und wenn es nicht dein Sonderangebot ist, dann musst du herausfinden, warum das so ist. Vielleicht stielt eine andere Information deinem Angebotsbutton die Show?

2. Clickmap

Ähnlich wie die klassische Heatmap, funktioniert die Clickmap. Allerdings werden hier nicht die Bereiche in Temperaturen eingeteilt, sondern dir werden alle Klicks einzeln angezeigt.

Je nach Tool kannst du richtig in die Tiefe gehen. Zum Beispiel zeigen dir manche Maps an, welche Art von Besucher bei dir geklickt hat. Wiederkehrende Besucher. Neue Besucher. Besucher von bestimmten Herkunftsseiten (interessant für Affiliates) usw.

Es gibt aber auch Clickmaps, die dir ganz nüchtern sagen, wie oft ein Button bzw. Link angeklickt wird. Hier fällt dann aber der optische „Wärmekarten-Faktor“ weg.

3. Mouse Movement Heatmap

Die Bewegung des Maus-Cursors. Ist nicht immer die aufschlussreichste Heatmap, allerdings kann man mit diesem Tool interessante Tendenzen erkennen. Die Ergebnisse sind sogar Gold wert, wenn da nicht das Problem mit dem „verfälschtem Tracking“ wäre.

Die Idee dahinter ist: Viele Menschen bewegen ihre Maus in der Nähe des Parts, den sie gerade lesen. Leider vergessen manche Nutzer auch gerne ihre Maus, wenn sie Inhalte lesen.

Dann ist das Ergebnis natürlich weniger aussagekräftig. Dennoch ist diese Heatmapvariante sehr nah an dem sehr präzisen Eye-Tracking.

4. Scrollmap

Mein bis dato 2. wichtigstes Heatmap Tool (neben dem Heatmap-Click-Tracker). Denn dank der Scrollmap konnte ich herausfinden, wie ich meine Produktangebote in meine Blogbeiträge auf diversen Nischenseiten platzieren muss, sodass JEDER Besucher ein optimales Erlebnis bekommt. Sowohl Informationssuchende, als auch Produktsuchende.

Prinzipiell zeigt dir die Scrollmap an, welche Bereiche deiner Webseite überhaupt gesehen werden. Am Anfang eines Artikels ist die Zone natürlich knallrot. Nach unten hin nimmt die Intensität tendenziell immer mehr ab.

 

Hotjar: Dieses Tool nutze ich

Zum Schluss möchte ich dir natürlich auch eine Empfehlung geben. Ich arbeite zurzeit mit dem Anbieter „Hojtar“. In dem Komplettangebot sind die Funktionen Click Heatmap, Move Heatmap, Scroll Heatmap enthalten. Also das volle Programm!

Die Anwendung ist denkbar einfach. Zunächst legt man ein Unternehmen an und legt fest, wie viele Pageviews es haben soll, damit eine Analyse angefertigt wird. Du kannst zwischen 1000, 2000 und 10.000 bis hin zu 400.000 Pageviews wählen, wobei das von dem Servicepaket abhängt, was du buchst.

Dann gibst du die URL deiner Webseite ein – und das Tracking kann beginnen. Selbstverständlich bieten sich noch weitere Einstellungsoptionen an, auf die ich aber in diesem Artikel nicht eingehen werden.

Zur Analyse:

Hojtar stoppt das Tracking genau dann, wenn die festgelegte Pageview-Zahl festgelegt wurde. Anschließend kannst du sehen:

  • Wie viele Klicks von welchem Endgerät kommen (Mobil oder Computer)
  • Auf welche Links vermehrt geklickt wird (klassische Heatmap)
  • Wie viel Prozent deiner Leser, deine Artikel bis zum Ende lesen bzw. nur bis zur Hälfte.

Desweiteren kannst du alte Heatmaps abspeichern, downloaden und mit deinen neuen Analysen vergleichen. Das ist ideal für Splittests.

Hojtar ist für den Beginn kostenlos und kann somit risikofrei getestet werden. Reicht dir für dein Business eine beschränkte Anzahl an Analysen, bleibt das Programm sogar kostenlos.

Ansonsten erstreckt sich der Preis von 29$ bis hin zu 589$ im Monat. Hier bestimmen vor allem die Pageviews eine Rolle. High Traffic Websites mit mehreren 100.000 Pagevies brauchen dementsprechend mehr Volumen.

Im Businesspaket bekommst du selbstverständlich unlimitierte Reports.

Hier kommst du zu Hotjar ->> *

 

Heatmap-Tool Alternative: Mouseflow

Der Vollständigkeit halber möchte ich dir auch ein weiteres, sehr beliebtes Tool nennen. Mouseflow ist ebenfalls sehr umfangreich und scheint einen sehr guten Service zu bieten. Allerdings habe ich noch keine persönlichen Erfahrungen damit gemacht.

 

Vorsicht mit dem Datenschutz

Eine wichtige Warnung noch zum Schluss! Wenn du das Nutzerverhalten mithilfe von Heatmaps auf deiner Webseite trackst, dann speicherst du personenbezogene Daten. Auch, wenn diese anonym bleiben.

Dementsprechend ist es notwendig, dass du die Verwendung von Heatmap-Tools in deiner Datenschutzerklärung erwähnst. Möglicherweise sind noch weitere Schritte notwendig, die du, je nach dem, mit einem Anwalt besprechen solltest.

Am 25.4.2018 tritt zudem eine neue EU-Grundverordnung ein (bzw. sie ist schon aktiv, die letzte Frist ist aber eben am 25.04.2018), bei der der Nutzer geschützt bleiben soll. Diese besagt, dass die Daten niemals in Verbindung mit der Person gebracht werden dürfen. Ein wichtiger Tipp dafür ist, sein eigenes Verhalten auf seiner Webseite zu tracken, um genau zu schauen, welche Daten gespeichert werden.

 

Fazit

Die Heatmap Tools für Online Marketing Zwecke sind natürlich nicht zu vergleichen mit einem richtigen Eyetracking-System. Allerdings setzt dies voraus, dass du deinen Kunden eine Eyetracking-Kamera auf dem Kopf setzt – und das ist heutzutage leider noch unmöglich.

Mit den 4 verschiedenen Heatmap Arten haben wir aber die Möglichkeit, exakt die gleichen Tendenzen des Nutzerverhaltens zu analysieren, bloß nicht zu 100% genau.

Ich empfehle jedem Marketer und jedem Blogger unbedingt die Anwendung dieses Tools. Zumal die meisten Anbieter zu Beginn kostenlos oder vergleichsweise günstig sind.

Für den Mehrwert lohnt sich diese Investition tatsächlich!

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2 Comments

  1. Hallo Jessica, ein sehr spannender Artikel! Tolle Übersicht über potentielle Tools, allerdings wird die EU-DSGVO ab 25.05.2018 gültig und man muss keinen Anwalt konsultieren, sondern kann dazu den Rat (s)eines ausgebildeten Datenschutz-Beraters nutzen. Viele Grüße, Jens

  2. Danke für die Erinnerung, Jess.

    Ich habe meinen Hotjar-Account noch einmal aktiviert und werden meine Landingpages bis Mai noch einmal tracken.
    Ab Mai werde ich zunächst einmal alle deaktivieren, was irgendwie mir Tracking zu tun hat, wahrscheinlich sogar den FB-Pixel.

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