Noch weniger Reichweite für Facebook Fanseiten – Das kannst du dagegen tun!

Am 11. Januar hatte sich Mark Zuckerberg höchstpersönlich mit einem umfassenden Facebook-Post dazu geäußert. Facebook will wieder zurück zu seinen Wurzeln und den Kontakt zwischen Familien und Freunden verstärken. Dafür soll der Algorithmus im Newsfeed m Jahr 2018 so umgestellt werden, dass mehr private Posts und weniger kommerzielle Inhalte von Unternehmen zu sehen sind.

Für Unternehmer und Seitenbetreibende auf Facebook heißt das: Künftig werden deine Posts weitaus weniger effektiv sein.

In diesem Artikel wollen wir ein wenig über den Sinn und Zweck (und Vorteile) der Änderungen reden und – was am wichtigsten ist – eine Lösung für Seitenbetreibende anbieten.

Warum will Facebook wieder mehr Verbundenheit zwischen Freunden und Verwandten ermöglichen?

In dem Post von Mark Zuckerberg kann man den Grund nachlesen. Und er ist so simpel wie nachvollziehbar: Es gab im letzten Jahr zahlreiche Beschwerden darüber, dass der private Newsfeed von Werbung, Seiteninhalten und relevanten News überflutet wird, während Postings von Freunden an Reichweite verloren haben.

Wenn du deinen Newsfeed betrachtest wirst du das feststellen können. Bei mir persönlich stellen mehr als 50% aller Inhalte Postings von geliketen Seiten oder Vorschläge von Seiten, die ich vielleicht mögen könnte dar. Zwischendrin befinden sich hin und wieder private Posts von Freunden.

In Anbetracht dessen ist die Reaktion nur verständlich, denn je mehr sich Facebook zu einer Werbemaschinerie wandelt, desto weniger finden die User einen Grund, das soziale Netzwerk zu nutzen. Wir würden den TV auch nicht einschalten, wenn wir wüssten, dass es nur Werbung zu sehen gibt.

Deswegen will Mark Zuckerberg dem entgegensteuern, um die Zeit auf Facebook für jeden Nutzer wertvoller zu machen.

Facebook weiß das nun und zeigt sich „menschlich“

In dem Post verrät Zuckerberg ebenso, dass die durchschnittliche Nutzungszeit herabfallen wird. Man ist jedoch bereit, diese Konsequenz zuzulassen, wenn dafür jeder User ein besseres Facebook-Erlebnis bekommt.

Ziel von Facebook sei es, nicht nur Inhalte zu zeigen, die lustig und unterhaltsam sind, sondern ebenso Inhalte, die „gut für uns sind“. Recherchen haben nämlich gezeigt, dass das Gefühl von Verbundenheit mit echten Freunden einen sehr wichtigen Anteil daran hat, dass man sich gesund und nicht einsam fühlt.

Aus welchen Gründen genau die Umprogrammierung des Social Networks vorgenommen wird, ist jedoch klar: Man möchte seine unzufriedenen User nicht komplett verlieren. Und dies würde eintreten, wenn die momentane Entwicklung in Richtung Werbemaschinerie weiter vorangetrieben wird.

Das ideale Mittel um die User zu halten und trotzdem hohe Werbeeinnahmen besteht also darin, Werbung und private Posts im angenehme Einklang zu bringen.

Die Konsequenz  Facebook Unternehmensseiten

Nach dem Post von Mark Zuckerberg ließen die ersten Reaktionen von relevanten Online Unternehmer Magazinen nicht lange auf sich warten. Auf den ersten Blick ist dies nämlich nicht gerade wünschenswert.

Viele Seitenbetreiber haben jahrelange Arbeit in die Erstellung von erfolgreichen Facebookseiten gesteckt. Facebook hat dies sogar bis 2018 unterstützt. Nun soll das komplette Engagement umsonst gewesen sein. Zwar werden Postings von relevanten Inhalten oder von Seitenbetreibern nicht komplett verschwinden, allerdings verlieren sie an Wirksamkeit. Somit wird der Facebook-Werbemarkt härter umkämpft sein.

Es erfordert ab sofort mehr Arbeit und mehr Qualität, um weiterhin auf dem Radar seiner Zielgruppe auftauchen zu können. Inhalte, die kaum Interaktionen vorweisen können, werden massiv an Durchschlagskraft verlieren. Wer hingegen Posts platziert, die oft geliket, geteilt oder kommentiert werden, hat bessere Chancen auf eine gute virale Performance.

Bezahlte Werbung ist weiterhin effektiv, wird jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit teurer

Es ist klar, dass ab sofort mehrere Unternehmen verstärkt auf kostenpflichtige Werbung setzen werden. Hier kann man nämlich sicher sein, dass die Werbung auch auf dem Newsfeed der potenziellen Kunden erscheint.

Da der Platz von bezahlten Ads jedoch ebenso begrenzt ist, wird es zu einer höheren Nachfrage bei einem gleichbleibenden Angebot kommen. Somit ist es nur logisch, dass die Preise dafür steigen werden. Zudem liegt in den höheren Werbepreisen die einzige Möglichkeit für Facebook, den eigenen Umsatz hochzuhalten.

Rechne also in näherer Zukunft damit, dass du mehr Geld für bezahlte Werbung einkalkulieren musst.

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Die Vorteile der Newsfeed-Änderung

Zunächst springen uns nur die Nachteile als Unternehmer ins Auge. Doch wenn wir ernsthaftes Marketing betreiben, liegen hier auch große Chancen für uns begraben. Denn wenn weniger schlechte Werbung und schlechte Inhalte platziert werden, bleibt mehr Platz für die guten Inhalte.

Das gilt ebenso für die Sichtbarkeit der Werbung. Sparsam platzierte Werbung wird wieder besser wahrgenommen, denn sie schwimmen nicht mehr in einem von Werbung überladenem Newsfeed herum. Somit wird man vermutlich mehr Geld für eine Werbekampagne in die Hand nehmen müssen, dafür ist aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Werbung wahrgenommen wird, weitaus höher.

Um das TV Beispiel noch einmal heranzunehmen: Wenn nur eine einzige Werbung im TV ausgestrahlt wird, ist die Wahrnehmungsrate weitaus höher, als wenn 100 verschiedene Werbungen gezeigt werden.

Wer also guten Content liefert, muss sich keine Sorgen machen. Im Gegenteil: Es ergeben sich Vorteile, weil die Konkurrenz wegfällt.

Tipps für hochwertigen Facebook Content

Content mit viralem Potenzial kann ab sofort wie folgt aussehen:

Live-Videos

Beobachtungen haben ergeben, dass die Interaktionen und die Reichweite von Live-Videos weitaus höher sind als standardisierte Videos. Darüber hinaus stellen sie schnell eine Vertrauensbasis zum User her.

Content, der die User interessiert

Es muss sichergestellt sein, dass man ausschließlich Content mit Mehrwert erstellt. Es kommt nicht mehr auf Quantität, sondern auf Qualität an. Entertainment, Lösungen, Motivation und Tipps haben hier die größte Wirkung.

Gruppen erstellen

Ein effektives Mittel bleibt die Erstellung einer Gruppe. Gruppenmitglieder werden deine Postings bekommen. Besonders dann, wenn deine Gruppe für die Mitglieder relevant bleibt. Je öfter Mitglieder unter deinen Gruppeninhalten interagieren, desto öfter bekommen sie Gruppennachrichten im Newsfeed angezeigt. Auch hier muss sichergestellt sein, dass der Content dementsprechend hochwertig ist.

Engagement der User erhöhen

Provoziere Kommentare oder Likes, indem du in deinen Postings zum Beispiel offene Fragen stellst und die User zu einer Diskussion anregst. Nutze dafür auch Inhalte, die emotional sind.

Fazit

Die Newsfeed-Änderung hat aus meiner Sicht mehr Vorteile als Nachteile. Denn sie steigert die Wertigkeit von Facebook auf beiden Seiten. User profitieren von einem vertrauteren Umfeld auf Facebook. Unternehmer mit gutem Content stechen hervor. Somit wird die Qualität auf beiden Seiten massiv erhöht und Facebook bleibt für Unternehmen eine Werbeplattform mit einem irren Potential.

Wie siehst du das? Hast bereits etwas geändert um mehr Menschen zu erreichen?

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One Comment

  1. Das ist mir doch glatt durchgegangen. Vielen Dank für die Info. Deine Argumentation kann ich zu 100% nachvollziehen. Sauber recherchiert und gut überlegt.

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