Der Kundenavatar

Bevor wir uns eine Website erstellen, müssen wir ein paar Dinge beachten. Im ersten Teil haben wir bereits über die Zieldefinition gesprochen. Falls du das noch nicht gelesen hast -> Hier entlang.

Im heutigen Artikel soll es um den Kundenavatar gehen.

Ich erkläre folgende Punkte:

  • Was ist ein Kundenavatar?
  • Wofür braucht man einen Kundenavatar?
  • Wie erstellt man einen Kundenavatar?

 

Gut, beginnen wir mit der ersten Frage:

Was ist ein Kundenavatar?

Ein Kundenavatar ist die fiktive Beschreibung für den perfekten Traumkunden. Also eine Beschreibung, die zeigt, wie der ideale Kunde sein sollte. Er stellt im Grunde die Zielgruppe in einer Person dar.

Wofür braucht man einen Kundenavatar?

Ein Kundenavatar erleichtert es, sich in die Zielgruppe hineinzuversetzen. Er muss für jedes Marketing bzw. für jedes Angebot bzw. jedes Themengebiet erstellt werden. Denn nur, man weiß, wie die Zielgruppe denkt und was sie braucht, kann man das Marketing dementsprechend effektiver gestalten.

Wir erstellt man einen Kundenavatar?

Um einen Kundenavatar zu erstellen, sollte man sich etwas Zeit nehmen. Nachdem man die ersten Recherchen für das Projekt gemacht hast, weißt man mit welcher Zielgruppe man arbeiten möchte.

Der Kundenavatar sollte folgende Dinge beinhalten:

  • Name
  • Alter
  • Familienstand
  • Kinder ja/nein , wieviele
  • Haustier?
  • Lebensumstände bzgl. Finanzen, Ressurcen etc.
  • Projektrelevante Fragen wie: Reist der Kunde gerne? Macht er gerne Sport? usw.
  • Problem/Wünschee, die der perfekte Zielkunde auf dein Projekt bezogen hat
  • Sucht er aktuell nach einer Lösung oder ist das Problem nicht so akut?
  • usw

 

Vielleicht hast du auch noch im Internet ein Foto gefunden, das passt. Nutze es ruhig. Der Avatar ist ja nur für dich! Du musst dir den Kunden bildlich vorstellen können und „fühlen“ können, was er will, was er braucht…

Achte darauf, dass du nicht zu sehr abschweifst und die Fragen und Antworten immer auf dein Projekt beziehst. Wenn das nicht geht, weiß du, dass es den Kunden nicht gibt und du dir somit die Zeit sparen kannst ;)

Nun nimmst du dir ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand und fängst an zu schreiben…

„Hallo, mein Name ist Thomas, ich bin 36 Jahre alt, selbstständig und lebe mit meiner Frau und meinen zwei Kindern in einem Reihenhaus in der Nähe von Düsseldorf. Ich besitze eine kleine Autowerkstatt und repariere dort täglich alles, was min. 2 Räder und einen Motor hat. Unser Hund Marley, ein Boxer, ist immer mit dabei. Marley hat in den letzten Monaten ordentlich zugenommen, weil meine Kunden ihm gerne mal ein Leckerchen geben. Das wird langsam zu einem echten Problem (!). Das Diätfutter vom Tierarzt mag er gar nicht und wir wissen wirklich nicht mehr weiter……………“

Dieser „halbfertige“ Avatar könnte sich z.B. auf eine Seite/Projekt zum Thema Hundefutter und/oder Bewegung mit dem Hund beziehen.

Also fassen wir nochmal zusammen: Ein Kundenavatar beschreibt deinen idealen Kunden. Man sollte ihn für jedes neue Projekt erstellen, damit man das Marketing effektiver gestalten kann. Einen Kundenavatar erstellst du, in dem du dich in deine Zielgruppe hineinversetzt und dir vorstellst, wie dein Traumkunde sein könnte. Schreibe das in Form einer kleinen Geschichte nieder.

So, ich hoffe ich konnte euch ein wenig inspirieren was euren nächsten Kundenavatar angeht!

Kennt ihr noch andere Methoden einen Kundenavatar zu erstellen? Habt ihr das eigentlich schon mal gemacht oder ist das Neuland für euch?

Ich freue mich auf eure Kommentare!

16 Kommentare

  1. Pingback: Jessica Ebert Online Marketing Analyse und Zieldefinition im Online-Marketing

  2. Ralf   •  

    Hallo Jessica, mir gefällt dein Artikel ganz hervorragend da ich mich gerade mit diesem Thema beschäftige und auch etwas recherchiere. Wichtig war hier für mich die Klarheit zu gewinnen, was möchte ich erreichen ( passt auch zu deinem ersten Artikel), aber auch was ist für meinen Kunden, Partner oder Interessenten drin. Mit diesem Artikel habe ich eine quasi Blueprint, die mir Ansatzpunkte liefert.
    Herzlichst Ralf Bittmann

  3. Pingback: Marktforschung: So findest du die richtige Zielgruppe und deren größtes Problem! | Jessica Ebert Online Marketing

  4. Pingback: Geld verdienen mit Google Adsense

  5. Danke für diesen Artikel! Der Kundenavatar ist neben der eigenen seelischen Identität wirklich ein absoluter Schlüssel zum Erfolg. Ohne zu wissen wer der Kunde ist und was seine inneren Antriebskräfte sind kann kein Verkaufsprozess funtionieren. Für mich aber auch wichtig ist die seelische Identität und die Authenzität. Es sind zwei Seiten einer Medialle. Wenn man es übereinander bekommt entsteht ein mächtiges Business daraus was kaum jemand aufhalten kann.

  6. Pingback: Verkaufen ohne zu verkaufen - Mit gutem Content und... 

  7. Dividendenhamster   •  

    Sehr guter Artikel. Es macht wirklich einen Unterschied aus, ob man sich vor Beginn eines Projektes einen Kunden-Avatar anlegt.

    Das hilft mir immer, wie ich sage, aus der Kunden-Brille zu schauen.

    Gruß René

    • Jessica Ebert   •     Author

      Halo René, da gebe ich dir recht. Man geht ganz anders an die Sache ran, wenn man weiß, für den man es macht und was es demjenigen bringen kann/soll. VG Jess

  8. Jens   •  

    Hallo Jessica,
    Ich mag deine Art und Weise, wie du einen Blogbeitrag schreibst du hast einen besonderen Still Dinge zu transportieren, Lob und Anerkennung dafür. Vor allem deine klare Struktur gefällt mir sehr gut.

    Gerade in diesem Bericht hättest du auch mich interviewen können, als wäre es meine Geschichte:-) Ich hatte auch fast 1 Jahr echte Probleme die richtige Zielgruppe zu definieren und wollte gerne jeden erreichen, bis ich letztlich für mich gemerkt habe je genauer ich meine Zielgruppe definieren desto besser verstehe ich diese und desto mehr echte Werte kann ich schaffen. Nur durch die Definition des „Avatar“ kann ich mich mit meinen Zielkunden identifizieren und Probleme lösen. Es sollte nicht um Produkte gehen, es sollte immer um Lösungen für ein spezifisches Problem gehen. Ein Sprichwort sagt wer Hunde kennen lernen will, muss mit Ihnen essen!

    Ich habe 2 Fragen zu dem Thema:
    1. Welche Tools verwendest du um deine Zielgruppe genau kennen zu lernen?
    2. Wie viel % des Erfolges macht deiner Meinung nach die richtige Definition der ZIelgruppe aus?

    Ich freue mich von dir zu hören. Viele Grüße Jens

    • Jessica Ebert   •     Author

      Hallo Jens, 1. kein konkretes Tool. Ich beobachte und bin aufmerksam. ich recherchiere über Google und co. Und auch die sozialen Netzwerke sind hilfreich. 2. Ziemlich viel! Wenn ich Adventure-Reisen verkaufen will, werde ich bei einem Senioren eher weniger erfolgreich sein… VG Jess

  9. Margit Burkhart   •  

    Toller Artikel – und wirklich hilfreich! Ich habe meinen Avatar mit Mindmap erstellt und erkannt, dass ich selbst mein bester Kundenavatar wäre. Ist ja auch irgendwie logisch! Wie kann ich für meine Zielgruppe hilfreich sein, wenn ich über die Probleme meiner Zielgruppe keine Ahnung habe. Meine Probleme, meine Lösungen dazu, gebe ich somit weiter.

    Die Erstellung meines Avatar’s hat mir geholfen, entsprechende Artikel zu schreiben die einen Wert für meine Leser haben sollen (hoffentlich ;-)).

    Beste Grüße
    Margit

  10. David Goebel   •  

    Hallo Jessica,

    ohne Kunden Avatar bloggt man ziellos herum.
    Da ich ein sehr visueller Mensch bin, fällt es mir leichter, meinen Wunschkunden zu zeichnen.
    Deswegen habe ich eine Mini-Serie gestartet.: „Zeichne dein Geschäftsmodell“

    Und der erste Teil ist natürlich: „Zeichne deinen Wunschkunden“
    http://sinnstiften.biz/zeichne-deinen-wunschkunden-kunden-avatar-erstellen/

    Durch das Integrieren der bildlichen Hirnhälfte komme ich auch immer noch auf neue Ideen.

    Viele Grüße,
    David

  11. Daniel   •  

    Ich werde mich mit meinem Avatar mal beschäftigen und bin gespannt, was da am Ende raus kommt. Es ist eine Vorgehensweise, die ich noch nie in betracht gezogen habe. Es bleibt spannend….

    Viele Grüße,
    Daniel

  12. Pingback: 7 Faktoren, die dir dabei helfen aus Besuchern Kunden zu machen

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